Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [2])

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Dom 7.en November '8os. 
aufzufinden, wodurch die Stelle des indischen Caff^'s könne ersetzt, ein Material unterlegt 
werd «, das ktieeêweats auf dr« ii, wie'der Caffee, dl«- Nerven rcizet, dus LlmiuWal- 
lung setzt, und bey empfi-wUch reizbaren Prrsvmn mancherley schädliche Eindrücke vt rursacht. 
Man will sich für jetzö njM in die Beurtheil,mg dieser vnschiesenen Sur-ogate einlass», son» 
der« nur überhaupt bemerken, da- Herr Emanuel Rbschel dahier unter der Rubrik d^ieuwe 
ttollandische Flvlf-Cvif^, oder neuer hoLändijcher Halb Caffee, ein Surrogat erfunîen hat/ 
waches die Stelle des indischen Caffee vollkommen vertri.t, und keine einzige von dessen Schäd 
lichkeiten äufferr, vielmehr emen angenehmen Geschaack besitzt, dem M-ge« wohl bekommt, 
und zur Erhaltung des Körpers Rahrungtihetle abgiebt, iudem de Stosse , aus welchen er be 
steht, Schleim- und Zuckerstoff enthalten, «tue Eigenschaft, die dem indischen Casfte mangelt. 
Ditftr Cassée besitzt übrigens angevehme öhligte Theile, welche ihm dm Geruch und Geschmakt, 
tes indischen Caffee mittheilen, wodurch d m an den indischen Caffee gewöhnten Gaumen ein 
Genüñe geleistet, der Zusatz des fte-nden Casser, aber entbehrlich wirs — ein Vorzug, den 
man bis jetzt an allen gepriesenen Caffee-Surrogaten vermißt, diesem Surrogat aber beym Pu 
blicum zur allgemeinen Empfehlung dient. Frankfurt a. M. den rzten Oc 'tob« i8os. 
Dr. Müller. 
41) Ein großer eiserner Mörser mit Stößer wirb zu kaufen gesucht. 
42) In dem Garten des Landbereuter Berner am Holländischen Thor stehet eine Baumschule 
von mehreren 100 größtentheils veredelten Stämmen an Aepfel, Birnen und Kirschen, so 
ben» ohngefthr 102 Stück Ostheimer Kirscheüstämme gegen billige Zahlung zu überlassen. 
43) Wer bey der hiesigen îeyh-Banco in den Monaten März, April und May dieses Jahrs 
Unterpfänder unter ein Thaler in Versatz gegeben hat, welche nunmehr bereit- 6 Monate, 
gestanden mithin verfallen sind, wird hierdurch benachrichtigt, baß er solche einzulösen, oder 
zugewärtigen habe, daß sie in der auf den 7ten November Nachmittags a Uhr angesetzten 
Auktion öffentlich verkauft werden sollen. Zugleich wird hierdurch ein für allemal bekannt 
gemacht, sowohl für die Eigenthümer derer Pfänder als für Käufer, daß am ersten Mon 
tage jeden Monats Nachmittags - Uhr mit dem Verkauf dergl. geringen Pfänder, welche 
6 Monate gestauden haben, ohne weitere Anzeige fortgefahren werden wird. Cassel den 
i8ten Oktober Oktober 1808. Aus hiesiger Lcph-Banco. 
44) Den 2rten Oktober ist in Münden eine goldene Spring-Uhr gestohlen worden, welche an 
einer seidenen, dreyfach geflochtenen Schnur zum Umhängen befestigt war, und einrnUhr» 
schlüssel an einer ähnlichen feinen Schnur hatte. Auf dem Zifferblatt stand der Name des 
Fabrikanten Morkand à Genevf , und inwendig die Nummer. Wer dieselbe ausfindig macht, 
bekommt 9 Ducaten, und hat sich bey Hr. Mensing Gastwirth im Helm zu Cassel zu melden. 
45) Krevel, Miniatur» Pastel- und Oehl-Portrait-Mahler, wohnt an der Fulda-Brücke 
Nr. ,077. dem Castel gegenüber. 
Krevel, peintre en miniature, pastel et à l’huile Jdemeure Nro. IO77. à coté du pont de 1» 
Fulda vis à vis du Castel. 
46) Es sucht Jemand ein großes geräumiges Zimmer, einen Saal zum Versamlrrngsort ei 
ner Gesellschaft, folglich. Wer ein solches zu verlassen hat, wolle es der Waisenhaus» 
Buchbruckerey beliebig melde«. 
47) Eine vollständige und gut conditionirte Drehbank mit vielem Werkzeug, und einer Oval, 
Dreherey, steht ,u verkauft». Ja der Königs - Straße Nr. 124. 
48) Daß ich mein Logis verändert habe und jezt in der untersten Johannis-Straße in der Kauf 
manns Hrn. Müller Behausung r Treppen hoch wohne, mache ich hiermit ergebenst bekannt. 
Ich empfehle mich zugleich mit französische« Vorstellungen, im Unterricht der doppelten upd 
einfachen Bnchhaltung bey der Sprachen, und nehme Beschäftigung an, auf deutschen oder 
französischen Bureau?. , E. ph. Crug.
	        

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