Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1811)

( icos ) 
donne des remèdes , je ne les fais point , et je guéris. 
Mr Dimanche est un chef d’oeuvre: cette scène 
aura le mérite de la nouveauté, tant qu’il se trou 
vera un grand seigneur adroit et un créancier 
imbécille. 
Le rôle principal demande beaucoup de noblesse, 
d’aisance et de dignité. Don Juan est toujours de 
sang froid, même au moment où la statue l’en 
traîne. L’acteur doit s’attacher à débiter parfaite 
ment les vers. Collignon a été applaudi et il le 
méritait. Bourdais (Sganarelle) a en occasion de 
déployer tout son talent: en voit qu’il a médité 
longtcms son rôle et qu'il l’a étudie dans toutes 
ses parties: il serait difficile d’avoir plus de na 
turel, de gai té, de bon comique. Les lazzis du 
repas ont été un peu prolongés. Sganarelle est 
gourmand comme un laquais, mais ce vice peut 
etre indiqué, sans qu’il soit nécessaire de ralentir 
la marche de l’action, qui n’est jamais bien vive 
dans une comédie de caractère. Les antres roles 
sont assez, insignisians : Mme Merville a déclamé 
celui d’Elvire, montée comme à son ordinaire sur' 
le cothurne. Belleville n’a pas mal rendu la scène 
des reproches : 
Quandoque Chryses tímido delitigat ore. 
Moliere était à la fois, auteur, directeur, acteur: 
«n conçoit que le temps devait souvent lui man 
quer: il a écrit le Festin de Pierre en prose; Th. 
Corneille l’a mis en vers Ariane et le Festin de 
Pierre sont les seuls de ses ouvrages qui soient 
restés au théâtre. 
» * * 
• Da einer Entscheidung Seiner kLnigl. Majestät vom 
igten voriges Monats zufolge zu den erledigten Unter« 
sffiziers und Soldakenstellen der Departtmrnralkvm« 
pagnie künftig vorzugsweise solche Subjekte vorgeschla« 
J en werden sollen, welche, ausser den im königlichen 
)ekret vom ' >ten Juli igoZ die Organisation derDe, 
partemenral-Kompagnie enthaltend, erforderlichen Ei« 
genschalten auch in den Armeen Seiner Majestät ge« 
dient baden, so wird solches hierdurch zur Wissenschaft 
des dabei intetessirten Theils des Publikums gtvracht, 
und haben die Subjekte der vorgedachten Art, welche 
bei der hefigen Departement»!«Kompagnie anzukem« 
nrn wünschen, sich deshalb mit Produzirunq ihres 
Abschiedes bei demKomvagnie-Kommandanten zu meh 
den, um für künftige Vakanzen nvtirt zu werden. 
Dassel, den 14. Dezember '811. 
Der Präfekt desHuldadepartemeirls, 
von Ne im an. 
ihm, was machenSie denn mit ihm?—Sire, 
wir räsonniren miteinander über meine 
Krankheit; er verschreibt mr Arznei, ich 
brauche sie nicht und werde gesund. Herr 
Dimanche ist ein Meisterstück; dieser Auftritt wird 
neu und interessant bleiben, so lange es gewandte große 
Herren und dumme Gläubiger giebt. Die Hauptrolle 
erfordert viel Adel, Anstand und Würde. Don 
Juan ist immer kaltblütig : selbst in dem Augenblick, 
da der kalte Marmorarm seines schrecklichen Gastes 
ihn erfaßt. Der Akteur muß vor allen Dingen die 
Verse gut vorzutragen suchen. Collignon ist ap« 
plauvirt worden, und er verdiente es. Bourdats 
(als Sganarelle) haue Gelegenheit sein ganzes Talent 
zu entfalten. Man sieht wohl, daß er lange über se ns 
Rolle nachgedacht, daß er sie in allen ihren Theilen 
studirt hat. Es ist wohl schwerlich ein natürlicheres, 
fröhlicheres, ächrtomifcheres Spiel anzutreffen. Die 
Schnurren bei Tisch haben aber wohl ein wenig zu 
lange gedaueri. Sganarelle ist zwar gefräßig wie 
ein Lakai; das kann aber wohl angedeutet werden, 
ohne den Ga.:g der Handlung , der in einem Katakter« 
stück ohnehin nie sehr lebhaft ist, aufzuhalten. Die 
andern Rollen sind ziemlich unbedeutend. Madame 
Mervtlle hatte in der Rolle der Elvira wie ge« 
wohnlich den tragischen Kothurn angeschnallt. Bel, 
leville hat indeß die Szene der Vorwürfe nicht gar 
übel gegeben. 
.Quandoque Chryses tumido delitigat ore. 
Möllere war Verfasser, Direktor undSchauspte, 
ler zu gleicher Zeit, und da muß es ihm manchmal an 
Zeik gefehlt haben. Das Festin de Pierre har er blos 
in Prosa geschrieben, Thomas Corneille hat es 
iu Verse gebracht; von diesem Dichter sind blos Ariane 
und der st e i n e x n c Gast auf der Bühne geblieben. 
* * * 
Da meine Kassenstube, vom 23. d. M. in den Revthof 
neben der ehemaligen Münze verlegt wird; so mache 
solches denjenigen, weiche Zahlungen an mich zu leisten 
haben, mit der Bemerkung bekannt, daß ich daselbst 
von Morgens 8 bis 12, und Nachmittags von 1 dis 5 
Uhr anzutreffen bin. Kassel, den -o. Dezember ist r. 
Der MunizipahEinnehmer, Rendant, 
Stumme. 
Da der zu Einzahlung des dritten Termins der Ka« 
fernenbausteuer bestimmte Termin unterm rzien vorigen 
Monats abgelaufen ist; so werden in Gemäsbetr em<S 
mtr ertheilten Auftrags, diejenigen Hausetgenthümer, 
welche mit ihren Beitragen noch in Rückstand er« 
innert, solche vor dem 2«iten dieses Monats unfehlbar 
abzutragen indem nach dieser Zeit die Riste gesey, 
mäßig eingefordert werden sollen. Kassel, am xo # 
Dezember 1011. 
Drr MunizipalrEinnehmer, Reodartt, 
Stumme.
	        

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