Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1810, [2])

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Stühle und dergl. gegen baare Bezahlung an den 
Meistbietenden verkauft werden. 
21. Endesunterzeichnete machen hierdurch bekannt, 
daß in ihrer Manch- und Schnupftabacksr Fabrick 
nicht einzeln verkauft wird. M 0 h d u. Komp. 
22. Es wird ein Bücherschrank zu kaufen gesucht, wo 
malt 2300 Stück Bücher einstellen kann, sollte je 
mand einen zu verkaufen haben, der melde fich am 
Königsplatz in Nr. I 57 im untern Logis. 
23 . Ich habe den vordem Holländischen Thor iw Sei 
lerwege, zwischen dem Hrn. Werths und Hcrrn 
Raths KuierimS Erben gelegenen Garten, vo" den 
Hrn. Schneidermeister Rosenbaum gekauft. Wer 
näher Käufer zu seon glaubt, wolle sich binnen 14 ; 
Tagen bei mir melden. Kassel Den 27 ten August ' 
1810 . Henrich Crede, Maurermeister. 
24 . An nachbemcldtcn Orten und Tagen, sollen 
Quantitäten Domainen-Früchte, an Roggen Gerste, 
und Hafer, öffentlich Meistbietend verkauft werden, 
als Dienstag den t • ten September d. I. allbier in 
Wolfhagcn in der Renterei, und Donnerstag den 
iZten September d. I. zu Naumburg in der Ren 
terei. Kaufiiebhaber belieben sich an benannten Or 
ten und Tagen des Vormittags 9 Uhr emzufinden, 
die Früchte zu besehen/ zu bieten, und nach Befin 
den Zuschlag zu erwarten. Wolfhagenam 28 len 
August 1810 . H'eyken. - 
25 . Daß ich zwar den Israeliten Simon Koppel Stern- 
heim aus Osterode auf fein wiederhohltes Ersuchen 
die Gefälligkeit gethan, und ein Kistchen Liqucr 
samt 15 , seit Anfange dieses Jahrs bis zum ilten 
Juli 3. c. auf der hiesigen königl. Niederlage ge 
legene Fässer Nordhauser Brandcwein, für seine 
Rechnung zum Verkauf in Kommission übernommen, 
und auf das vorthcithaftcste, wie er selbst eiugeste- 
hen muß, für ihn verkauft, ihn aber jetzo wegen 
ferner unbilligen Zumuthuug für das Triefen der 
Fässer und das Zehren des Brannteweins gut zu 
seyn, mit dergleichen Kommissionen für die Folge' 
abgewiesen habe, dies habe ick, zu seiner, im lozten 
Stück der hiesigen Intelligenzblatts unter der Ru- 
brick: Bekanntmachung von verschiedenen Sache» 
tz 4. Pag. 140z eingerückten Anzeige, als Anhang 
hinzuzufügen! nicht verfehlen wollen. 
Ioh. Balthasar Bin der nagel. 
26. Warnung an das Publikum, den »nachten Ge- 
sundheitstaffcnt betreffend. Zur Verhütung nach 
theiliger Folgen für die Gesundheit. — Schon im 
Jahre 1798 als ich meine» Gefundhcitstaffent er 
fand, gab es sogleich niedrigdcnkende Leute, welche 
solchen nachzupfuschen, ja, einige erfrechten sich so 
gar den grünem Huthtaffeut für meinen Gefundheits- 
) 
tasseut zu verkanfen, wodurch ich auf die empfind 
lichste Weife gekrankt wurde. Ich habe hierauf ein 
hochverehrtiches Publilum vor dergleichen falschen 
Tasseut gewarnet, und dabei in dem Anhange der 
Erlanger Realzeitung Jahrgang l 7 Y 9 . Nc. 6 und 
in dem Reichsanzei^er vom nehmlich n Jahre Nr. 
283 die traurigen Folgen, welche durch den 
Gebrauch dieses »nächten Tasscsstö für die mensch 
liche Gesundheit entstehen, naher bewiesen. Iuzwi- 
scheu habe ich neuere Beweise erhalten, dap diese 
in öffentlichen Blättern schon öfters gerügte Betrü 
gereien, durch Verkauf des grünen Huthlasseuts 
wieder sehr stark getrieben und besonders dasjenige 
Wachstuch, weiches auf der einen Seite grün und 
auf der andern Seite schwarz ist, für meinen Ge- 
unoheitötaffent ausgegeben und verkauft wird. Die- 
fts veranlaßt Mich , den zum Besten der leidende* 
Menschheit und zur Steuerung duses Betruges auf 
die ältern Warnungen, von dem Erkauftund Ge 
brauch des unechten Wachstaffenis eru hochverehrt 
liches Publikum wiederholt aufmerksam zu machen, 
uns dabei zu bemerken, daß nur bei mir uns mei 
nen Hrn. Kommissionärs in Kassel beim B öckel- 
mannfchcn Kommiss. Büreau, ächter GefundheitS- 
taffent und dieser nicht ohne Gebrauchszette!, wor 
innen die Namen derjenigen berühmteu'Hrn. Aerzte 
weiche meinen Gesuud-eiletassenc als den einzigen 
approbirt haben, angegeben find, uns abgegeben 
wird. Ich werde Mich übrigens beeifern, derglei- 
^chen Betrügereien mehr auf die Spur zu kommen, 
und werde solche fodanti öffentlich bekanntmachen. 
F. G.v'.' Schas, Prcmier-Lieut. in Nürnberg und 
in Kassel beim Bröckelmann,chen Kommisfionö-Du- 
reau. 
27. Bei dem Drechslermeister Köleky beider Garni- 
souöktrche, steht eine gute Zuchrtvcke mit 8 Fickft 
zu verkaufen. 
28 . Die Versammlung der Gläubiger des Hcrrn 
d’Albim, welche in einem der Säle des Tribunals 
erste? Instanz ju vieler Stadt am 2teu Juli eröffnet 
wurde, wird künftigen Sonnabend den itcn - ep- 
tember um il Uhr Morgens eoendafelbst lvrcgesctzt 
werden. 
29. Zu Kassel in der untersten Petristrase Nr. 2-2, 
und am Brink Nr. 4dl. ist, recht gare schwarze Pi- 
tttiussche Dinte rn Bout. A 8 Ggr. zu haben. 
30. In oer Franfturterstraßc Ne. 41 ist an gegossener 
Brai-Ofen, ein dito Windyfen, ein Viertel-Be 
mas, und ein Manrelsacr, zu vettaufeu. Man 
melde sich eine Treppe hoch. 
Zl. Em Frauenzimmer erowtet sich alle ftine Nahe- 
Arbeit und Kleidermachen, sowohl in als außer 
dem Hause, um den billigsten Preis zu ubernchimch 
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