Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1812)

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tairê du roi, un musicien Considéré, se promettre 
de dansff dî«i 1 « baijeis du Eccreen;-. Gentii- 
homme 1) faut se reporter aux jours de gloire de 
Louis XIV, songer à la prodigieuse influence qu’il 
exerçait. Amuser le maître était le nec plus ultra de 
l'ambition d'un courtisan. Dailleurs le roi avait 
figuré lui même dans les ballets, sur le théâtre de 
la cour, et Racine avait eu depuis peu la gloire de 
corriger le monarque. A la réprésentation de B ri tan- 
fil Cl) s, Louis XIV. fut frappe des beaux vers dans les 
quels les Romains reprochent au jeune Néron les 
▼ains amusemens de l’héritier des Césars : 
Il excelle 'à conduire un char dans la carrière etc. 
Il est douteux que Racine, aussi délié courtisan 
que grand poète, ait voulu faire une allusion, 
mais la leçon ne fut point perdue. Ce trait ho 
nore également le prince et le sujet: et qui, plus 
qui Louis, eut été excusable de méconnaître la 
vérité, enivré qu’il était des faveurs delà fortune; 
assiégé de flatteurs pour qui les vertus du souve 
rain sont une véritable calamité? 
On retrouve dans le Souper d’Auteuil la touche 
légère, gracieuse, flexible de l'auteur d’Anaxi- 
mandre. Mr. Audrieux a intercalé dans le rôle de 
Lafontaine quelques beaux vers de ce poète: en- 
tr’autres ceux dans les quels il peint, avec tant 
de charme, les derniers soupirs de l’homme de 
bien, parvenu au terme d'une longue carrière: 
Rien ne trouble sa fin, c'est le soir d'un beau jour. 
* ♦ * 
Generaldirektion der Amortisationskasse. 
Die Staatsgläubiger werben hierdurch benachrich, 
tigt, daß vom ersten Januar k. I. an gerechnet, die 
Zahlung der Zinsen der westphäl. Reicbeschuld, für 
bas laufende und die verflossenen Halden Jahre, sowohl 
ln den auswärtigen Kassen, als bei derGeneral-Inten, 
ban; des Staatsschatzes, den in dem königl. Dekrete 
vom .8. November d. I. enthaltenen Bestimmungen 
vnd Unterscheidungen gemäß, ihren Ansang nehmen 
wird. Nämlich: Die Loupons lit. A. bei allen Di, 
ftriktStEinnehmern ; die Coupons lit D. F. und L bei 
dtm GeneralEinnehmerzu Kassel; die Coupons Ut. C. 
6. und K bei dem General,Einnehmer zu Braun» 
fchweiz; die Coupons Ut.'M.N.E. und J. bei dem Ge, 
neral-Cinnehmer zu Magdeburg; die Coupons lit. v. 
H und F. bei dem General Einnehmer zu Hannover, 
und endlich die Coupons aller dieser Buchstaben bei 
der EeneralrIntendanz, sofern deren Nummern vorher 
bei der Amortisativnekasse angezeigt und eingetragen 
fenn werden. Gleichfalls werden von gedachtem Tag; 
an bei der GenerabIntendanz die Renten bezahle wer, 
I des 5 ^ 7 .:gt, rkrñ pachtete» Tonkünstler, sich lühuirü 
zuhören, erwerbe indenBällclv 0¿s bürg erlichen 
Edelma nns Tanzen. Mau muß aber zurückdenken 
an die ruhmvollen Tage Ludwigs XIV, an den wunder, 
baren Einfluß den er auf die Gemüter hatte. Den 
Herrn ergötzen, war das nee plus ultra der Höf, 
lingöehre. Zudem war der König jelvst auf dem Hof, 
rheater, in den Ballete ausgetreten und Racine hatte 
vor kurzem den Ruhm den Monarchen zu bessern. 
Bei der Aufführung des Britanntkus, ward Ludwig 
betroffen von dem ernsten Sinn der schönen Verse, in 
denen die Römer den jungen Nero seine unkaiserlichen 
Vergnügungen vorwarfen: 
11 excelle a conduire un char dans la Carriere 
etc. 
Racine, der ein eben so feiner Hofmann, als 
großer Dichter war, hat wohl schwerlich eine absictt, 
liche Anspielung machen wollen; die Lektion aber gtng 
darum nicht verloren und es ehret dieser Zug den Für, 
sten sowohl als den Unterthan, denn, wer wäre wohl 
mehr ais Ludwig zu entschuldigen gewesen, wenn er 
die Wahrheit verkaunt hätte, trunken wie er war 
von der Gunst des Glückes, umlagert von Schmeich, 
lern, für welche die Lugenden eines Monarchen ein 
wahres Drangsal sind ? 
Man findet in dem Souper von Anteuil, die 
leichte anmuthige Färbung des Verfassers des Auaxi, 
mander; A n d r i e u x hat in der Rolle des Lafontaine 
einige schöne Verse dieses Dtchlers eingeschalter, unter 
andern die, worin er mit allem Zauber der Dichtung 
die letzten Athemzüge des rechtschaffenen an das Ziel 
eines langen Lebens gelangten Mannes schildert: 
Nichte trübt sein Scheiden; es ist der 
Abend einer schönen Tags. 
* * * 
den, die bisher von der Amortisationskasse bestritten 
worden sind. Die Gläubiger, welche ihre altenKapi, - 
talforderungcn haben liquidiren lassen, und, ohne 
schon im Besitz von neuen Obligationen zu seyn, über 
die rückständigen Zinsen Bons empfangen haocn, kön, 
nen glcichergeftalt von oben gedachtem Tage an, ihre 
Zinsen für das Jahr rgn bei dem General Einnehmer 
des Wohnsitzes desjenigen Liquidators in Empfang 
nehmen, bei welchem sie ihre alten Derbriefungen hin, 
terlegt haben. Kassel, den 30. Dezember >8u. 
Wiewohl ich nicht zweifle, daß die Herren Kanton, 
Maires des Fuldadcparkemente die ihnen über die 
Anlehnsbeiträge von 1808 zu feiner Zeit zuqefertigten 
Obligationen den Kreditoren überall werben eingehän, 
digt haben, daß die von den Kreditoren refundirteZin, 
fen der Vorschrift gemäß an die Distriktekaffcn werden 
eingesandt, und daß sämmtliche Jnterimsscheme wer, 
den remittirt seyn; so ergehet doch an die Herren 
Kantonmairee des hiesigen Departements hiemit die 
Aufforderung, dis zum isten Januar k. I. bei der
	        

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