Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1811)

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me«. Er spricht Deutsch und Französisch und hat 
schon mehrere Jahre gedient. Auf dem Markt 
Nr. 701 im dritten Stock erfährt man das Nähere. 
2. Ein Mensch wclà französisch, italienisch und 
Deutsch sprechen, rasiren, frisiren und kochen kann 
und die Aufwartung versieht/ wünscht entweder «U, 
hier oder auf Reisen in Kondition zu kommen. 
3. Ein junger Mensch, welcher ehemals bei der Hand, 
laug gestanden hat, und mir guten Attestaten ver, 
sehen ist, wünscht hieraufeinem Büreau als Schrei 
be: angestellt zu werden. 
Kapitalien, welche aufzulehnen: 
1. 600 Rthlr. sogleich auf die erste gerichtliche Ver> 
schreidung, ggaen gewöhnliche Interessen, und ist 
in der Klostcrinaße Nr. 620 in der ersten Etage, nä 
here Nachricht za haben. 
2. Verschiedene große und kleine Kapitalien sind auf 
annehmliche Hypothek in Kommission sogleich zn 
haben, beim Handelsmann Appell in derPetrisitaße 
Nr. 2*2. 
Kapital, welches zu lehnen g s u ch t 
* * wird: 
1. Die Stadt Borgentreich, im Distrikt Höxter, sucht 
ein.Kapital von 5oo Rthlr., so derselben in fran 
zösischen Laubthalern dargeliehen, und vor einiger 
heit gekündigt worden. Der oder diejenige, welche 
besagte Summe gegen sichere Hypothek, so in dem 
Städtischen Immvbiliar - Vermögen bestehr, der 
Kommune Borgeutreich anderweit vorzustrecken ge, 
neigt seyn möglen, belieben der hiesigen Mairie da 
von gefälligst schleunigst Nachricht zu -eben. Be 
verungen den LOten August iZn. 
Der Kanron6)Maire Lenz mann. 
2. 25oo Rrhlr. auf die erste Hypothek eines Hauses. 
Bekanntmachung von verschiedenen 
' Sachen: 
1. Es steht eine gute Flöte von Ebenholz, mit drei 
Mittelstücken, silbernen ui,, Ai», t uno bKiappcn 
von Grenzer in Dresden verfertigt, sodann ein Fa» 
gort von Ahreuh-olz nebst zwei Mittel,rucken, um 
billigen Preis zu verlaufen. 
2. Eine Kuh in Nr. iiO der Dionysienstraßc ist zu 
perisluje«. 
3. à'Schreib-Sekretaìr'von Eichenholz unttr dcnp 
Komlnodeu sind, steht zn ;I Rrhlr. zu verlassen. 
- Srr. 1 155 in der untern Königsstraße. 
4. In der Eilfaberyecstraße Nr. 213 sind etliche Klei 
de: Wolle zu verkaufen. 
5. Ja dcv Oberrcurmcister Kleinfchmidrs Behausung 
ist die ganze Bel Elagc, welche auzlyo Sr. Exzellenz 
der Herr Minister Baron von Seldy bewohnen, auf 
den erste» November zu vermicthen, st« bestehet aus 
24 meist iapezirrcn Piecen, nebst Stallung für acht 
Pferde, Remisen zu 4 Wagen, Holzstall, zFourage, 
Boden, 2 Keller, Mirgebrauch des Waschhauses, 
einem kleinen Garten und der Promenade im großen 
Garten. 
6. Den 27. August sind aus einem Hause der hiesigen 
Residenz, vermittelst Oeffnung eines Thürschlosses, 
nachfolgende Sachen entwendet worden, als: l.cine 
moderne goldene Repelir-Uhr mir goldener Kette und 
zwei goldenen Petlfchafteu mir Karnevlstetnen, auf 
dem emen Petschaft findet sich ein geschlungen K.JL 
geschnitten, und auf dem andern ein Blatt mit der 
- Umschrift: Je ne change qu’en mou/ant. 2) vier 
Stück Zeromd'vrs; 3) zehn Stück Oberhemden; 
4) zwei Nachthemden; 5) zwei weiße gestickte We, 
sten; d) drei Westen von weißem Pique, eine wol 
lene uud eine seidene Weste; 7) ein Oberrock von 
dunkel grüalichbraunem Tuch. Demjenigen wer ei 
nige Nachricht hierüber Mittheilen kann, dergestalt, 
daß entweder der Thäter «usfiudig gemacht, oder 
d»e gestohlenen Sachen herbeigeschafft werden, wir» 
eu,e Belohnung von 15 Thlr. zugesichert. 
7. In der Debitsache de« Christian Arhauec zu Welda, 
ist von dem unterzeichneten Gericht, unterm heutigen 
Dato ein Kollniatlonsr Urtheil gefällt, und nebst 
dem Kiafsifikations,Schema an das schwarze Brett 
der alten Reussir- Stube anzuheften verordnet wor, 
den, woselbst solches eingesehen werden kann. Zum 
Streit über den Vorzug sieht sodann daselbst den 
3len Oktober Termin »ul» pocna praeclusii. Kassel, 
den i7* August i8ti. 
Aus königl. Distrikts-Tribunal. 
8. Der Schreinergeselle Henrich Brösle, aus Mein» 
bressen, welcher vor i \ Jahren in die Fremdege, 
gangen »st, wird von ftruem Vater bringend aufge 
fordert, sobald wie möglich in seine Hclmath zu 
rück zu kehren und dem Konskripllensgefetze Genüge 
zu leisten. 
9. Eine Person welche etwas von der Küche so wie 
von.yaushaltsgcschäften verstehet, gegen guten Lohn, 
sogleich ober auf Michaelis. 
»0. Es »st ein Schreibfekretair, welcher ro Schubladen 
hat, umdieHäifte des Preises, was er gekost«ha^ 
zu verkaufen. 
11. Verschiedene schöne Häuser in der besten Sage der 
Stadl, wie auch schöne Garten und gute Ländereyen 
sind zu verkaufen. 400 Rthlr. werben auf erste gute 
Verschreibung zu lehnen gesucht. Ran melde sich 
beim Schneider Löber in der Kruckgasse, Nr. 585 , 
-am Kaufmann Hru. Wtllius. 
12. Ein sehr schöner Teppich, 12Ellen lang und -El 
len breit; ferner 2 große Trimeaux, Spiegel mit mo 
dernen Marmor t Lische» e« dazu; ein Mahagoni 
Casseclischchen und 1 D«tzend auf Christallart ge 
schlissene Caravinea mit den Gläsern dazu. 
13. Wenn jemand die Milch einer Eselin, oder das 
Thier selbst zu verkaufen wünscht, so kaun ihm aus 
Anmelden im Hause NB. 120 der Jldaiitsiraße tm 
rren Stockwerk ein Kaufes nachgerviess» »erden.
	        

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