Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

( I2II ) 
r. Frische Holländische Heringe sind in derDlonysien, 
straße Nr. 120 beim Kramer Lingemann zu haben. 
3. Es sind z>or einigen Tagen aus einem Garten vor 
dem Cöllnischen Thore. zwei dreisitzige mit grüner 
Dehlfarbe angestrichene, mit abgerundeten leisten 
und Armlehnen versehene, Garrenbänke, gestohlen 
worden, vor deren Ankauf jedermann gewarnt, dem 
Entdecker des Diebes aber eine Belohnung, welche 
Ui der Hof, und Waisenhaus, Buchdruckerei zu rm, 
pfangen ist, hiermtt zugesichert wird. 
4. Neue Holländische Heringe von vorzüglicher Güte, 
desgleichen sehr gute Chocolade, Stockfische, Syrup 
und andere Artikel, sind in sehr billigem Preiste zu 
haben in der Holländischen Straße Nr. 567 beim 
Kaufmann Martin Hahn. 
5. Dem Publicum wird hiermit die Anzeige gemacht, 
daß die fett mehreren Jahren mit dem größten Bei, 
fall bei mir bestellten Steinkohlen jetzt wieder jeden 
Tag, Nachmittags von i bis Z Uhr,. bestellt werden . 
können. Der Preis ist, wie bereits bekannt, auf 
12 gr. xr. Maas frei an die Stelle festgesetzt, und 
die Ablieferung geschiehet prompt zwei Tage nach der j 
abgegebenen Bestellung. Noch ist zu bemerken, daß 
diese Steinkohlen jetzt besonders groß gewonnen wer 
den. Bröckelmann jun., am Packhof Nr. 630. , 
6. In einer sehr gut gelegenen lebhaften Straße all, 
hier stehet ein zur Specerer» Handlung eingerichtetes 
Local, nebst denen zu diesem Geschäft nöthigen com, 
pletten Geräthschaften, wegen Geschäftsveranderung 
des Eigenthümere, zu verpachten. Man wende sich 
des Weitern wegen an 
das Speditions- und Comm. Comtoir von 
Bröckelmann jnn. am Packhof Nr. 630. 
7. Unterzeichneter hat dir Ehre, alle seine Gönner, 
Freunde und Bekannte zu benachrichtigen, daß er 
die bisher dem Traiteur Herrn Schaumburg eigen, 
thümlich zuständig gewesenen Gebäude und Garten 
angekauft hat, und die Wein, und Gastwirthschaft 
darin fortsetzen wird. — Wenn gute Weine und 
Speisen, höfliche und schnelle Bedienung und billige 
Preise die Mittel sind, ihm einen zahlreichen Besuch 
und die Zufriedenheit seiner Gäste zu verschaffen, 
so hofft er diesen Zweck vollkommen zu erreichen. — 
Vom nächsten Sonntag den iZ. November an, wird 
man jeden Sonnrag im Tanzsaal eine gut de, 
setzte Musik, und, er wünscht es, nur gute Gesell, 
schüft darin antreffen. Der Eintritt in denselben 
kostet alsdann 12 Gar. à Perlon, wofür man eine 
Einlaßkarte erhält, die beim Buffet für verlangten 
Wein ober Speisen mit in Anrechnung zu bringen 
ersucht wird. Ausserdem wird er jede Bestellung von 
Gastereien od« sonstigen Festlichkeiten, als Bälle, 
thé dansants rc. mir Vergnügen übernehmen und 
bei^zrimer Benachrichtigung gewiß bestens ausfüh 
ren. Cassel, am 8 November 1814. 
W. Rodemann, 
Wein- und. Gastwirts vor dem Frankfurter Thor. ì 
8. AmBrinkNr. 422 sind bierPferde, ganz fehlerfrei? 
zum Reiten und Fahren, wie auch zwei Wagen, einer 
viersitzig der andere zweisitzig, billigen Preises za 
verkaufen. 
9. Bei Kümmell in derKönigsstraßeNr. 122 sind fris 
scher Labcrtan, Stockfisch und Castanien angekommen, 
und in diesen Lagen erhält er auch Schelfisch und 
Böckinge. 
10. Einhundert Centn« Grummet von der besten Sorte 
sind alsbald zu verkaufen; man melde sich in Nr. 45 
der Frankfurter Straße eine Treppe hoch. 
11. Ein gutes Clavier, einige Fenster und eine Quantität 
feiner Druckerschwärze sind um billigen Preis zu ver 
kaufen; man melde sich im Hause des Zimmermeisters 
Hrn. Schach am Wall auf gleicher Erde. 
12. Den 3i. October und 2. November sind in einem 
gewissen Haufe einige Fenster eingeworfen worden; 
wer den Thäter in Nr. 789 beim Zeughaus anzeigen 
kann, hat daselbst eine Belohnung zu erwarten. 
rZ. Eine moderne fast neue Calesche, auf Reisen und 
zum Spatzieren fahren zu gebrauchen, und zwei andere 
Wagen, für Posthaltereien schicklich, stehen in d« 
Elisabeth« Straße Nr. 234 billig zu verkaufen. 
14. Da die hiesige Classen, Lott«ie die Anzahl ihrer 
Loose verring«t hat, so ist es ohnmöglich, mein 
Haus, Gärten, rc. wovon eine bedeutende Anzahl 
Loose schon abgesetzt ist, nach obig« Lotterie aus 
spielen zu lassen; dieses nöthigte mich. Se. Kur, 
fürstliche Durchlaucht, unsern gnädigsten Landesvat«, 
um Verwilligung ein« eignen öffentlichen Ziehung, 
unter Aufsicht ein« Gerichtsbehörde, unterthänigst 
zu bitten; mein Gesuch ist zugestanden, die Ziehung 
geschieht in Gegenwart Kurfürstlicher Polizei, der Ort 
und Tag der Ziehung wird, sobald die Loose unterge, 
bracht sind, bekannt gemacht werden» 
Caroline le Long. 
15. Bei der Wittwe des Kaufmanns Gottlieb Sattler, 
wohnhaft am Markt Nr. 682, ist außer ihren ge, 
wöhnlich führenden Färb,, Specerey, und Material, 
Waaren, neu«Holl. Labertan, Sardellen, Kapern, 
Holl. Heringe, Duisburger Senf, Castanien, Ci, 
trvnen, und wöchentlich frische Schellfische zu ha, 
ben. Auch ist bei derselben noch von der so beliebten 
* und für das Leder so Vortheilhaften Engl. Schuh 
wichse in Bouteillen, für 8 ggr. zu bekommen. 
16. Montag den 2t. November Nachmittags um halb 
zwei Uhr und die folgenden Tage werden auf dem 
Stadt, Bau dahier verschiedene Effecten von Werth, 
moderne Möbels, Kupfer, Zinn, gutes Porre!, 
latn rc. so wie Tisch, und Bettzeug verauclionirt. 
17. Der Hofschreinermetstcr Siebrecht d. jüng. will seine 
zwei auf dem Möncheberg a» den Siebrechtschen Er, 
ben belegene Garten aus freier Hand verkaufen 
oder vermiethen. Liebhaber dazu können sich deshalb 
bei ihm melden. 
18 » Dienstag und Mittwochen den 22. und 23. d. M. 
sollen in her Beharrsrrnffdeö Schloffermeisters Hklh
	        

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