Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1808, [1])

an 
Vom arten Februar i8e8. 
nicht gezwungen werben können, von jedem Unsrer Schuldner und bey jeder von diesen zu tu« 
chenden Zahlung mehr anzunehmen, als zwey Stücke zu zwey Centimen von dem neuen fran 
zösischen Gelde, weil die in unmittelbar hoherm Werthe stehende Münze ein Fünf. Centimen, 
stück ist; noch mehr, als ein Fünf Centimenstück, «eil die in unmittelbar höherm Werthe 
stehende Münze ein Zehn » Crntimenst'ick ist; noch mehr als einen, dermalen den zwey und 
dreyßigften Theil eines Hessen Caffelischr» Thalers ausmachenden, oder y Pfennige geltende» 
Weißpfennig, weil die in unmittelbar hoherm Werthe stehende Münze rin 12 Pfennige gelten» 
der Groschen ist; noch mehr, als drey Brarrnschwrig 5 Wolfenbüttelische Pfennigstücke, weil 
bi» in unmittelbar höherm Werthe'siehrnde Münze ein Vier«Pfennigstück ist, und eben so bey 
den andern Scheidemünzen. 
Wir verbieten Unsern Geld - Erhebern und Einnehmern, von dieser Regel abzuweichen, 
widrigenfalls sie dafür haften sollen und ihre Absetzung gewärtigen müssen. 
Wir gebieten ihnen zugleich, unter Androhung der nämlichen Strafe, über den Dollzvg 
der dermalen bestehenden Verordnungen zu halten, welche Unsern Schuldnern die Münzsorte« 
vorschreibe», in welchen sie ihrrSchuld abtragen sollen. 
Art. z. 
■ Sind ausgenommen die niedern Münzen, welche nach dem vorhergehenden Artikel als 
Scheidemünze, nach ihrem Nominal-Werthe, angenommen werden müssen, 
1) »ach der ehemals Hessen-Caffrlischen-Währung, nämlich r 
Werth in Franke« 
und Ceiilimen. 
8k» Et. Tk. 
ein Sechs Hellerstück von Billon, oder die Hälfte eines WeißpfennigS, 
welcher, anstattfür 4^ Pfennige, nur 4 für Pfennige oder j Gro'chrn an, 
genommen, und nach dem neuen französischen Gelde gerechnet werden 
soll, für »»»»»»»» — g 
und die kupfernen Hessen - Caffelischen Münzen von 8, 6, 4, z, r und r 
Heller, welche wie Pfennige gelten, und, als solche, für eben so viele 
Pfennige, «!s sie Heller anzeigen, angenommen werden sollen, de« 
Pfennig gerechnet zu »... ..... — 1 
2) nach der Preußischen Wahrung, . 
rin zwölf Pfennige vorstellendes Ein . Groschenstück von Billon, oder 
^tel Reichsthalrr, welches in Unsern Sassen nur für 8 Preußische Pfen« 
nige oder ziel Groschen angenommen, und in französischem Gelde gel 
ten und gerechnet werden soll zu . . . . . — 10 
und die drey Münzstücke von Billon, welche heißen, bas erste, ein 48tel eines Preußr» 
schen Thalers, dir Halste eines Groschen oder 6 Pfennige vorstellend; die zweyte von z Pfen« 
nigen, und di« dritte von 1 Pfennig, welche drey Münzstücke, von dem Tage der Bekannt« 
machung gegenwärtigen Orcrets an gerechnet, nicht mehr in Unsern köni'gl. Cassen angenom 
men werden dürfen. 
Art. 4. 
Die in der zweyten Section des ersten Paragraphen deö ersten Artikels nicht bezeichnete» 
Münzen, so wie die Geldstücke, welche einen geringern Werth haben, als die im 8trn, yten, 
iortit, r rten und laten Paragraphen des ersten Artikels gegenwärtigen Dekrets bezeichneten, sol« 
Irn, vom Tage der Bekanntmachung desselben, in Unsern Staaten keinen Cours mehr haben. 
Art. 5. 
Bis das durch die Constitution vorgeschriebene Münzsystem definitiv wirb eingeführt wor- 
Dd r den 
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