Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [2])

Vom 14 tm Novelnber isog. 
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39) Es sollen instehenden Mitwochen den löten dieses Vormittags um is Uhr die Baumateria 
lien von dem Hellmvndischen abgebrochenen Haufe allhier in der Hohenthor-Straße an die 
Meistbietenden gegen baare Bezahlung verkauft werden. Cassel am roten November 5328. 
40) Bey allen europäischen Nationen ist der Geschmack für den Caffee auf das höchste oestiegen, 
obgleich nicht nur die chynusche Untersuchung seiner Bestand, heile, sonoeru auch die mebieinische 
Erfahrung hinlänglich lehret, daß der allgemein eingeführte Gebrauch desselben im Ganzen der 
menschlichen Eesimdhe't schädlich sey. Es ist demnach eine für die Menschheit he lsame Sache, 
daß man bey dw jetzigen Krifts in Deutschland auf den Gedanken gekommen ist, Surrogate 
aufznfiüden, wodurch die Srelle des indischen Caffe.-'s könne ersetzt, ein Material unterlegt 
werd n, das kckkesweges auf die Art, wie der Caffee, die Nerven nizet, das Blur in Wal 
lung setzt, und bey empfindlich reizbaren Personen mancherley schädliche Eindrücke verursache 
Mau will sich für jetzo nicht in dre Bemtheilurg dieser vnschisdenen Surrogate einlassen, son 
dern nur überhaupt bemerken, da) Herr Emanuel Röschrl dahier unter der Rubrik I^ieune 
Fiollandiscde Flolk-CoiH, oder n uer hollandijchtr Halb Caffce, ein Surrogat erfundeu hat, 
w'lches die E-relle des indischen Caffee vollkommen vertritt, und keine einzige von dessen Schäd 
lichkeiten äusserr, vielmehr einen ar-genehmen Gechwack besitzt, dem Magen wohl bekommt, 
und zur Erbaltuag des Körpers Nahrung-theile abgiebt, indem tie Stoffe, aus welchen er be 
steht, Schleim- und Zuckerstoff enthalten, «ine Eigenschaft, die dem indischen Caffee mangelt. 
Dieser Caffee besitzt übrigens angenehme öhligre Theile, welche ihm dm Gervch und Geschmakt, 
des indischen Caffee mittheilen, wodurch d m an den indischen Caffee gewöhnten Gaumen ein 
Gcuüae geleistet, der Zusatz des fremden Caffee aber entbehlich wird — ein Vorzug, den 
man bis jetzt an allen gepriesenen Sasse- Surrogaten vermißt, diesem Surrogat aber beym Pu 
blicum zur allgemeimn Empfehlung ditnt. Frankfurt a. M. den 2Zteu Oc tober 1828. 
41) Ein großer eiserner Mörser mit Stößer wird^ zu kaufe« gesucht. 
42) In dem Garten des Landkereuter Berner am Holländischen Thor stehet eine Baumschule 
von mehreren 100 größtentheils veredelten Stämmen an Aepfel, Birnen und Kirschen, fo- 
denn ohn ge sehr 100 Stück Oftbeimrr Kirschenstämme gegen billige Zahlung zu überlassen. 
^3) An der Carlshafer-Straße-Ecke, nahe der Bremer-Straße, bey dem Wirch Claus sind alle 
Sorten guter Brandeweine zu haben, sowie auch Kutschen zu verlehnen. 
41) Den arten Oktober ist in Münden eine goldene Spring. Uhr gestohlen worden, welche an 
einer seidenen, dreyfach geflochtenen Schnur-zum Umhängen brrestlgt war, uud einen Uhr 
schlüssel an einer ähnlichen fernen Schnur hatte. Auf dem Zifferblatt stand der Name de- 
Fabrikanten Moricand a Geneve, und inwendig die Nummer. Wer dieselbe ausfindig macht, 
bekommt r Lncaten, und Hit sich bey Hr. Mensing Gastwirth im Helm zu Cassel zu melden, 
45) Krevel, Mmiatur. Pastel- und Oehl-Portrait- Mahler, wohnt an der Fulda - Brücke 
Nr. ,077. dem Castel gegenüber. 
Krevel, peintre en miniature, pake! et ä l’huile jdemcurc Nro. 1077. ä cote du pont de I, 
Fulda visä vis du Castel. - 
46) Auf künftigen Donnerstag den i7ten dieses soll der zwischen Simmershausen und Hohen 
kirchen gelegene Heimbachs Teich gefischt werden. Fischliebhaber können daselbst in großen 
und kleinen Parten Hechte, Karpfen, bunte Bärsche und Karauschen gegen gleich baare 
Zahlung empfangen. . - ' . / . \ 
47) Bey hem Kaufmann Johann George ^üchler in Münden ist guter weisser Wein zu 7^ Rthlr. 
rothrr zu 8z Rthlr. der Anker, Lichter in Klsten von 50 bis 30c Pfund 3s Pf. gewogen für 
i Rthlr., Mahagoniholz von n bis rü Gutegrescheu der Quadratfuß in Heffeumünze zu 
haben. 
48) Sieben trächtige Holländische und Lakenfelder Kühe mit 2 Kälbern von einer vorzüglich 
schönen, milchreichen Ra;e, nebst einem Zuchtbullen, welche man erst im Frühjahr d. J.un- 
Qqqqqqqq Mit-
	        

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