Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

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Pfarrers vr.Götz, an der Köllnischen Allee, welcher 
die größte Nützlichkeit mit der höchsten Annehmlich 
keit verbindet und vorzüglich zur Sommerwohnung 
einer kleinen Familie sehr geschickt ist, da er einen 
Brunnen und zwei Gartenhäuser und darin Keller, 
Küche und Boden, enthält. 2) Der Garten des 
Herrn Postdirektors Otto, ebenfalls mit einer ge, 
räumigen Wohnung, Brunnen und dergleichen ver 
sehen. Cassel, den isten Januar 1814. 
I. Sparre von Wangenstein, 
Prokurator. 
5. Unterzeichneter ladet alle diejenigen, welche an 
die vormalige N'vierische Handlung Forderungen 
zu haben glauben, ein, sich damit buuren H Ta 
ge« bei demselben zu melden und nach Rechtfinden 
ihre Bezaylung in Empfang zu nehmen. Eben 
falls ersucht derselbe alle diejenigen, die die- 
serHandlung schuldig sind, sich innerhalb den gesag 
ten 14 Tagen bei ihm einzvfindn, und ihre Rech 
nungen abzutragen, widrigenfalls würde sich der 
selbe gezwungen sehen, den Weg der Strenge gegen 
diejenigen einzuschlagen, Oie dieser Aufforderung 
kein Genüge leisten. N 
Cassel, den 3. Jan. 1314. 
L. Legorju, 
vormaliger Associe der Nivierischen Handlung. 
6. Wer bei der hiesigen Lcih.Bancv hat Unterpfänder 
in Versaz gegeben, welche über em Jahr gestanden 
haben, wird hierdurch erinnert, solche vor Ab 
lauf des lyten Februar d. I. einzulösen oder zu er 
neuern, und sich für den aleen einen neuen Leih- 
zetlelgeben zu lassen, widrigenfalls zu gewärtigen 
hat, daß die bis dahin nicht erneuerte Unterpfänder 
in öffentlicher Auktion verkauft werden. 
Cassel, den 3ten Iannuar 1314. 
Aus hiesiger Leih-Banco. 
7. Sollte in einem Haus hiesiger Stadt ein blauer 
Mantel mit einem silbernen Schloß liegen geblieben 
seyn, so bittet man denselben im König von Preus 
sen an Hrn. Heinrich gefälligst abgeben zu lassen. 
8. In Nro. 215 am Steinwege ist ein 6 jähriger 
ganz fehlerfreier und gut zugerittener Wallach, von 
Farbe ein Fuchs , zu verkaufen. 
9. Es stehen drei Reitpferde bei dem Oekonomeu Mau 
ritius vor dem Hollanvischen Thore zu verlaufen. 
10. In Nro. 628 vor der Schlacht sind zwei fette 
Schweine zu kaufen. 
11. Der Anwalt des vormaligen Postdirektors Otto 
zu Cassel, hat dem Unterzeichneten am gestrigen 
Tage ein«-Klage gegen dte Handelefrau Therese Gall, 
geb. Deßslie, ivsinuiren lassen, deren Inhalt der 
gesetzlichen Vorschrift gemäß, weil der dermalige 
Aufenthaltsort der Verklagten unbekannt ist, öffent 
lich bekannt gemacht wird. Der Klager behauptet, 
dep Verklagten Waaren, deren Werth 2677 Rrhlr. 
21 Ggr. 7 Hlr. betragen habe, in Commission gege, 
den, daraus aber nur i5o Rrhlr, erhalten zu haben. 
Er hat deswegen, nachdem dieselbe Cassel verlassen 
hatte, die noch vorhandenen Waaren und die von 
ihr zurückgelassenen Effekten nach Vorschrift der 
Art. 75g und 755 der Prszeßordnurg durch einen 
Eerichreboten in Beschlag nehmen lassen und ladet 
die Verklagte vor de« Justizsenat der hiesigen Re 
gierung 1 welcher vorläufig in die Stelle des bishe 
rigen Listrtctsrckvr»«alö getreten ist. Zugleich fordert 
er dieselbe auf, binnen -4 Tagen einen Anwalt zu 
bestellen, welcher sich gegen den Antrag vertheidige, 
daß der Arrest für gültig erklärt, die Zurückgabe der 
dem Kläger eigenthümlich gehörigen Waaren und 
Effekten erkannt und die Verklagte ¡¡u Bezahlung 
des Defekts Mit 655 Rthir- 1/Hlr. mit Zinse« und 
Kosten angewiesen werde. 
Cassel, den s. Jan. 1314' Pfeiffer. 
12. Der Spiegeüubrrkant Balthaser Höckel allhier hat 
wegen einer Forderung von 520 Franken, welche er 
an dem vormaligen Postdirektor Otto zu haben be 
hauptet, auf die in orssen Wohnung vorgefundenen 
Models durch einen Gerichtsboren Arrest anlegen 
lassen und das Arrestprvlokoll, weil der dermalige 
Aufenthaltsort des Schuldners unbekanut ist, dem 
Unterzeichneten am heurigen Tage insinuireu lassen, 
welches der gesetzlichen Vorschrift gemäß, hierdurch 
bekannt gemacht wtrd. Cassel, den 6. Jan. 1314. 
Peiffer, Staatsanwalt. 
iz. Ein Paar sehr gute Pistolen sind zu verkaufen. 
Wo? — sagt die Hof, und Waisenßaus>Buchdru- 
ckerei. 
lg. Es stehen zn verkaufen eine fast neue Thvnbank 
für einen Kramer, eineBadewannc und «2Dutzend 
seidene Watten , so wie einige Hundert runde Wein- 
Bouteillen. Die Hof, und Waisenhaus - Buchdrucke- 
rei sagt wo. 
15. Endesunterzeichneter macht seinen geneigten Gön 
nern hiermit bekannt, daß er mit einem wohl assortir# 
ten Möbel Magazin »ersehen ist, bestehend aus E o- 
phas, Stühlen, Büreau's, Kommoden von Kirsch- 
vnd Mahagoniholz mir und ohne Bronze, Tische, 
Spiegel, Bettstellen, Betten, Schränke rc., ver 
spricht wegen Mangel an Platz, die billigsten Preise. 
Jakvböstraße Nr. 24 l bei B. M a rkus Strauß. 
16. Endesunterzeichneter empfiehlt sich mit wohl assor- 
tirten Garderobe-Maskenanzüge, von aller Art, wie 
auch Masken feine und ordinaire um sehr billige 
Preiße. B. Markus Strauß, 
in de» obersten Iakobsstraße Nr. su* 
17. Bei der Fran Wmwe Hünerten, Marrinistraße 
Nr. 34 ist Mittag und Abend, gegen billige Preiße 
zu fpeißen. 
13. Es har sich am ivten d. M. et« ivnger schwarzer 
Dachshund verlaufen, wem er zugelaufen seyn sollte, 
wrro hiermit höflichst gebeten, ihn in der Johannis 
straße Nr. 388 drei Treppen hoch gefälligst abzugeben. 
19. Diejenigen, weiche irgend eine gerechte Forderung 
an mich zu machen haben, werden ersucht, ihre
	        

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