Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

( SS ) 
ly. Ei« yjahriger engllstrter Wallach, braun von Farbe 
zum Reiten und Fahren gleich brauchbar; ist zu verkau 
fen. Das Nähere m der Frankfurter,Straße Nr. 22. 
20. Da mir mein ältester Sohn Friedrich Braun seil 
wehrern Jahren in meinem Geschäft treulich und 
mit Thätigkeit beigestanden, s» habe ich mich ent 
schlossen, denselben vom rsten Januar 1814 an, 
mein seit Mehrern dreißig Jahren von mir geführtes 
Geschäft zu übertragen, das Derselbe für seine eigene 
und alleinige Rechnung unter seinem Namen fort, 
setze« wird; welches ich die Ehre habe, meinen in, 
und auswärtigen Freunden hiermit bekannt zu ma» 
cheu, und selbige zugleich bitte, das mir bisher ge, 
schenk' e Zutrauen auch ihm zu verleihen. 
Kassel, am 2?sten Dezember 1813- 
Ludwig Theodor Braun, HofiEattl«. 
In Folge der vorstehenden Erklärung meines Va, 
tere, daß das bisher von ihm geführte Geschäft 
vom isten Januar I814/ für meine eigene Rech, 
nung übertragen werden; habe ich das Vergnügen, 
solches dem geehrten Publikum hiermit bekannt zu 
machen, mit der Hüte, das ihm bisher geschenkte 
Zutrauen auch mkr nicht zu entziehen, dessen ich 
mich würdig zu sevn, jederzeit bestreben werde, 
wovon sich alle diejenigen am besten überzeugen 
werden, welche mich wir ihren Auftragen beehren. 
Friedrich Braun, 
"Nachfolger seines Vaters, wohnhaft in der 
um«» Königstraße Nr. 1149. 
2r. Montag den roten Januar und an svlgenden Ta, 
gen sollen moderne Meubeln in Mahagoni), und 
andern feinen Hölzern, ferner Glas und Porzellan, 
Betten, Tafel,Gedeck und Bettleinen, so wie auch 
mehreres Hausgerath öffentlich an denMeistbickhm, 
den gegen baare Bezahlung in der Bellevüe,Straße 
Nro. 6 veraukzionirt werden. 
22. Wenn Jemand gründlichen Unterricht im Engli 
schen verlangt, desgleichen im Französischen und 
Lateinische«, so wie auch <mfranzösische» und deut, 
schen Schönschreiben, so wird er ersucht, sich auf 
dem Pferdemarkte (Drink) Nr. Zi7 tu melden. 
23. Ein junger Mann der eine gute Hand schreibt und 
fertig rechnet, empfiehlt sich, da er noch einige Zeit 
frei hat, um in oder außer dem Hause Rechnungen 
auszusteUeu, Bücher zu führen, Briefe zu schreiben, 
oder sonstige Geschäfte zu besorgen, und ersucht 
Diejenigen, so hiervon Gebrauch machen wollen, 
ihre Namen unter der Adresse F. G. in der Hof, und 
Waisenhaus - Buchdruckerei abzugeben. 
24 Den zweiten Weihnachtsfesttag ist in der Brüder, 
Kirche ein Arbftttbeutel mtt Perlen gestickt und wor- 
innen die Buchstaben I. M. K und ein Taschentuch 
mit R. K. bezeichnet ist, liegen geblieben, der red 
liche Finder wird ersucht, solches an den Kaufmann 
Ktvcke am Markte Nr- 684 abzugeben. 
25. Ir, der Antonien,Straße Nr. 642 sollen Mittwoch 
den 14. 0. M. Nachmittags 2 Uhr verschiedene Mo 
bilien und Effekten Meistbietend, gegen baare Be, 
zab'unz verauktionirt werden. 
26. Gute englische Schuhwichse ist zu haben in der 
F-avkfurkerstraße Nr. 50, die Bouteille zu io gGr. 
27. B-i Pckr-l von Grünetanne zu Cassel in Nr. 46z 
^streckt gute Dinte von vortrefflicher Schwärze, rein 
ohne Satz, in vollkommen ^ Maas, BvüMllen » 
io gGr., auch acht Dintepulver das Pfd. k % Rrhl. 
i8 gGr- zu haben. 
28. Ein gut zugerrttener Gaul, ein modernes Chais, 
chen, eine Dannbank mebst einer Haustreppe ist zu 
verkaufen; Hie Hofhund Waisenhaus,Buchdruckeret 
sagt wo- 
29. In der Dionisienstraße Nr. 129 bei dem Glaßers 
meist« Schäfer jun., sind fertig, modern garnierte 
Spiegel, wie auch einige 100 Schitdjiegeln um bil, 
ligev Preiß zu verlassen. 
30. In der untersten Schafergasse in Nr. 547 sind z« 
haben,-recht gute weiße Bohnen 20 Pfd. zum Thlr-, 
einzeln das Pfd. zu 1 gGr. 4 Hlr. 
Zs. Ein gutes süchtiges Pferd, so zum Retten und 
Fahren zu gebrauchen, steht vm einen billigen Preis 
zu verkaufen; anch eine noch fast neue vierrädrige 
Chaise. Man melde sich deshalb am Frtedrichsplatz 
Nr. 97 zwei Treppen hoch. 
Z2- Einem hiesigen Einwohner sind abhanden gekom, 
men: I) drei Darmsta^tsche Landständische Obliga, 
tivnen La. C. Nr. i5. *9. 20., jede ü 1000 fl. in 
24 fl. Fuß. 2) Eine Wiener Stadt »Bankochotterte, 
Obligation von 500 fl. Nr. 1499; und 3) eine des, 
gleichen von 250 Nr- i54r. Man warnt um so 
mehr für den Ankauf dieser Sta-ttsvapiere, weil die 
nöthigen Vorkehrungen bereits genossen sind, daß 
deren Valuta nur dem rechtmäßigen Eigenthümer ge, 
sichert bleibe. Cassel den 4. Jannuar <8 4- 
33. Dienstag den u» Januar soll auf dem Hofe hinter 
dem Hause der Frau Rathln Naht in d^r Königs, 
straße Nr. i5o, ein noch im gutem Staude ckich de, 
findenter viersitziger bedeckter Wagen und zwei Pferde, 
Geschirre an den Meistbietenden öffentlich, gegen 
gleich baare Bezahlung verauktionirt we.den. 
34. Wer an Heu verstorbenen hiesigen Bürger und Zinn, 
giesermeist« Jaksb Scheff«, noch einige Ford»run \m 
zu haben vermeint, den fordere ich brerdurch auf^ 
sich binnen 14 Tagen von hrute an, bei mir zu mel» 
den, tu.b f iac Forderungen anzugeben, oder zu 
gewärtigen habe, daß nach Verlauf dieser Frist, 
seine S chuldforderung nicht mehr angenommen werde. 
Cassst, den 7ten Januar »8^4. 
Der Kassirer Appel in Nr. 85 der Dionisienstrsße. 
35. Auf die pvu dem Untet } eic^w?tc» in d»e,em B art 
geschehenen Ermunterungen a» di hiesigen E« woh, 
nee, die ungsfickliche Sladt Vacha tmo die umlie 
genden eben so unglücklichen He'fischen Dörfer mtt 
Geldbeiträgen, mir Lernen und Kleidungsstücken zu 
unrerstutzen, sind uns bis j-tzr suuf zehn hundert 
vierzig Rchlr. an Geld und 2tr Cenluer an Kletdungs, 
stücken zugeschickt worden, die wir mit der P^st,
	        

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