Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [1])

4*9 
Dom s8tm Marz k8v8. 
45) Ei« ro Monat alt schon groserwachsener langharigter weiffer Spitz- Hund ist am Dirn, 
tag Abends abhanden kommen; der Inhaber davon wird gebeten, gegen ein gutes Dou 
ceur an bi« Waisenhaus - Buchdruckerey solchen abzuliefern. 
46) Zwischen hier und Paderborn sind 2 Paquets Papiere verlohrrn gegangen; wer Nachricht 
davon geben kann, bekommt ein Douceur von ; Louisd'or. Man melde sich deshalb in 
Cassel Nro. 4Ü4. 
47) Ein« gebohrne Französin, welche bei vornehmen Familien in Deutschland eilf Jahre Er« 
ziehen« war, wünscht in Cassel eine solche Pensions-Anstalt zu etabliren, wo jung« 
Frauenzimmer den größten Theil, oder doch einzelne Stunden des Tages bey ihr zubrin 
gen, sich in der französischen Sprache üben, und im Sticken und allen sonstigen feine 
ren Frauenzimmer-Arbeiten, worin sie seltene Geschicklichkeiten besitzt, auch allenfalls im 
Zeichnen, Unterricht erhalten würden. Sie ist verschiedenen Damen des Königlichen Ho 
fes in Cassel Vortheilhaft bekannt, und hat die besten schriftlichen Zeugnisse von der vor 
nehmen Familie, von welcher sie sich jetzt, weil die Töchter erwachsen sind, trennt. Man 
frage nach in Nro. 17z., dem Waisenhause in Cassel gegenüber. 
One demoiselle françoise, qui a «té pendant onze ans gouvernante en Allemagne dans plu 
sieurs familles distinguées, désire établir à Cassel une espece de pension, dans laquelle de 
jeunes demoiselles passent la plus grande partie, ou quelques heures delà journée, pour 
s’exercer dans la langue françoise, en broderie et autres ouvrages utiles et agréables, qu’elle 
fait parfaitement bien. On pourrait aussi leur procurer des leçons de dessein. Elle est avan 
tageusement connue de plusieurs Dames à la cour Royale de Cassel, et possédé les meilleurs té 
moignages de la famille de qualité, qu’elle va quitter, pareeque les demoiselles sont elevees. 
S’addresser au Nro. 973. vis-à-vis la maison des Orphelins de Casse). 
48) J’ai l’honneur de prévenir le publique, que je tiens un assortiment complet en Linge de table 
Damascé de toute qualité, de même toile blanche et grise fine et ordinaire, et promets le plus 
juste prix. H en r i L u d wi g l’ainé, prés de la municipalité Nr. 676. 
pendant la foire en bas des galleries Nr. 16 et 27. 
Unterzeichneter empfiehlt sich mit allen Arten von Taselzeug, extra feinen und Mittel-Sor 
ten Damast. in Service und einzeln, wie auch alle Sorten Leinwand. Verspricht die bil 
ligsten Preise. Heinrich Ludwig d. alt. am Nachbaust Nr. 676. 
während der Messe unter der Gallerte Nr. 26 u. 27. 
49) Ein Juwelier aus Frankfurt a. M. sucht Juwelen, Perlen und farbige Steine zu kaufen. 
Er lvgirt in der Schwan »Apothecke auf der Oberneustadt in der Earlsstraße, und ist anzu 
treffen des Morgens bis ir Uhr, und von 1 bis 4 Uhr des Nachmittags. 
jo) Lang« habe ich mich mit Versuchen beschäftiget, ein hinlängliches, befriedigendes, und 
der Gesundheit durchaus zuträgliches Ersatzmittel des Kaffees zu entdecken, und meine Ver 
suche näherten sich bereits vor 2 Jahren ihrem Ziele. Ich sitzte meine Verbesserung- > Ver 
suche fort, und bin nun dahin gelangt, daß ich einen Kaffee bereite, der die Erfordernisse 
eines guten Kaffee sämmtlich besitzt, und den ich nur für die Zeit der Kaffer-Theurung ösfrnt» 
lich bekannt machen und empfehlen kann. Dieser neue Raffee schmeckt, wenn er nach der 
Ordnung zubereitet wird, so, daß er keiner Zunge unangenehm seyn, oder, übel behagen 
kann. Er befördert die Zersetzung und Verdauung der Speisen, treibt Urin und Blähun 
gen. Er kann unter allen Umstanden von beyden Geschlechtern, und von Greisen eben so 
wohl, als von Säuglingen ohne die geringste Furcht eines Nachtheils tagtäglich genossen 
werden; er trägt vielmehr, vermöge seiner wagenstärkenden, Säure tilgenden und reini 
genden Kraft, zum Schutz der Gesundheit aller und jeder bey, und wird von Kindern, ja 
selbst von Säuglingen, viel lieber als bloße Milch und der gewöhnliche Kaffer genossen. 
Semmeln, Kuchen, Brod und Toback schmecken vortrrflich dazu. Man kann ihn mit und 
ohne Milch, ja selbst ohn« Zucker trinken. Die Zubereitung ist wir die des Kaffees, nur
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.