Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

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Herrn Regierungs « Registrator Gunst eingesehen 
werden kann, gegen baare Bezahlung öffentlich ver- 
auctionirt werden. Cassel, den Z. Februar i8l4» 
26. Von dem in Nr. 7 u. 9 dieser Zeitung angekündtgten 
Allgemeinen Bericht 
von neu herausgekommenen Büchern 
ist so eben das erste Stück vom MonatIa n uar 
erschienen, und bei Unterzeichneten gratis zu bekom 
men. Görringen, am I. Februar -814. 
Heinrich Dieterich. 
Besondere Avertissements. 
r. Es ist ursprüngliche Bestimmung, daß die Land- 
webrregimenter ihre kleinen Monrirungsstücke, beim 
Eintritt in den Dienst mitbringen, oder dem Lande 
die Anschaffung obliegt. 
Se. Kurfürstliche Durchlaucht, Unser gnädigster 
Herr, haben einen abermaligen Beweis höchst Ihrer 
Huld durch die befohlene Anschaffung dieser Stücke, 
welche in Hemden, Schuhen, Strümpfen, Halsbin 
den und Kamascheu bestehen aufKoßen der Kriegs- 
Casse gegeben, und dadurch nicht nur eine neue Last 
von höchst Ihren getreuen Unterthanen genommen, 
sondern auch die Landwehrregimenker in einer kür 
zeren Zeit zu dem großen Ziese, bald in der Mitte 
der edlen Kämpfer der deutschen Freiheit zu fechten, 
gefübret. In einem, durch f-indliche Verwüstungen 
von allem Geld und Materialien-Vorräche gänzlich 
entblößten Staate ist die Mobilmachung eines be 
deutenden Armeekorps von 24,002 Mann in einem 
Zeiträume von sechs W> chcn beinahe vollendet, und 
zahllose Verpflichtungen anderer Art sind erfüll'. 
Dieses wird d.e Geschichte mit Wohlgefallen unseren 
Nachkommen erräklen. 
In de» Staaten Sr. Königl. Majestät von Preußen 
haben die Unterchanen freiwillige Beiträge von gros 
sem Belang zu den Bedürfnissen für die Landwehr- 
regimelUer gebracht. Se. Kurfürstliche Durchlaucht 
halten Sich überzeugt, daß auch hierbei kein Hesse 
einem Preußen nachstehe, sondern eben so gerne wie 
dieser einen freiwilligen Beitrag, jedoch nur allein 
zur Anschaffung der kleinenMontirungsstücke für die 
Larrdwebrregimenter, bringen wird. 
Zur Annahme derselben sind ernannt: 
In Ca fiel, 
Hr. Kriegsrath Gottsched, Hr. Rentmeister Eskuche, 
die Hrn. Rardsverwandeen Wenzel undHofkürfch- 
nermetstcr Korthausen. 
In Hanau, 
Hr. Handelsmann Karl Larvater, die Hrn. Raths 
verwandten Wagner und Widemann. 
In Marburg, 
Hr.Oberrentmeister Jockei und Hr. Rachsschöpf Röß. 
In Rtnreln, 
Hr. Obcrkammerrath Beermann und Hr. Kommer- 
zien-Assessor Meyer. 
lIn Hersfeld, 
Hr. Kommerzien Assessor Braun. 
In Schmalkalden, 
Hr. Forsteath Schreiber und Hr. Bürgermeister Lutz. 
Die öffentliche Bekanntmachung der eingegangenes 
Beiträge wird von 14 zu 14 Tagen geschehen. 
Cassel, am 4. Febr. 181 4 . 
Kurhessisches Kriegs-Kollegium. 
Í 0 t t e x Í e. 
Da der von Sr. Kurfürstlichen Durchlaucht gna- 
' digst approblrte und garantirte Plan zur 56ÜÍH 
hiesigen Lotterie nächstens pnblizirt werden 
wird; so können Diejenigen, welche zu dieser 
auf das solideste eingerichteten Lotterie Collec- 
ten zu übernehmen Willens sind, sich mit 
glaubhaften Zeugnissen , daß ihnen eine Col- 
lectur anzuvertrauen steht, dahier melden; 
wobei jedoch bemerkt wird, daß bei dem Lotte 
rie - Büreau unter 25 Loosen nicht abgegeben 
werden. " 
Cassel , den 3*™ Februar 1314. 
Kurfürstlich Hessische Lotterie- 
Direction daselbst. 
Todes - Anzeigen. 
1. Mein Eheherr der Pfarrer Becker zu Breitenbach 
an der Fulda, endete nach achttägiger Fieberkrank- 
heit fein edles Leben am 30.Jan d. I. durch einen 
sanften Tod. Zu früh verlaßt er mich, indem ich 
selbst sehr schwach bin, mit meinem vier unmündigen 
Kindern, in seinem 52sten Lebensjahre. Mein Vers 
lust ist groß und meine Thränen, welche deefalls 
fließen, sind unaufhaltbar. Wer den Seeligen und 
feinen sanften Karakrer gekannt hat, wie er als Gatte, 
Vater und Freund sich jederzeit aufrichtig und red 
lich verhielt, der wird de» Verlust seines Umgangs 
mit mir bedauren. Ich mache seinen Hintritt in ein 
besseres Leben unfern Gönnern und Freunden hier 
durch bekannt, und empfehle mich mit meinen vier 
Kindern denselben zu fernerer Gewogenheit. 
Friederika Becker, des Seeligen hinter 
lassene Wittwe und Kinder. 
2. Am Zten d. M. starb dahier nach einem Krankenla 
ger von wenigen Tagen der vorhin im Dragonerre- 
qimcnte Landgraf Friedrich gestandene Lieutenant 
Theodor Ohlrogge, vor kurzem zu der Eskadron 
Leibhusaren gesetzt. Seinen Freunden und Verwand 
tenmache ich dieses hierdurch theilnehmend bekannt. 
Cassel, am 7. Januar i8r4. 
Feetz, Platz-Major.
	        

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