Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [2])

Vom zttn December iZos. 
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Dev der Witwe de- Kaufmann Gottlirb Sattler am Markt ist außer ihren stet- führen 
den Färb/Material» und Specerey»Waaren, beste Holländische Butter, Westphäl. Honig, 
Caper«, Sardellen, neue Holland. Heringe, auch wöchentlich frische Scheelfische und Böck 
linge, sowohl im ganzen al- einzeln, im billigsten Preiße zu haben. 
22) Für 900 Rthlr. Landstanvische Obligationen wovon die Zinse zu ApCent. auf den Tag der 
gesetzten Zeit bezahlt werden, sind für den betragenden Werth in der untersten Petristraße 
in Nr. 282. zu haben. 
23) Lirdewig. von Gottes Gnaden Grosherzog von Hessen, Herzog in Westphalen re. 
Ob wir gleich m Unserer öffentlich bekannt gemachten Verordnung vom ^enFebr. 1807 olle 
Vasallen, welche in Unsern Staaten Lehen von Mitgliedern des Rheinischen Bundes, oder 
vom vormaligen Teutsche« Kaiser und Reich besitzen, aufgefordert haben, diese Lehen bei 
den von UnS angeordneten Lehnhöfen zu erneuern, und nebst Beibringung des neuesten 
Lehnbrief» und vollständiger Lehns, Verzeichnisse, bei Vermeidung des in den Gesetzen ver 
ordneten Rechts-Nachtheils, alles dasjenige zu beobachten, was nach Lehn. R-chten und 
Gewohnheiten den Vasallen zur Pflicht gemacht ist; So haben sich doch in der Zwischenzeit 
mehrere Veränderungen hervorgethan, und Wir den Grundsatz allgemein genehmigt, daß 
alle Lehe», welche bisher unter der Lehnherrlichkeit fremder Souverainö gestanden, und von 
ihnen geformen und empfangen werden müßten, künftig nur von demjenigen Souverain, in 
dessen Staaten sie gelegen sind, empfangen werden können. Wir fordern demnach alle die 
jenigen Vasallen, welche Lehen besitzen, die sie bisher von fremden Souverains qesinnrn und 
empfangen mußten, und welche in Unserem Herzvgthum Wesiphalen gelegen sind, hiermit 
auf, wenn es nicht schon geschehen ist, diese Lehen binnen der gefttzlichen Fnst von Einem 
Jahr sechs Wochen und drei Tagen, von unten gemeldetem Tage der Ausfertigung an zu 
rechnen, bei dem von Uns angeordneten Lehnhof, nämlich Unserer Regierung in Arnsberg, 
zu erneuern, und nebst Beibringung des neueste» LehnbriefS, und vollständiger Lehnst Ver 
zeichnisse, bei Vermeidung des in den Gesetzen verordneten Rechts - N-rchthejls, alles dasje 
nige zu beobachten, was nach Lehnrechten und Gewohnheiten den Vasallen zur Pflicht ge 
macht ist. Arnsberg den ersten October 1808. » 
Auf höchstem Auftrag. Grosherzoglich Hessische für das Herzogthum 
Westphalen angeordnete Regierung. 
Minnigerode. Röfter. 
24) Ein bequemer leichter Reife »Wagen stehet aus Mangel an Raum billiaen PreißeS zu 
verkaufen. Am Sreinwege in der Schweizer-Zucker.Backerey 2 Treppen hoch wird des 
halb nähere Auskunft ertheilt. 
25) ES wird ein Leyhzettel A. d. roten October d. I. sub Nr. 4334. über 6 silberne Eß'öffel 
n\ Loth ä 8 Rthlr. Capital von dem Eigenthümer vermißt, und daher solches auf davon 
beyder Leyh-Banco geschehene Anzeige mit der Warnung bekannt gemacht, sich dieses 
Bersatzeshalber mit Production des Zettels binnen 4 Wochen a-dato im Leyhhaus zu melden, wi, 
drigenfals nach dieser Zeit der Leyhzettel mortifieirt und das Pfand extrahier werden «oll. 
Cassel den 2gten November 1808. Von Leyh-Banco-Directionswegen. 
tzh) Da die Jungfer Anna Maria Schambachkn dahier zu Homberg ohn längst vrrnorben ist, 
und über ihr Vermögen beym vormahligen Stadtgericht testirt hat; so hat man auf Instanz 
einiger Anverwandten zur Publication des Testaments den ztcn December des Vormittags 
$9 Uhr in der Defuncta Wohnhaus zum Termin bestimmt. Es werden demnach diejenigen, 
so sich zur Erbschaft der erwähnten Jungfer Schambachin berechtiget finden, dergestclten 
vorgeladen, daß sie alsdann zu besagter Zeit erscheinen, und der Eröffnung des Testaments 
mit beywohnen, mit dem Bedeuten, baß im Nicht» Erfchrinunqsftll de» ein oder Andern, 
zedermoch mit der Publication desselben vorgeschritten werde. Ho «dkg den >4terr Novem. 
per LSog. Rönigl. Friedensgencht dahier» In sidem Scheffer. 
Eeereeere ±7 ^
	        

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