Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [2])

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Patent gelöst habe, so mache ich dieses hierdurch bekannt, und kann jeder nach Star de reelle 
Bedienung erwarten. UebrigenS wird noch bemerkt, daß auch Heftn zu Pferde solche wäh 
rend ihre- Aufenthalts bey mir unterstellen können. Melsungen den 8ten December ,8oz. 
Henrich Ricder. 
66) Ich Endesunterzeichneter bin entschlossen, vom Monat Februar i8oy. an, ununterbrochen 
selbst wahrend einer Campagne, meine Gläubiger durch monatliche Beziehung eines großen 
Theils meiner Gage zu ihren an mich habenden Forderungen zu verhelfen. Hierzu besinn, 
me ich jedesmal ß meiner monatlichen Gage zuzo Rrhlr., ungeachtet ich nach einem Könrgl. 
Decret vom LZten Junii d. I Nur zur Hingabe \ meines Gehalts verpflichtet werden könnte. 
Alle diejenigen nun, die gegründete Forderungen an mir zu haben glauben, werden hiermit 
von mir aufgefordert, sich vor Ablauf des i zten Januar iso-bey dem Herrn Trivunals-Ad. 
vocat ProlltuS in der Brcckelmannschen Behausung der lutherischen Kirche gegenüber schrfft, 
lich oder mündlich zu melden, da ihre Forderungen einzugeben, dieselben wrt Rechnungen 
»der sonstigen Belegen zu versehen, und die nähere Bestimmung der Art und Werse ihre Be. 
srirdigung zu erhalten, zu gewärtigen. Diejenigen, welche sich innerhalb dieser Zeit nicht 
an dem oben bestimmten Ort melden, werden es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie nach 
-der alsdann schon mit meinen Gläubigern getroffenen Einrichtung ganz zuletzt in die Ziehung 
der s meiner monatlichen Gage einfallen. Cassel den 6ten December 1808. 
George Theodor Stiey, Capitain der rten reitenden Artillerie-Comp. 
, _ in König!. Westfälischen Diensten. 
67) Ein Prediger auf dem Lande in einer besonders schönen und gesunde« Gegend des König» 
, Erichs Westfalen, in der Nähe mehrerer Städte, wünscht für seinen zwölfjährigen Zög» 
ling. sobald als möglich, einen Gespielen unter sehr billigen Bedingungen. Den Unterricht 
ertheilt er in allen zum Studiren nöthigen Wissenschaften. Da es ihm vorzüglich darum zu 
thun ist, auch ausser seinen wenigen Amtsarbetten zu nützen, und er sich lange mit der 
Erziehung beschäftigt hat: so brauche ich wohl nichts über die Behandlung hinzuzufügen, 
die seine Zöglinge erfahren. Sollten Eltern geneigt seyn, von dieser einladenden Gelegen, 
heit für eine zweckmäßige Bildung ihres Sobnes Gebrauch zu machen: so werde ich, nach 
geschehener Anzeige, nicht verfehlen, ihnen das Nähere mitzutheilen. Münden den Llen 
Dec. 1808. G. Schläger,Stadt- und Garnisons-Prediger. 
68^ Außer den schon bekannten und mehreren neuen Conditorey-Waaren, habe ich für bevor 
stehende Feyertage einen großen Tempel, und mehrere zu Weihnachts-Geschenken ,ch'ckuche 
Sachen verfertigt. Ich gebe mir die Ehre dirs dem Publico ergebenst arrzuzeigcn, und habe 
die Hoffnung mich durch die Waaren selbst am besten zu empfehlen. 
L. Möli, vor dem Platz der Stände, ehemals Friedrichsp^tz. 
6y) Es sollen folgende Baureparationen an den Vorwerksgebäudeo zu Fasauhof ohnweit Wolfs, 
anger hergestellt, und solche an den Wenigstfordernden veraccordirr werden, als: 1) am 
Dachwerk, r) z Fenster, z) zwey Thüren, 4) zwey Fensterladen, und 5) eine Dielen- 
wand. Diejenige Schreiner- und Dacddeckermerstrr, welche gedachte Arbeit zu übernehmen 
gedenken, können die Baugebrechen auf dem Vorwerk Fasanhof sofort in Augenschein neh 
men und sich Dienstag den L7ten b. M. des Vormittags um o Uhr in hiesiger Renteretz 
einfindeu, die Forderungen zu Protokoll geben, und «ach eingeholter Genehmigung alsbald 
den Zuschlag erwarten. Cassel am izten December 1808. Rleinschmid. 
70) Meine Frau ist Willens, ihre von ihren Eltern ererbte Gartens zu verkaufen. Zwey lie. 
gen aneinander an der Monbach, zwischen dem Gärtner Butte und den Schefferschen Er. 
den, sind in einen gezogen, können aber leicht wieder getheilt werden. Einer liegt am 
Claus.Wege, zwischen d»m Kaufmann Hr. Münch und dem Metzgermristrr Linz, worin, 
nen sich ein Brunnen befindet. Wenn sich Liebhaber finden, so soll auch der, -wischendem 
Weinwirth Hr. Oesterreich und Mdm. Ludwig gelegene, in welchem sich ein Haus mit ei, 
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