Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [2])

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Vom Uten Julius 1323. 
SSttß 
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in der Gegend von Zwirngraben, 4 Kerls im dunklen Gebüsch gesehen, die sich ein Feuer 
angemacht haben. Alle urilitärnche und obrigkeitliche Behörden, so rrne alle gute Staatsbür 
ger werden daher ersucht, sowohl auf jenen Diebstahl, als auch vorzüglich auf dies Drebes- 
Complott genau zu achten, jeden Verdächtigen arpetiren zu lassen, und uric sofort gefällige 
Nachricht davon zu ertheilen. Münden den 28ten Junii 1808. 
BdnigL llVeftphäl. Lriedensgericht. wrlligerodt. 
5S) Der öffentliche Verkauf einer merkwürdigen und kostbaren Bibliothek wird am 15 August 
d. I. in Frankfurt a. M. seinen Anfang nehmen- Außer mehreren gothischen Man scriptbü- 
chern, aus den Vorzeiten der Typographie, auf Pergament geschrieben und'mit Malerey in 
Farben und Gold verziert, enthält diese Sammlung erne Anzahl Bücher aus den ersten Zeiten 
der Buchdruckerkunst, worunter eins «ufPergament; ferner ungefähr rc 02 Folianten; 12 — 
1300 Quarrrinien, das übrige in Ocrav, auch mehrere Kunst, und Prachiwerke, nebst eini 
gen ge'.graphischen Atlassen uud Cartensammlungen, md bietet überhaupt, in auserlesenem 
und mannichfaltigem Keichihume, das Vorzüglichere aus allen wijse.'.schastlicheo Fächern dar. 
Lataioge» davon sind unemgeldlich zu haben bey 
Griesbach, Buchhändler in Cassel. 
Jeder, so an dem Weißzerbermeister Peter Appell und dessen Ehefrau allhier gegründete For 
derungen Hai, wird hiermit »dictaliter vorgeladen, im Termin den sbten Julii d. I. solche 
bestimmt anzugeben und zu begründen, auch sich auf der Appellischen Eheleute einzureichen- 
' des Vermögens Verzeichniß und Gesuch, um Frist zur Zahlung zu erklären, unter demPrä- 
judiz, daß die zurückbleibenden Gläubiger nicht weiter gehört werden sollen, sondern auf 
die Erktärungen der Erscheinenden, rechtlich erkannt werden soll. Neukircben am -7te» 
Junii 1808 Vermöge Auftrags. Stöber. 
Dem keceveur «les Lontributlon? karrte in Dransfeld ist ein Bestick diebischerweise' entwen» 
bet worden, worin nachfolgende Effecten befindlich gewesen?t l) eine inwendig vergoldete 
silberne durchbrochene Dose, mit einem silbernen Rafirpinsel und vergoldeter Zahnbürste, 
2) eine vergoldete silberne Büchse mit Zahnpulver, 3) eine durchbrochene vergoldete sil 
berne Dose, bestimmt, um einen Schwamm darin zu verwahren, 4) eine inwendig ver 
goldete silberne Dos^ zur Aufbewahrung von Seife, 5) zwey stählerne Rassirmeffer; mit 
Griff von Schzhdpatte mit Silber garnirt, auf dem Griff des einen stehet die Nummer r., 
auf dem des ändern Nr. r. auf der Klinge beider der Name : 6renet L Paris. 6) einstäh- 
ternes Messer mit Griff von Schildpatte, und einem Korkzieher, mit Silber garnirt, 7) ei« 
Federmesser mit zwey Klingen und Griff von Schildpatte, nebst Radirmesser mit Silber gar 
nirt, 8- ein Bleyfeder, Futteral von Silber, z.franz. Zoll laug, auf der andern Seite ist 
das neue franz. Maas angegeben, y) ein Paar stählerne Stiefelzieher, von welchen der Griff 
losgeschroben werden kann, 10) eineScheere, n) ein Fläschchen von Crystall, mit silber 
nen Stöpsel, und i») eine braune Chenille, mit zfachen Kragen, die Ermel mit Seide ge 
füttert, im Rücken zerrissen und zugenähet, ein alter dreyeckigter Huth mit silbernen Cordon, 
in dem darin befindlichen Leder der Name: J. P, J. Barrié, mit goldnen Buchstaben, ein 
genähet. Derjenige, welcher von vorstehenden Effecten etwas zu Gesicht bekommen, oder 
.ihm zum Verkauf angeboten werden sollte, wirb onburch erstirbt, dem Königl. Polizey, In 
specteur davon unverzüglich Anzeige zu thun, wo er sich alsdann ein ansehnliches Douceur. 
Lu versprechen hat; im Fall der Verheimlichung hingegen setzt er sich der Strafe au-, wel 
che für dir Diebe-Heler bestimmt ist. Cassel am zoten Junii 1808. 
Von polizeyrvegerk
	        

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