Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [2])

Intelllgknzölirti ,30 ' 
-es Departements der Fulda. 
45- Stück. 
Cassel den 7— November 1308. 
' Bekanntmachungen. 
I. In dem ryten Artickel des Königs. Dekrets vom zten August ö. I. ist zwar verordnet 
worden, daß ein jeder, der mit einem Patente versehen ist, seinen Handel, Profeflion oder 
Industrie im ganzen Umfange des Königreichs treiben könne. Da aber hieraus gefolgert wer 
den dürfte, daß die Apothecker, Thier- Zahn» Augenärzte und andere Künstler, weiche ein Ge« 
werbe treiben, das dem Leben und der Gesundheit der Menschen nachtheilig werden kan«, nun 
mehr die Erlaubniß erhalten hätten, ihr Gewerbe an jedem Orte und zu jeder Ant, wo und 
wann es ihrer Convenienz anständig scheinen möchte, zu treiben, diese Erklärung aber die 
nachtheiligsten Folgen für das Wohl der Staats-Bürger haben würde; so wird hierdurch ver 
möge Auftrags der hiessgen Präftctur öffentlich bekannt gemacht: daß die bisher üblich und 
erforderlich gewesenen Prüfungen der benannten Classe von Künstlern «ach wie vor gesche 
hen müssen, und baß niemanden derselben eher ein Patent ertheilt werden kann oder wird, 
dis er nachgewiesen hat, daß er sich diesen Prüfungen unterworfen habe, und in seiner Kunst 
oder Gewerbe tüchtig befunden sey. Es verstehet sich jedoch, daß hiemit nicht diejenigen gemeynt 
seyn können, .welche sich bereits einmal einer Prüfung unterzogen haben, und denen vom 
Staate schon die Erlaubniß zur Ausübung des Gewerbes oder der Kunst ertheilt ist, welche sie 
treiben, sondern daß nur von denen die Rede sey, welche solche Gewerbe erst jetzt anfangen 
wollen und dazu bisher nicht authorisirt waren. Diese müssen, wenn sie ein Patent bey dem 
Herrn Steuer -Director des Departements lösen wollen, ein Attestat des Collegii medici im 
Königreiche, von welchem sie sich haben prüfen lassen, dem Herrn Präftcten vorzeigen, und sol 
ches, nachdem es von demselben visirt ist, dem Herrn Steuer, Director überliefern. Cassel 
den Z tten Octobre 1823. Der Maire der Residenz, 
unterzeichnet: Freyh. von Canstem. 
II. Da auf Allerhöchsten Befehl bas vorhin bestandene Verbot, daß kein Lastwagen oder 
Fuhrwerk (Chaisen allein ausgenommen) die Elifabetbrr und Frankfurter Straße vom Königli 
chen Palais an bis zum Frankfurter Thor passiren dürfen, erneuert werden soll; so wirb sol 
ches hierdurch zu jedermanns Wissenschaft bekannt gemacht, um sich bey Vermeydung polizey- 
licher gewissen Strafe danach zu achten. Was aber diejenige Fuhrwerke anbetrifft, welche in der 
gedachten verbotenen Passage auf, ober abzuladen haben, so müssen solche dicht an den Häusern 
halten, das Auf- oder Abladen beschleunigen, dir abgeladene Sachen aber unverzüglich in die 
Häuser gebracht werden, bey ebenmasiger Vrrwürkung der vorermelbeten polizeilichen Strafe» 
Cassel den lten November 1803. Der Maire der Residenz, 
Freyherr von Canstein. 
Comme il est ordonné en premier ressort, que la ci-devant ordonnance, qui faisoit défea 
sc aux rouliers, charetiers et a tout autre chadagc, à i’exemtion des caresses, de passer pa 
la rue Ste Elisabeth et celle de Francfort soit en montant ou descendant, à compter du Palai- 
Jii îiiii * royal
	        

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