Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [2])

Vom r?ten O tober rzor. r-r? 
54) Ein -sitziger lalb verdeckter Reife - Wage« mit eisernen Axe» und Feder» stehet zu »er, 
kaufen» 
* 5|) Wer eine Speeerey»raden»Repofitnr denebst Waagen mit Gewichten und Gemäsr» zu über- 
lassen hat, der melde sich bey wir. 
Appell,-Oblaten.Fabrikant in der untersten Pekrk-Straße in Nr. »8r. 
Zü) Da bey mir 2 Briefe unter der Adresse: vvHor 8re!cbwil!ler, abgegeben sind, mir aber 
dieses Herrn Aufenthalt nicht bekannt ist; so ersuche ich ihn, diese Briefe gegen ausgeleg, 
teö Briefporto in Empfang zu nehmen. Gasth-rlter Vrug im Berliner Hof. 
37) Es stehen ein Paar große und ein Paar kleine Chaisen. Pferde, Zug. und Reit, Pferde, 
ein Korb» und ein Oeconomie.Wagen, wie auch Canariev. Vögel nebst allen Sorten Käfigen, 
und etliche eiserne Unterofen nebst den dazu gehörigen erdenen Oberofr», um billige Preiste 
zu verkaufen. 
¿8) Endes Unterschriebener hat sein ehemaliges Logis in der Elisabether Straße verlassen, und 
ist gegenüber in daS Haus des Herrn Hofgoldsticker Wiedrrhotd gezogen, welches er hier, 
durch ergebenst bekannt macht. Döttger,'Schneidermeister, 
zy) Mit dem Anfang des künftigen Jahrs müssen die Civil . Acten in neue Bücher, welche vor. 
her von mir paraphirt worden, eingetragen werden- Die große Zahl dieser Bücher macht es 
- unmöglich, das Paraphirrn sämtlicher Bücher in einem kurzen Zeitraum vorzunehmen, und 
jedem, dem der Eintrag der Civil.Acten ob'iegt, muß doch daran gelegen sey«, gleich bey 
dem Anfang des Jahrs die dazu nöthigen Bücher in behöriger Form zu haben. Ich ersuche 
daher die Herrn Geistliche und Herrn Maires des Distrikts Cassel, mir die Bücher, welche 
sie piraphirt zu haben wünschen, sobald als möglich zuzuschicken. Es werben diese Bücher 
in chronologischer Ordnung, so wie sie einkommen, paraphirt werden, und diejenige, welche 
solche zuletzt übersenden, haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie selbige wegen der allzu» 
großen Concurrenz nicht um Neujahr paraphirt wieder zurück erhalten können. Daß sämtliche 
Bücher paginirt und eingebunden seyn müssen, braucht wohl kaum bemerkt zu werben. Cas, 
fel den 27ten September 1828. von Vordeck, Präsident des hiesigen Tribunals. 
40) Dem Müller Philipp Siebert ansKirchbaune im Canton Zwehre» ist den rgten Septem- 
der des Abends zu Rengershaulerr ein schwarz Stutenpferd ohne Halfter, ohne Zaum, nur 
mit einer Decke bedeckt, entsprungen. Das Pferd ist 15 bis 16 Jahr alt, am rechten Auge 
blind, und ist an 4 Füßen beschlagen, und hat etwas einen hohlen Rücken. Da dieses Pferd 
der Gegend schr kundig und bis dahin den r8ten September noch nicht nach seinem Stall 
zu Kirchbaune geeilt ist, so ist zu vermuthen, daß solches auf der Heerstraße, die das Pferd 
passiren mußte, aufgefangen worden ist. Es wird dies Vorlvhrengehen eines Pferds, das 
immer noch den Werth von zo Rthlr. haben soll, hierdurch öffentlich bekannt gemacht, da. 
mit jeder redliche Finder und derjenige, der Wissenschaft von diesem Pferd erhält, dahier 
bey mir zur weiteren Vorkehrung davon Anzeige thun könne. Die Mühe und Versäunmiß 
deswegen kann und wird der Eigenthümer des Pferds mit größtem Dank'recht gern bezah 
len. Niederzwehren am 28ben September 1808. , RurZ, Friedensrichter. 
41) General. Pardon auf 8 Tage für die im Lande sich heimlich aufhaltende, und bis uleiw» 
Octvder 1828 für die außer Landes sich befiübenden Deserteurs und Conscribirte der Hoch- 
fürstlich Waldeckschen Truppen. 
Demnach Se. Hochsücstliche Durchlaucht Unser gnädigster Fürst und Herr Sich gnä 
digst bewogen gefunden haben, allen Deserteurs und ausgetretenen Conscribirten einen 
Pardon dergestalt angedeihen zu lassen, daß wenn dieselben kein anderes Berbrechen als 
das her D-sektion und des Austretens belastet, in sofern sie nicht ihre Kräfte und Gesund, 
beit im Auslande zugesetzt, und die im Lande sich heimlich aufhaltende binnen 8 Tagen, die 
im Auslande aber befindliche bis ultimo Oktober l. I. zu Arolsen bey dem Staad des 
Contingent - Bataillons sich stellen werde», ihnen alsdann gänzlich verziehe«, sie deshalb 
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