Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1810, [2])

Europa müßte auf diese Weise gerade das Gegend 
theil von dem erfahren, was es in den ersten Jahren 
Hach der Entdeckung von Amerika erfuhr. Wie damals 
die Mttallmünzbcsitzer verlieren und die Waarenbesi- 
Yer gewinnen mußten, so würden jetzt die Waarenbe- 
Wer verlieren und die Metallmünzbesitzer gewinnen. 
Inzwischen würde doch in diesem letzter» angenom 
menen Fall die Lage der Waarcnbesitzer bei weitem 
nicht sy bedenklich seyn, als es die Lage der Metall- 
^."ünzLesitzer zur Zeit der Entdeckung von Amerika war, 
Senn jene würden nur eine nachteilige Veränderung 
spüren, wenn sie Gold oder Silber einzutauschen hat 
ten, wollten sie aber ihre Waaren gegen irgend eine 
mndere Gattung von Gcnußmittcln, außer den edlen 
Metallen, vertauschen, so bekämen sie dafür gerade so 
viel wie sonst, da hingegen die Münzmctallbesitzer zn 
jener Zeit bei jedem Kaufe, den sie schlossen, bedeu 
tende Verluste leiden mußten. 
Aus diesem allen können wir daher das Resultat 
ziehen, dap die plötzliche Verminderung der ddlen Me 
talle in Europa und die dadurch entstehende Preiser 
höhung derse bcn zwar so lange, bis das Gleichgewicht 
zwischen Produktion und Nachfrage wieder hergestellt 
worden , für einen Theil der Bewohner dieses Welt- 
theils nachteilige Folge haben müßte, daß jedoch diese 
Nachtheile bei weitem denen nicht gleich kommen wür 
den, welche die durch die Entdeckung von Amerika 
verursachte Anhäufung edler Metalle einst hervorbrachte 
und wc.che Statt finden würden, wenn Gold nndSil- 
bermiiien irgendwo entdeckt würden, die alle bisher 
bekannten an Reichhaltigkeit weit übertrafen. Zu 
gleich würde aber auf der andern Seite bei einer so 
plötzlichen Verminderung der edlen Metalle ein noch 
größerer Theil der Kontinentalbewohner offenbar ge 
winnen: denn die Zeiten, über deren Theurung man 
jetzt so häufige Klagen hört, würden wohlfeiler wer 
den, alle Bedürfnisse rmd Genüsse mit wenrgerm Gelde 
als in unsern Tagen zu befriedigen seyn und derjenige 
Geldkapitalist, der jetzt nur'für wohlhabend gelten 
farrn, würde plötzlich reich werden. 
Prâfeklur - Vcrfügungen rwd Bekanntma- 
chungen anderer èffentlichen Behordm. 
Yû les rapports du Çommïssaire de Police du 
ïeï canton, portant que jusqu’à présent les reven 
deurs de volailles, se sont trouvés confondus avec 
les habitons de la campagne, aux marchés hebdo 
madaires qui ont lieu sur la place royale et que 
cette confusion donne lieu à des abus , préjudicia 
bles aux interets du public; vu le réglement hes- 
sois, non abrogé, sur la police des marchés, du 
12 octobre 1797 et voulant assurer l’exécution des 
dispositions du dit réglement. 
Ordonne; 
Ant. 1er. Les revendeurs de volailles demeu 
rent autorisés à mettre en vente dés le matin. 
Art. e. Les dits l'erendetirs, devant occuper aux 
marchés hebdomadaires de la place, des empla 
cements distincts des babitans de la campagne, 
qui apportent au marché jleur propre volaille, se 
ront placés exclusivement devant la partie du bà- 
tinrent dit des halles, ou était établie autrefois une 
fabrique de cartes, et ils ne pourront sous aucun 
prétexte, se placer avec les susdits babitans de la 
campagne. 
Aut. 3. Défenses sont rénouvellées aux reven 
deurs de volailles et tout autres revendant, d’ache 
ter des comestibles aux jours de marché avant 
midi, dans les marchés, places, rues de Casselet 
banlieue deCassel, Wehllieiden et Wahlershausen. 
Art. 4 , Les contrevenants aux dispositions rap- 
pellées par la présente ordonnance, seront pour 
suivis p.mlevant le tribunal de police municipal©, 
pour y être punis conformément à l’ordonnance, 
non-abrogée et ci-dessus indiquée, du 12 octobre 
1707 . 
Art. 5. La présente sera publiée dans le feuil 
leton du Moniteur , et affichée ou besoin sera ; dés 
expéditions en seront adressées à Mrs. les Juges 
de paix et aux Commissaires et Inspecteurs de Po 
lice, spécialement chargés de son exécution. 
Fait à l’hôtel de la Préfecture de Police à Cas» 
sel le 22 Novbre 1&10. * 
Le Préfet de Police, 
signé: Brrcaonv, 
Par le Préfet, 
le Secrétaire général; 
signé; Savaüner. 
Na ch Ansicht des Berichts des PolizeirKommissairs 
des itcn Stadt-Kantvns, oemzufolge bisher die Hé 
ler und Hokerinnen, welche Geflügel feil bieten, mit 
den Lanblcuten au s den ans dcm Konigsplatze statt 
habendcn Wochenmarktcn fich zusammen beftnden, und 
diese Vermischung zu manchen für das Beste dcsPubli» 
kums nachtheiligen Misbrauchcn Anlatz gab; nach An 
sicht dcr nicht aufgehobcnen hessischen Verordnunqen 
in Betrcff dcr Polizei dcr Markte vom i2ten Okt. 
1797 und in Dec Absicht, die Verfügungen des en 
waynten Reglements in Vollziehung zu erhalten; 
Verordnet: 
Art. i. Die Hoker, welche mit Geflügel handeln, 
bleiben befugt, dasselbe von der Frühe des Morgens 
an feil zu bieten. 
Art. 2. Da gedachte Hoker auf yen Wochenmârk- 
tcn des Platzes abgesonderte Stellen von dcnen dcr 
Land!ente, welche ihr ejgnee Federvieh zu Markt brin- 
gen, cinnchmen müsscn; so svllen fie auefchlicflicb vor 
demjenigen Thcile dcr svgenannten Hallen ihre Stelle 
erhalten, wo chemale eiuc Karteufabrik bestand un- 
untcr keiuem Vorwande mit den oben genanrttenLand- 
leuten fich zufammensetzen. 
Art. 3. Zuglcich wird vas Verbot erneuert, datz 
kcin mit Geflügel vder andern Gegenstanden handeln^
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.