Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

( 246 ) 
fürstlichen Opernhause einfinden und seine Forde 
rung thun. 
Kurfürstliche Hoftheater - Jntendance» 
von Apell. 
iz. Sollte jemand wegen Mangel an Raum einen Flü 
gel oder ein Fortepiano anderwärts unentgeltlich 
unterzubringen oder sehr billigen Preißes zu vermie- 
then wünschen, der findet hierzu Gelegenheit. Die 
Hof- und Waisenhaus Buchdruckerei sagt wo? 
16. Da ich gegenwärtig noch einige Stunden zur Dis 
position habe, so erbiete ich mich in denselben zur 
Ertheilung eines gründlichen Unterrichts in der fran 
zösischen Sprache in und außer dem Hause. 
Bo, 
wohnhaft auf dem Pferdemarkt beim Herrn 
Schuhmacher Kraft. 
17. Freitags den 4. März, des Nachmittags von 2 Uhr 
an, sollen in dem am Königsplatze gelegenen Kur 
fürstlichen Posthause oben in der Mansarde verschie, 
Vene Effekten, bestehend in Küchengerarh, schönen 
Schränken, Bettstellen und sonstigem Holzgeräth, 
auch Glas und Porzellan, gegen sofortige haare Be, 
zahlung an die Liebhaber verauktionirt werden. Lieb 
haber wollen sich alsdann daselbst einfinden. 
18. Allerhand Meubles und Hausgeräthschaften sind 
im neuen Umbachischen Hause am Holländischen Thor, 
zwei Treppen hoch, um billigen Preist aus der Hand 
zu verkaufen; unter andern Tifche, Schränke, Bü 
cher -Reposituren, Bettladen, Wiegen rc. 
iy. Der Garten der Linsischen Erben, am Wege nach 
Rothendietmar gelegen, ohngefahr drei Acker groß, 
ist zu vermiethen; Liebhaber melden sich bei dem 
Metzgermeister Hooß hinter dem Judenbrunnen den 
8. März Nachmittags um zwei Uhr. 
so. Es sollen Donnerstag den 3. Marz Nachmittags 
um zwei Uhr dahier in der Karlshafcr Straße in 
der Mantelschen Erben an der Vincenzstraßen-Ecke 
gelegenen Behausung, die zum Nachlaß des Sei 
fensieders Müller gehörigen Mobilien an Zinn, 
Kupfer, Messing, Holzwerk, Manns- und Frauens, 
kleidungen, Leinen, Betten und dergleichen gegen 
baare Bezahlung auf das höchste Gebor verkauft 
«erden. 
2i. Schon verschiedentlich habe ich mißfällig wahrge 
nommen, daß mehrere meiner bisherigen respektiven 
Abkäufer, besonders bei Veränderung ihrer Dienst 
boten, in Betreff der Anfrage meiner Wohnung 
durch falsche Angabe und Mißbrauch meines Na, 
mens getauscht worden sind. Ich halte es demnach 
zur Erhaltung meines mir erworbenen Kredits, und 
um meine Abnehmer wie bisher reell bedienen zu 
können, für Pflicht, hiermit ergebenst zu bitten, 
künftig sich untenstehende Hausnummer meiner Woh 
nung gefälligst zu bemerken. Cassel, den i. März 18-4. 
Georg Friedrich Krebs, 
wohnhaft in der Frankfurterstraße, Haus 
nummer 16. . 
22. Christ. Friedr. Melzer aus Nürnberg empfiehlt sich 
mit Nürnberger Manufakturwaaren zu den billigsten 
Preisten. Auch führt er das bekannte gute Perlitzi 
kraut zu Branntewein. Sein Gewölbe ist in Dem 
Wagnerischen Haus, Nr. 90 in der Wilhelmsftraße, 
der Münze gegenüber. 
23. Ein Stück Land, am Rothendietmarfchen Wege 
gelegen, stehet zu vermiethen; in der Mittelgasse 
Nr. 138 ist Nachricht davon zu erhalten. 
24. Ein Garten vor dem Weserthore, z Ack. groß, ist 
zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Nachricht giebt 
die Hofr und Waisenhaus-Buchdruckerei. 
25. Es wird in der Köllnischen oder Wilhelmshöher 
Allee ein kleiner Garten mit einem Häuschen, der 
nicht zu weit vom Thore entlegen ist, zu miethen ge 
sucht. Die Hof- und Waisenhaus - Buchdruckerei 
giebt Nachricht. 
26. Der Unterzeichnete macht dem kauflustigen Publi 
kum hierdurch bekannt, daß Dienstag den 8. März 
mehrere in dem neusten Geschmack gearbeitete Mö 
beln, als: Sopha's, Stühle, Kommoden, Schreib- 
bürcaue, Tische und anderes Hausgeräthe, bestehend 
in Porzellan, Glaswerk, Bettzeug u. s. w. in dem 
Hartdegenschen Hause Nr. 105 der Dionysienstraße 
in der untersten Etage meistbietend gegen gleich baare 
Bezahlung verkauft werden sollen. 
Scheffer, Regierungsprokurator. 
27. Kraft einer Ordre ist mir das Kommando und die 
Organisation des einstweilen zurückbleibenden De 
pots des freiwilligen Jägerbataillons zu Fuß über 
tragen worden; ich mache dieses denjenigen, welch; 
sich noch bei gedachtem Bataillon anstellen lassen 
wollen, hierdurch bekannt. Mein Quartier ist in der 
Karlsstraße Nr. 76. Cassel, den i. Marz 1314. 
v. Kaufmann, 
Premier, Lieutenant im freiwilligen Fußjäger- 
Bataillon, Ritter des königl. Würrembcrgi- 
fchen Militär-Verdienst-Ordens. 
Besonderes Avertissement. 
Sämtlichen Meßfrequentanten wird hierdurch zur Nach, 
richt und Achtung bekannt gemacht, daß nunmehr 
von allen fremden, im Lande abgesetzt werdenden 
Waaren die herrschaftlichen Meß-Jntraden nach dem 
hierunter gesetzten neuen Tarif erhoben werden sol 
len, und namentlich also auch kein ungestempelter 
Taback auf der Messe verkauft werden dürfe. Nur 
in Ansehung des ausländischen Sohlenleders, wel 
ches in der bevorstehenden Frühjahrsmesse hier ein 
geführt wirb, soll für dasmal noch, wie vorhin, ein 
Nachsehen dahin statt finden, daß, statt des in die 
sem neuen Tarif angesetzten Lizents zu einem Albus 
vom Thaler, nur ein halbes Prozent vom Erlöse ent-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.