Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

C 204 ) 
Z. Ein auf dem Möncheberg gelegener, etwas über 
einen Acker haftender Garren, mit Obstbaumen ver, 
sehen, ist zu vermachen; man melde sich in der 
Schloßstraße Nr. 146. 
9. Ich ersuche hierdurch Jedermann höflichst, nichts 
aus meinen oder meiner Frauen Namen zu borgen, 
indem ich vor nichts stehe. George Haustein, 
in der mittelsten Johannesstraße Nr. 753. 
rc>. Mit f ischen und ächten Saamen hat sich Baltha 
sar G'äbe am Karftplatz Nr. 69 wieder versehen. 
Go ist auch eine Blätterkarte von Nelken oderGra?, 
blumen mir wieder zugeschickt, welche bei mir zur 
Einsicht liegt. Anemonen, und Ranunckel,Zwiebeln, 
rechte schöne Sorten, so auch der Saamen von Gras, 
blumen, die Priese zu 8 ggr. sind stets bei mir zu 
haben. Die gedruckten Verzeichnisse sind bet wir ohn, 
entgeldlich abzufordern. 
ji. Nachdem Montag, den 28. Febr. d.J. und in den 
darauf folgenden Tagen bei hiesiger Leihbanro die 
verfallenen Unterpfänder an Pretiosis, Gold, Silber, 
Kupfer, Messing und Ztnngefchirr, Tisch, und Bett, 
Leinen, Manns, und Frauenskleidungen und andere 
Sachen mehr an die Meistbietenden gegen baare und 
kassenmaßige Bezahlung öffentlich verauktionirr wer, 
den sollen, so wird solches zu dem Ende hiermit be, 
kannt gemacht, damit diejenigen, welche ein oder 
Vas andere zu kaufen Willens sind, sich an obge, 
dachten Tagen jedesmal Nachmittags um 2 Uhr in 
dem Dankohause einfinden, und ihr Gebot thun 
können; gleich auch diejenigen Käufer, welche nicht 
kvmprant bezahlen, hiermit wiederholt nachdrücklich 
bekannt gemacht wird, sich gefälligst dahin zu schicken, 
die bestimmten 8 Aldus auf jeden erstandenen Thaler 
an Aufgeld zu erlegen, oder Gemächlichkeit halber 
auf den vorzunehmenden Kauf ein gewisses Quantum 
an Geld zu depvniren, damit bei etwa liegen blei, 
benden Sachen und zweiten Verkauf derselben, der 
etwa darauf entstehende Schaden eingezogen und 
dadurch dieLeihbanko gesichert sey. Den 9. Febr. 18*4. 
Aus hiesiger L ei hdank 0. 
12. Vermöge erhaltenen Auftrags Kurfürstlichen Kriegs, 
koslegii dabiersollen die neben der neuen Kaserne 
vor dem Wiihelmshöher Thore aufgeführten Stall, 
barackcn auf den Abbruch an den Meistbietenden 
verkauft werden. Da ich nun hierzu Termrn auf 
Donnerstag, den Z. März d. I. angesetzt habe; so 
wird dieses Kauflustigen hierdurch bekannt gemacht, 
um sich alsdann des Vormittags um u Uhr an Ort 
und Stelle der genannten Klalibaracken einzufin, 
den, zu bieten, und vom Kurfürstlichen Kriegs, 
kollcgii 2len Departement den Zuschlag zu gewärtt, 
gen. Cassel, den 9. Febr, t8i4. 
Haußmann, 
Oberschullheiß, vig coinmies. 
13. Ein Acker Land, am Rothenberge und Heckershältt 
sec Weg gelegen, steht sogleich zu vemtethkN, In 
Nrv. 764 hat man sich zu melden. 
14. Bei dem Kaufmann Helmuts) sind wieder achte 
Birleins,Kräuter, auch Franzbrandewem nnd Nürn 
berger Eisig und Salzgurken zu habm. 
15. Bei dem Bäckermeister Conrad Wentzel in der 
Schloßstraße Nr. 165 ist beständig Fnlterwerk, das 
Viertel zu i Rthlr. und Weitzenkleyen zu 24 Albus 
das Viertel zu haben. Sodann wird auf der Drarh, 
Mühle jede Mittwoch vm 4 Uhr Weitzen, Kvm, 
Gerste, im Einzelnen und auch im Ganzen zu billi, 
gen Preisen verkauft; ebenfalls auch Futterwerk 
und Weitzenkleyen zu den oben bestimmten Preisen, 
im Einzelnen wie auch im Ganzen, zu haben seyn. 
16. Wo Vorstellungen und dergleichen gemacht werden, 
erfährt man an der Ecke vom Pferdemarkt und Hol, 
ländischen Straße Nr. 555 2 Treppen, hoch. 
17. Schwarze Pferdehaarne», und Seidene Hut, und 
Zopf,Kokarden, nach verschiedenen Deseins, sind zu 
haben in der Fischgaffe Nr. 826 bei Hein. Sohl. 
iZ. Die Anzeige meines Sohnes, Heinrich Spindlr 
junior, in Nr. 5, 7 und 9 dieser Zeitung, war 
den Umständen und andern Verhältnissen um so an 
gemessener, weil er für seine Person sich von hier 
weg, und in den ersten Tagen dieses Jahrs auf 
ein Comptoir in Münden begeben halte. Da nun 
aber alle diese Umstände aus seiner Heirath, wozu 
ich meine Einwilligung aus triftigen Gründen nicht 
geben konnte, und auch nicht gab, entstanden 
sind, und er schon seit 1812 seine Zuflucht zum 
Borgen genommen har, sich auch Credit zu verscbaf, 
fen wußte, so bin ich nunmehr der Folgen wegen 
gttiöthlgt, so empfindlich es mir auch ist, hiermit 
bestimmt zu erklären: 1) daß ich wahrend meiner 
Lebenszeit nie etwas für ihn bezahlen werde, und 
daß ich 2) auch solche Vorkehrungen treffen werde, 
weiche ihn außer Stand setzen, nach meinem Ab 
sterben weder seine schon vorhandenen, noch künfti 
gen Schulden aus meinem Nachlasse abzutragen. 
Es har also jedermann, welcher ihm borgt, allen 
daraus entstehenden Nachtheil einzig und allein sich 
selbst beizumessen. Zu dieser Maaßregel, die viel, 
leicht von Manchem, aus Unkunde des Vorherge- 
g ngenen, für strenge betrachtet werden dürfte, bin 
ich gezwungen, um meine künftige Lebenszeit vor 
dem seit Mehrern Jahren gehabten vielen Verdruß 
möglichst zu sichern. Sie stützt sich überdies auf 
Gründe und Beweise, welche sie bei Personen von 
Einsicht und Ehrgefühl in jedem Betracht rechtfer 
tigen können; auch ist es nicht meine Schuld, daß 
mein Sohn durch sein Benehmen sowohl vcr, als 
nach der Heirath, nunmehr in Beziehung auf die, 
selbe daö — Alundus vult decipi, clecipiatur 
ergo — Zanz anwendbar auf sich gemacht har: 
' ' sapieijU sutj 
I. C. L. Spinoler. 
iy. ES soll Montag, den §8« Febr., in der Martini, 
straße Nro. Z verschiedene« Schlosser, Werkzeug, be 
stehend in einem guten Amboß, z Sperrhörnrrn,
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.