Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

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der doch auch wohl verdient genannt zu werden, 
wie auch Herr Metzner und andere mehrere, 
sind ganz vergessen worden, was sie sich denn zur 
Ehre schätzen können. — Nun noch einige Pro 
ben vom schönen Deutsch des Rezensenten. Z. B. 
„ Kotzebue wird, undimmer er gespielt. Dann 
„ die Kreuzfahrer, Johanna von Montfau- 
„ con rc. rc. “ Der gespielte Kotzebue nimmt 
sich recht lieblich aus, und die beiden genannten 
Stücke sind, obigem Satze nach, also nicht von 
ihm! Weiter: „ Herr Wilhelmi, als Za- 
,, cob Fribnrg, konnte auch nicht angenehmer 
,, gegeben werden. " Was ist ein angenehm 
gegebener Herr Wilhelmi? — Beleidigende 
Verletzungen der Staatsverfassung, wie der 
Ausspruch: ,, Die Aufführung der Deutschen 
„ Kleinstädter und des CaroluS MagnuS war 
„ recht an ihrem Platz zur rechten Zeit, um die 
,, Titelsircht, die die Deutschen so lächerlich 
„ macht, und die jetzt wieder so a u f- 
„ k o m m t, in's sicht zu sitzen, z u r B e l e h- 
,, r u n g d c r Gegenwart " — sind, zum 
mindesten gesagt, sehr unvorsichtig; oder wahr 
scheinlich kann Rezensent nicht Anspruch auf einen 
ehrenvollen Titel machen, oder schmückt sich blos 
mit einem erborgten der vergangenen Französi 
schen Zeit, oder ist, wie schon gesagt — ein 
Frauenzimmer. Schließlich erbieten sich Schrei 
ber dieses, im Fall es der männliche oder weib 
liche Kritiker verlangen sollte, sich zu nennen, 
doch nur unter der Bedingung, daß er oder 
sie selbst aus dem Incógnito trete. 
W. D. U. C.
	        

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