Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1813)

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ten Seite, weißen Füßen, bunten Kovfmitabgeschnit, 
tenen Ohre^, Glas, Augen und in der Größe eines 
jungen Mopsbundes. Wem derselbe zugelaufen seyn 
' sollte, wird gebeten/ ihn in Nr. 889 am Kloster, 
platz gegen ein Trinkgeld abzuliefern. 
12. Denen Herren Distrikts» und Kantons < Notarien 
welche ihre dem Staat zu leistenden Kautionen bis 
einschließlich Ende Januar d. I. berichngt haben, 
wird hierdurch bekannt gemacht, daß Die verordne, 
ten Certrftkate über ihre sowohl baa? als auch in 
Etaatepapieren bestelltenKautionen von Seiten des 
Staatsschatzes ausgefertigt, und von dem Herrn 
Präfekten des Fuldadeparrements an das hiesige Trf, 
bunal gesandt worden sind, mithin nunmehr beim 
Sekretariate des h-esiqen Distriktetrtbunals, welches 
auch über die Zahlung der Stück »Zinsen Nachricht 
ertheilen wird, gegen Bescheinigung in Empfang 
genommen werden können. Kassel den i 7 - April *8 ‘ 3 * 
Königliches Distrikts, Tribunal. 
13. Da ich wein bisheriges in der Georgenstraße ge» 
habres Lokal verlasse, und nunmehro in der Frank» 
furcher Straße Nrv 34. vhnweil dem Frankrurlher 
Thore, ziehe, so habe ich hiermit die Ehre ein 
geehrtes Publikum zu benachrichtigen, daß man 
nach wie vor bet mir alle Sorten guter Weine und 
Drandteweine haben, wie auch Frühstücken, Mit, 
taa und Abend speisten kann. Meine werthen Hrn. 
Gäste welche mich bisher mit ihrer Gegenwart beehrt 
haben, ersuche ich ferner um ihren gütigen Zuspruch. 
Daniel Braud. 
14. Bade,Nachricht, betreffend die sei» 
fenartigen, eisenhaltigen, auch Schwe 
felbäder zu Rehburg. Dem verehrlicken 
Publiko zeige ich hiemtr an, daß mir dem erstrn 
Juniu allhier Alles zur Aufnahme der Kurgäste 
gehörig vorbereitet seyn wird, auch daß ich mir 
fernerhin ein Vergnügen daraus machen werde, die 
wegen eines guten Logis etwa an mich ergehenden 
Aufträge bestmöglich auszurichten. Was die Na 
tur und d>e Heilkraft dieses so ungemein freundlich 
liegenden Padee betrifft, so ist hier nicht der Ort, 
davon zu reden, sondern ich darf mich deshalb auf 
die in mehreren medizinischen Zeitschritten bcfindli, 
cken Aufsätze beziehen, in welchen durch die Mit 
theilung der gemachten Erfahrungen der frühern 
Jahre bewahrheitet ist, wie die Rehburgcr alkalisch, 
mineralischen Wasser theils mit, theils ohne Zumi 
schung unsers Schwefeiwassers, als Bad ange» 
wandt, besondere unter andern in der Gicht, Lad» 
mung, Nerven, und Hautkrankheiten, Fisteln, 
Verhärtungen im Unterleibe, vorzüglich in der Le» 
der, Schwindsüchte, Anlagen, Schwächen, selbst 
mit Zehrung, nicht weniger in der alkerlichen Ad, 
jehrun^ (niarasmus senilis) und in vielen dem 
Alter eigenthümlichen.Belchwerhen, ein auegezezch, ' 
) 
netes Heilmittel darbieten. Rehburger Brunnen, 
Anfangs April. Der Brunnen»Dtkeklor und Arzt, 
Doktor Albere. 
y Metzen Waitzen, 74 Viertel 1 Metze Roggen, 
2 Viertel Gerste, 81 Viertel 10 Metzen Hafer und 
1 Viertel Molterkorn melstbickhend verkauft und 
nach Befinden sogleich zugeschlagen. 
Fritzlar den 13. April 1313. 
Der Kreis, und Dvmatnen, Einnehmer, 
Iöst mann. 
16 . In der Feldflur der Kommune Kernbach Kanton 
Caldern hiesigen Distrikts benutzen die von Höster, 
fchen und von Sonnebornfchen Erben einen Antheil 
Zehnten, welchen die Zeynkpfiichrigen dieser Kom, 
mune auf die gesetzliche Werse abzulösen, vor un, 
terzetchnetee Komtre erklärt haben. Da indessen 
die devfalsigen Verhandlungen aus der Ursache nicht 
beendiget werden konnten , weil dre bisherigen Pach 
ter dieser Zehnten ungeachtet mehrerer Fristgeftat, 
tungen weder hinlängliche Vollmachten von ihnen, 
angeblich in verschiedenen Theilen Deutschlands an, 
fefstgen Mandanten beibrachten, noch die ersvrder, 
lichen Bescheinigungen, baß dieselben ausschließend 
alleinige Eigenthümer des Zehnten seyen, exhlbir, 
ten; so werden hiermit Vie von Ho ersehen und von 
Sonnebornschen Erden aufgefordert, inuethalb 6 
Monaten a dato vor unterzeichneter Comite zu er, 
scheinen, wegen des Ergenrhums des fraglichen 
Zehnten sich zu legitimiren. und auf die geschehene 
Avlösungs, Gebote der Zehntpflichngen zu erklären. 
Wird diese Verfügung binnen der bestimmten Zeit 
murr befolgt, so haoen o»e Eigenthümer zu erwar, 
ten, daß die Abiosungs, Summe offiziell ausge, 
mittele und deren Depvuirung, so wie die gerrcht, 
ltchc Einweisung in den Genuß der Zehnrantheile, 
von den Zehnrpfiichtigen auegewurkt werde. 
Marburg am 4ten September 1812. 
Das zur Ablösung der Zehnten, Zinsen ic im De, 
parirment der Werra verordnete Conine, 
Pràfekturralhev. Starck, Hille, Hein 
und Präfekt A. v. Tro rr. 
17. Es steht in der Karlshafer Straße Nr. 456, im 
goldenen Wernsaß ein zweiifanniger Ehaiieuwagen 
zu verkaufen. 
18. Es wünscht jemand ein recht gutes Fortepiano, 
vom hiesigen Instrumentenmacher Wtlheuni vìNer, 
tigt entweder zu verkaufen oder luvnatöwe,le zu ver, 
miethen. In Nr. i00vordìM Sràndeplatz, 2 Trep, 
Pen hoch, ili das Nähere zu erfahren. 
19. Unterzeichnete erbietet sich Unterricht zu geben im 
orhinairen «nh feinen Nahen, wie auch in weiser 
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