Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

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von verschiedenen auswärtigen berühmten Aerzte» 
bewährt befunden worden. Selbige sind so verfer, 
tigt, daß jsie vollkommen ihrem Endzweck entspre 
chen. Es ist unmöglich, daß der Bruch bei einer 
solchen Bandage heraustreten kann. Selbige liegen 
so bequem und fest, daß manden unbequemen Bein- 
riemen nicht zu tragen nöthig hat. Die Preise dieser 
Bandagen sind billig, und Jeder, der mich mit 
seinem Zutrauen beehren wird, wird mit mir zu 
frieden seyn. I. Lazarus Mombert, 
Hofzahnarzt und privtlegirtcr Bandagist, 
wohnhaft in der Karlshaver Straße Nr. 43r. 
4. Die Unterzeichneten, welche gegenwärtig ihr Com, 
, toir, der Umstände halber, nach Lübeck verlegt ha, 
ben, ersuchen alle Diejenigen, welche ihr Eigenthum, 
eS bestehe in Grundstücken oder Gebäuden aller Art, 
Güter, Mobilien oder sonstigen Effekten, gegen 
Feuersgefahr gesichert zu haben wünschen, sich des, 
halb directe dorthin nut ihren Vorschlagen zu mel 
den, um die näheren Bedingungen zu erfahren. 
Hanbury ct Comp. 
Bevollmächtigte der Londoner Phönix-Assecuranz, 
Societät. 
5. Außer meinen gewöhnlichen Waaren empfehle ich 
Mich in dieser Messe mit einer Parthie acht englischen 
Paterugarn, BatistrMousseline, Schnupf-und Hals, 
tüchern und feinen und ordinären baumwollenenen 
Herren, und Damensstrümxfcn; alles in äußersten 
Fabrikpreisen. I. Anton Lucius, 
von Erfurt, auf der neuen Gallerte Nr. 36. 
6. Ein Acker Land vor dem Köllnischen Thor ist zn 
vermiethen. Man meldet sich beim Schumacher Witze! 
am Markt Nr. 690. 
7. Unterzeichneter erbietet sich zur vollkommenen Re, 
paration und Ergänzungen des zerbrochenen Pvrze- 
läns, des Glases und der kristallenen Gefäße, ver, 
mittelst eines guten Kittes und künstlichen Stiften; 
auch macht er vergoldete und «»vergoldete Henke! an 
die Tassen; desgleichen bringt er vergoldete Buch 
staben an Gefäßen weg, daß keine Spur davon übrig 
bleibte M. L. Drucker, 
hinter dem Iudenbrunnen bei dem Kauf, 
mann Hrn. Escherich Nr. 792. 
ß. Von der 46stcn Frankfurter lotterte, welche 
854,200 Fl. Gewinne enthalt, wird die Zte 
Classe am zostcn März gezogen; hierzu sind 
ganze Loose zn 37 Fl., halbe zu iß* Fl., 
Viertel zu 9 \ Fl., wie auch zur Bequemlich 
keit der Herren Interessenten ans alle Classen 
gültige ganze Loose zu 75 Fl., halbe zu 37 f 
Fl. und Viertel zu iZß Fl. zn haben bei 
Hermann Stiebel, Hauptcolleeteur, 
Wollgraben Nr. 2 in Frankfurt a. M. 
9. Auf hohen Befehl Hochpreißlicher Ober-Rentkam- 
wer, sollen Montag, den 4. April d. M., Mor, 
gens um 10 Uhr, auf hiesigem Packhofe drei Faß 
Nordhäuser Branntwein, gegen baare Bezahlung 
in ConvenüonsrGeld, und unter Nachzahlung der 
tarifmäßigen Steuern vom ausländischen Brannte, 
wein, desgleichen der Octroy und des Schcnkzin, 
fes, an den Meistbietenden verkauft werden. 
Cassel, am 07. März i8i4. 
Der L.cent - Inspektor I a cobiny> 
10. Aufforderung. 
Da nach einer Höchsten Verordnung alleEmaeborne 
des hiesigen Landes sich ohne Aufschub in ihren Ge, 
burtsorten einstellen sollen, um der Militairpsiich- 
tigkeit Genüge zu leisten, so werden des Endes alle 
Männer und junge Purfche von 18 bis 40 Jahren 
hierdurch aufgefordert, in Zeit von vier Wochen sich 
bei den Obrigkeiten ihrer Geburtsorte entweder in 
Person (oder unter bescheinigten Verhinderungs- 
Gründen) durch Bevollmächtigte aus ihren Fami 
lien gehörig anzumelden, um sich der Untersuchung 
ihres Gesundheitszustandes und der Famitienver- 
hälrniffe zu unterwerfen. Und wie unter diesen Um, 
standen alle seithero ausgegebene Urlaubspasse für 
erloschen und nicht weiter geltend erklärt werden, 
so dient den sämmtlich betreffenden Mannschaften 
zur Nachricht und warnenden Weisung, daß bei 
längerem Zurückbleiben sie als Deserteurs angesehen 
und aller Rechte als Staatsbürger verlustig, auch 
unter besondern Umständen als Pflichtvergessen für 
ehrlos erklärt werden sollen; sämmtliche obrigkeitli, 
che Behörden werden demnach hierdurch ersucht, 
von dieser Aufforderung gefällig nachbarliche Kennte 
niß zu nehmen, und keinen Militairpflichtigen In, 
dividuen weiterhin ohne neuere Legitimation dem 
Auffenthalt in ihren Gerichtöbezirken zu gestatten. 
Arolsen, den io. März 1314. 
Aus Fürst!. Waldeck. Kriegs-Commission, 
11. Aus der Freiherr!, vsn Dalwigkschen Renterei 
Züschen, bei Fritzlar, soll Montags den 18. künftigen 
Monats, zur Bormittagszeit, eineQuantitat War, 
zen, Roggen, Gerste und Hafer öffentlich und aufs 
Meistgedvt gegen gleich baare Zahlung im 20 Fl. Fuß 
verkauft werden. Kaufllebhaberri mache ich dies be, 
kannt und bemerke, daß nicht nur sämtliche Früchte 
von der beste» Güte sind, sondern auch, daß der 
Zuschlag, bei annehmlichen Geboten, sofort erfolgen 
kann. Züschen am 26. März »814. 
Der Freiherr!, v. Dalwigksche Administrator, 
Sekretär C. Prentzel. 
12. Die Wittwe des vor langen Jahren in Dillich, 
Amts Borken, verstorbenen Försters Jungermann, 
Margaretha gedorne Möller, welche sich bei der 
Wittwe des verstorbenen Förster Crede, unterm 
Hisschberg unweit Groß - Allmerode aufhielt, ist 
kürzlich daselbst verstorben, und hat, unterm 3. März 
3. c. eine gewisse letzte Willens-Verordnung errich, 
tet, zu deren Publikation Termin auf Dienstag den 
3. May nächstkünftig angesetzt worden. Wer bei dem
	        

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