Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

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-en hierdurch und in Kraft Auftrags von Kurfürst 
licher Regierung zu Cassel edictahter vorgeladen, 
Montag den 7. November l.J., Vormittags y Uhr, 
entweder persönlich oder durch hinlänglich Bevvü, 
mächtigre vor hiesiger Gertchtsstelle zu erscheinen, 
und ihre Forderungen gegen den inzwischen bestellt 
werden sollenden Contradictorem, bei Vermeidung 
der Präclusion, gehörig zu liquidiren. Zugleich wer, 
den auch die Geschwister des verstorbenen Gemeinen, 
Schuldners andurch aufgefordert, ihre Erklärung: 
auf welche Art der dem Cridario von dem gemein, 
schaftlichen Guth Kalckhvff nebst zugehöriger Mühle 
bei Wannftied, gebührende Antheil, welcher der 
Concursmasse zufallt, ausgemittelt werden soll, ad 
protocollum zu erstatten. Oberaula, am 2Z. Sep, 
tember 1814• K. H. Justitz,Ämt allhier. 
F. W. Buch, Siebert, 
Amtmann. Amts - Secretarius. * 1 
Verkauf von Grundstücken. 
1. Bischhau sen. AufInstanz des Schullehr. Schab, 
acker als Vormund des minderjährigen Sobns des 
verstorbenen Gerichksschöpfen Johann Henrich Fi, 
scher zu Röhrda, Namens Nicolaus Fischer ebenda, 
selbst, sollen folgende seinem Cucanden und der 
nachgelassenen Wittwe des genannten Gerichteschö- 
pfen Henrich Fischer, Caroline geb. Beyer, auch 
deren drei unmündigen Kindern: namentlich Anne 
Elisabeth, Johann Jacob und Anne Carharine 
Fischer, daselbst zuständige in und vor Röhrda hie, 
sizen Amtes gelegene Immobilien, als : 1) ein 
Wohnhaus, Scheuer und Stallung in Dierstheim, 
zwischen Henrich Heckeroth und Barbara Feigen gelc, 
gen; 2) eine Mahl,Mühle mit einem Gange; 3) i Ack. 
Garten beim Hause; 4) 2 Ack. Land zum Hause 
gehörig, hinter dem Weinberge gelegen; 5) 2 Ack. 
Land desgleichen zum Hause gehörig, in der Enten- 
Kutten, zwischen Johannes Sauer und Christoph 
Schnittler gelegen, und 6) ganze Gemeinds-Nuz, 
zung, öffentlich meistbietend gegen baare Bezahlung 
in Hessen, Cassa, Währung verkauft werden. Nach, 
dem nun hierzn Termin auf Sonnabend den 29. Octo, 
. der dieses Jahrs Vormittags 10 Uhr in die Behau, 
sung des Schultheißen zu Röhrda angesetzt worden; 
so wird solches Kaufliebhabern hiermit bekannt 
gemacht, damit sie alsoann erscheinen, ihre Gebote 
thun und nach Befinden des Zuschlags sofort ge 
wärtigen mögen. Am 16. August 1814. 
Kurfürstl. Amt daselbst. Faust, Amtmann. 
2. Eschwege. Auf Nachsuchen des Schuhmacher, 
Meisters Joh. Hilleörand allhier, sollen, ausgeklagter 
Hypothekar. Schulden halber, folgende demEinwohner 
Johann Adam Albrecht und Agnese dessen Ehefrau 
geb. Hitzeroth zu Jestädt gehörige Immobil < Stücke, 
als r ein Wohnhaus §ub Nro. so, per Brand- Affe, 
eurations, Casse, nebst einer Scheuer und Stallung, 
Backhaus mit Aufsatz und Kammer darauf, und 
einem zweitheiligen Schweine, Stall, in termino 
legali auf den 15. November d. I. bestimmt, an 
den Meistbietenden versteigert werden. Kaufliebhabev 
können sich demnach besagten Tages Morgens y Uhr 
vor hiesigem Amt einfinden, bieten und der, Meist, 
bietende nach Befinden des Zuschlags gewärtigen. 
Zugleich werden etwaige weitere Pfand-Gläubiger 
aufgefordert, ihre Ansprüche und respective For, 
derungen in praefixo sub praejudicio praeclusi 
geltend zu machen. Am 5. September 1814* 
E. Heuser, Justizamtmann. 
3. Eschwege. Ausgeklagter Schulden halber soll, 
auf Instanz des hiesigen Tuchmachers Johannes 
Heinemann, das dem Einwohner Jacob Stiederoth 
und dessen Ehefrau zu Jestädt zugehörige Wohn 
haus sub Nro. 45, Brand, Steuer, Catastri , nebst 
einer zweitheiligen Scheuer und Stallung, Hofraide 
und Garten dabei, auch den Gemetnds - Berechtig, 
keilen, zwischen Johannes Siebert und Johannes 
Grebensteins Rel. gelegen, an den Meistbietenden 
verkauft werden, und ist hierzu terminus legalis 
auf Donnerstag den 17. November d. I. anberaumt 
worden. Kaufliebhaber können sich demnach in prae 
fixo Morgens 9 Uhr vor hiesigem Amt einfinden, 
ihre Gebore thun und der Meistbietende nach Befin, 
den des Zuschlags gewärtigen. In diesem Termin 
müssen auch allenfallsige weitere Pfand, Gläubiger 
ihre Ansprüche und Forderungen an obgemeldtem 
Hause, sub praejudicio praeclusi , geltend machen. 
Am 8. September 1814. E. Heuser. 
4. W i t z e n h a u sen. Ausgeklagter Schulden wegen 
sollen Dienstag den 22. November Vormittags lv Uhr 
in der Amtsstube dahier, folgende dem Caspar 
Schmidt zu Oberrieden zugehörige Grundstücke, 
als : /7 Ack. 8r5 Rt. Erbland, so mit halbem Dienst 
dienstbar aber zehntfrei ist, am Heubel; Ack. 
8/<r Rt. dergleichen daselbst, und Ack. 3 Rt. 
dergleichen daselbst gelegen, sol. 471 Catastri be, 
schrieben, meistbietend verkauft werden. Diejenigen, 
welche auf ein oder bas andre Stück bieten wollen, 
können sich zur bestimmten Zeit einfinden; zugleich 
werden diejenigen, welche rechtliche Ansprüche an 
obigen Grundstücken zu haben vermeinen, aufge, 
fordert, im besagten Termin selbige bei Strafe der 
Abweisung zu begründen. Am 9. September 1314. 
' K. H. Amt daselbst. Plümcke. 
5. Cassel. Nachfolgende zum Nachlaß des verssor, 
benen Kaufmanns Hrn. Georg Helmuth sen. gehö 
rigen Grundstücke, als : i) ein Garten am Mönche, 
berg auf die Ahne stoßend, mit vorzüglichen Obst, 
sorten bepflanzt, in mehrere Terrassen abgetheilt 
und mit steinernen Treppen verbunden, auch mit 
einem Häuschen , Hainbuchen \ Hütten , Geschirr, 
Häuschen und einer Dielenwand auch Einfahrt 
versehen, nach der Ch. x. Nr. 35. Ack. haltend,
	        

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