Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1811)

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sch ausgebildet hat/ empfiehlt sich als Greffier bei 
Friedensgerichten in vorkommenden Vakanzen. Er 
ist zu weiterer Legitimation bereit. Man beliebe 
sich in frankirten Briefen an den Staateratb-, Ad, 
vokat Engelhard in Kassel wegen näherer Auskunft 
zu wenden. 
i l. Ein Mann von gesetztem Alter und guter Familie, 
welcher geraume Zeit bei einer Mairie die Geschäfte 
mit expedirt hat, eine deutliche und geläufige Hand 
schreibt, in Rechnungezeschäfien und tabellarischen 
Arbeiten geübt, und mit guten empfehlenden Zeug 
nissen versehen ist, wünscht hier oder in hiesiger 
Gegend auf einem Bureau ein festes Employ. Auch 
übernimmt derselbe einstweilen Kopier und Rech, 
nungsgeschäfte an. 
Personen, welche verlangt werben: 
1. Ein Lehrling bet einem Metier von honetten Eltern 
gegen gute Behandlung. 
2. Auf ein Landgut vei Kassel, ein Höhmann oder 
Oberknecht der die Oekonomie versteht und thätig 
ist, gegen einen guten Lohn, auf Christtag. Das 
Nähere beim Hrn. Distrikts-Notar Rangen im so, 
genannten Stockholm wohnhaft. 
Z. Ein Hausknecht der gute Attestate seiner Treue hat, 
auf Cbristtag. Die Zeitungs, Expedition sagt wo? 
4 Ein Lehrling, welcher Lust hat, die Schuhmacher, 
Profession zu erlernen und von guter Erziehung ist, 
wöbe» dessen Treue verbürgt werden muß, weit der, 
selbe unter eigener Aufsicht gestellt und nie zur Auf, 
Wartung der Gesellen gebraucht wird, kann placirt 
werden bei Christ. M ü h l b e i n, Schumachermeister. 
5. Ein Kellner in ein hiesiges Gasthaus, sogleich. 
6. Ein Kellner, der deutsch undfranjdsisch spricht und 
wo möglich schreibt, und mit guten Attestaten über 
seine Treue und Betragen versehen ist, sogleich. 
Un garçon, qui bâche parler français et alle 
mand, et qui soit pourvu de bons certificats de 
sa conduite, tout de suite. 
7 . Es wird fin Bedienter gesucht, der schon gereist 
hat, und den Dienst überhaupt versteht, um so, 
gleich auf vortheilhaften Fuß, tmt einer Herrschaft 
eine Reise von einigen Monaten zu machen. Es 
wird keiner angenommen, der nicht mit den besten 
Zeugnißen versehen ist, oder sonst Vortheilhaft von 
hiesigen Herrschaften bekannt wäre. Das Nähere 
in der Waisenhaus, Buchdruckerei. 
Kapital, welches auSzulehnen: 
1 . 2ooo und etliche hundert Thaler, getheilt oder bei, 
fammen, auf die erste Hr pvtbek eines Grundstücks 
oder Wohnhauses. In der Fischgaffe Nr. 8l8das 
Nähere. 
2. 400 , 500, IOfO bis 5 oder 6000 Rthlr. liegen zum 
Auslehnen vvrräthig. Liebhaber melden sich in der 
Pelnftraße Nr. 276. beim Handelsmann Appel, 
Oblaren, Fabrikant. 
Kapitalien, welche gesucht werben. 
r. Die Stadt Rothen, obnweit Arolsen, hat die 
Fürstl.. Meyerey Laubach für 43000 Rthlr. gekauft, 
und suchet zur völligen Bezahlung auf die erste Hypo, 
thek 2 Zcxx> Rthlr. zu 5 pr. Et. stückweise. Liebhaber 
melden sich in der Petristraße Nr. 276. beim Ob, 
laten,Fabrikant Appell. 
^Bekanntmachung von verschiedenen 
Sachen: 
1. Im Bröckelmannschen Kommissions, Bureau am 
Brink Nro. 5 18 ist eine Parthie Fichtensamen von 
bester Güte zu 4' Ggr. das Pfund frey zu verkau, 
fcn. Die Emballage und sonstige Kosten werden 
besonders berechnet. 
2. Eine junge weiße Spitzhündin mit etwas gelben 
oben zugespitzten Ohren, wird seit einigen Wochen 
vermißt, wer dieselbe beigethan, erfährt den Eigen, 
thümer gegen ein angemessenes Trinkgeld, in der 
Waisenhaus, Buchdruckerei. 
3 . Auf dem Graben in de- Bäckermeister Schrö, 
Vers Haufe, sind recht gute Lichter, 6 , 7 bis 8 
Stück aufs Pfund zu haben; 4} Pfund 1 Rthlr. 
4. L’encre la pîûa renommée de Fiiclius de Grii- 
netanne, qui est inefaçable, et de la meilleure 
noirceur, est à vendre chez Mr. Sattler, mar 
chand au Brink No. 464, à i2 Gr. la bouteille. 
5. Dor mir, dem Endesunterzeichneten Chef des Bür 
reaus, erschien Hr. Ferdinand Binder, Namen- 
de- Hrn. HosiBanguierS Iordi- Brentano allhier, 
und gab zu vernehmen: Der Herzog!. Nassauische 
Amte,Schulz Herr Ludwig Joseph MüllerznSchön, 
städk, ohnweit Dallenvaar ,m Naffauischen wohn, 
hatt, seye in väterlicher Gewaltseiner Kinder erster 
Ehe, der rechtmäßige Inhaber einer in 1000 guten 
alten Thalern bestehenden Forderung, welche we», 
land Dom,Kapitular Diedrich von Ostbach zu Pa, 
derborn im I. lbrb der Paderbvrnischen Landschaft 
baar vvrgeltehen habe, und welche Kapital, Forde, 
runq successive durch verschiedene Cesfionen auf den 
verstorbenen Kur, Cöllnischen Hrn. Hvfralh Franz 
Ludwig Meyer übergegangen, nach des letzgenannten 
Hofraths Meyer testamentarischer Disposition aber 
auf feine vorerwähnten Kinder erster Ehe verebfäl, 
let worden sey. Die Original, Schuldverschreibung 
über diese- Kapital der iOOO alten Thaler wolle 
sich jedoch nicht finden lassen, ob er gleich mit Ue, 
berzeugong behaupten könne, daß diese Forderung 
wofür er noch bts znm letzten Dezember > 80 y die 
Zinsen erhoben habe, weder versetzt, noch sonst auf 
irgend denkbare Art auf einen andern übertragen 
sey. Damit er indessen nach der königl. allergnä, 
digsten Verordnung für bemeldeke alte Kapnalfor, 
derung eine neue Westphäl. Amortisation-»Kaffen, 
Obligation erhalten möge, so erkläre er jene abyan, 
prn gekommene »Ue Vrrdriefung nicht nur im Fall
	        

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