Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

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schwister vm Verabfolgung seines elterlicken Vermö 
gens, in 177 Rkhlr. bestehend, gebeten Kaden; so 
wird gemeldeter Peter Schall oder dessen Letbeserben 
hiermit vorgeladen, sich a dato über acht Wochen 
so gewiß beim hiesigen Amt einzufinden und sein 
elterlich. s Vermögen in Empfang zu nehmen, als 
solches gegenthrillgen Falles an seine Geschwister 
gegen Caution verabfolgt werden soll. 
Dutum Frankenberg, den ly. April 1314« 
Kurfürstlich Hessisches Iustitzamr daselbst. 
Der Rath und Amimann I. C. Kuchenb eck er. 
2. Die Kaufleute Jäkel und Herzog allhier fordern an 
dem vormaligen hiesigen Quarticrmcister Qaano, 
dessen jetziger Aufenthaltsort, ihren Angaben nach, 
unbekannt ist, den Betrag von 42 Rrhtr- für em» 
pfangene Waaren, und haben zur Sicherheit ihrer 
Forderung bereits vorhin, nachdem letzterer mit 
Rücksicht auf die Kosten vorläufig auf 00 Rthlr. 
bestimmt worden, einen Arrest auf ein von demselben 
in den Händen des Instrumentenmachers Völler aü- 
hier hinterlassenes Fortepiano ausgewirkt. Auf 
weitere Instanz der Imperranren ist nunmehr Ter 
min zur Rechtfertigung dieses Arrestes auf den 30. 
Juny d. % bestimmt worden; und es wird daher 
dev Impetrar durch gegenwärtige Eoictalien vorge, 
laden, in demselben durch einen bevollmächtigten 
Anwalt auf hiesiger Regierung zu erscheinen, und 
sich auf den angelegten Arrest, und die von den 
Jmpetranten zu Begründung ihrer Forderung ori 
ginalster zu producirende Schuldurkunde pertinent 
zu erklären, widrigenfalls, bet nicht geschehener 
Befolgung dieser Auflagen, gedachte Urkunde für 
agnoecirt, und der Arrest für justificirt erkannt, 
auch der öffentliche Verkauf der damit bestrickten 
Objecte zu der Impetrante» Befriedigung verfügt 
werben wird. Eaffel, den 18. April 1814. 
Kurfürstlich Hessische Regierung. 
Z. Der hiesige Wollentuchmachermeister Henrich Her 
mann Braun hat vor geraumer Zeit sich von hier 
entfernt, und man hat bisher über dessen dermalt- 
gen Aufenthaltsort keine Nachricht erhalten können. 
Zur Regulirung seiner zurückgelassenen Schulden ist 
es aber nöthig, daß sowohl er, als deffen etwa noch 
unbekannte Gläubiger edictaliter vorgeladen werden. 
Zu dem Ende ist Termin auf den 2. Juny d. I bei 
hiesigem Kurfürstlichen Zustizamt bestimmt, in wel 
chem der abwesende Tuchmacher Henrich Hermann 
Braun so gewiß in Person oder durch einen gesetz 
lich Bevollmächtigte» des Vormittags präcise 8 Uhr 
erscheinen und sich auf die wider ihn erhobene An 
sprüche vernehmen lassen soll, als er im Zurückblei- 
bungkfalle die Bestellung eines Curaror» und die 
Inventarisation seines zurückgelassene» Vermögens 
vhnsihlbar zu gewärtigen hat. In eben diesem Ter 
min haben auch alle bekannte und etwa unbekannte 
Gläubiger des erwähnten Henrich Hermann Braun 
ihre Ansprüche und Forderungen an demselben bei 
hiesigem Kurfürstlichen Oberschultheißeuamte anzu 
zeigen ut'd gehörig zu begründen, indem die alkdann 
zurückbleibenden Creditvree mit ihren etwaigen An 
sprüchen am De. mögen des Henrich Hermann Braun 
ein für allema! ausgeschlossen bleiben, unter denen 
erschienenen Eceditoren aber wird dre gütliche Ver- 
theilung des zurückgelassenen Vermögens, alles Flei- 
seö versucht werden. Hersfe d, am 26. April 1814. 
Der dasige Oberschultheiß Karl H a r t e r t. 
4. Göttingen. Vom hiesigen Civilgerichte sind alle, 
welche an dem nachgelasienen Vermögen des wert, 
htesigen Galanteriedandlers Anton Justus Knrcrim 
aus irgend einem Grunde rechrliche Ansprüche und 
Forderungen zu haben glauven, auf Freitag den 
r?. Iunius d. I. in Person oder durch hinlänglich 
legimnirte und tustruirte Anwälde zu erscheinen, 
ihre Forderungen anzuzeigen, und die darüber spre 
chende U standen vorzulegen, unter der Verwarnung 
vorgeladen, daß die in dem angesetzten Termine 
Zurückbleibenden mtk ihren etwaigen Ansprüchen und 
Forderungen von der Erbschastsmasse des gedachten 
Galanteriehändlers Knierrm völlig auegeichlvffen 
werden sollen. * 1 
Vorladung der Gläubiger. 
1. Die bekannten und unbekannten Gläubiger des 
Einwohners Johannes Faubel zu Cleba werden zu 
folge des auf sein Höchsten Orts eingereichtes Mo- 
raroriengefuch von Kurhessischer Regierung zu Cassel 
erhaltenen Auftrags vorgeladen, den 24. May l. I. 
Morgens 8 Uhr auf hiesiger Amtsstube zu erscheinen, 
ihre Forderungen durch Production der Original- 
documenle > oder auf sonstige Weise zu begründen, 
widrigenfalls aber zu gewärtige», daß auf die 
Zurückbleibenden kerne weitere Rücksicht genommen 
werde. Niedernauls, am 12. April 8 4. 
KurhessischeöIustizamr daselbst F.W. Durch ardi. 
2. Der hiesige Tuchmacher Henrich Schaffert hat sich 
vor geraumer Zeit von hier entfernt. Die bekannten 
hier anwesenden Gläubiger desselben haben mit dem 
Curaror beö Henrich Schaffert, dem Buchbinder 
Johannes L'-pp, zur Abwendung eines sonst unver 
meidlichen ConcurörProzesseö einen Vergleich verab 
redet, wodurch der Frau und den Kindern des 
Schuldners das Wohnhaus erhalten wird, indem 
nach dem Inhalt des Vergleiche, das Vergleichö- 
Quanrum vom Schwiegervater des Schuldners, 
dem Töpfer Friedrich Döring, ausbezahlt werden 
soll. Da jedoch dieser Vergleich eher nicht bestätigt 
und vollzogen melden kann, bis man unterrichtet 
ist, ob nicht etwa noch unbekannte Creditores oes 
Henrich Schaffert vorhanden sind, welche an oessen 
zurückgelassenem Vermögen ebenfalls gegründete 
Ansprüche zu machen haben; so werden sämmtliche
	        

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