Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1807, [2])

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Dom 3fen August 1807. 
Bekanntmachung von verschiedenen Sachen: 
1) Cs sollen den sften August und die folgenden Tage allhier in der Ruhlbergschen Behau 
sung, allerhand MobUten und Effecten, an Zinn, Kupfer, Messing, Eisen und Blech- 
werk, Pvrzellain, Tssch» und Bettlmnen, Federbetten, inglerchen allerhand hölzern Ge 
rade, an Tischen, Stühle, Betrspannen und Kasten rc. an de» Meistbietenden gegen baare 
Zahlung verauctlonirt werden, welches Kaufllebhadern hiermit zur Nachricht bekannt ge 
macht wird. Wltzenhausen den rgten Julii 1807. Wiedemann. 
2) Beym Schreinermeistcr Holzfchue sind einige Schreibpulte in Commission zu billigen Prek- 
sen zu verkaufen. 
g) Ein noch fast ganz neuer mit Pferdehaare» ausgepolsterter Sorgestuhl mit modernem Cat 
tun bezogen, der so eingerichtet ist, daß man ihn auseinander legen und als Bett gebrauchen 
kann, stehet wegen Mangel an Platz zu verkaufen. 
4) Es hat der zeitige Stadtkämmerer der Oberneustadt seiner andauernden Kränklichkeit 
wegen von dieser Stelle disprnsirt zu werden begehrt. Fähige Subjecte, welche dieselbe 
zu übernehmen wünschen und Laution leisten können, mögen sich daher bey Unterzeichnetem 
zeitig angeben. Cassel den röten Julii 1807. Remück, Stadtschultheiß. 
«) Endesunterzeichneter benachrichtigt das geehrte Publicum, baßer sehrgute Talglrchter verfer 
tigt, die in Ansehung des hell und sparsam brennen, den Hanauer Lichtern vollkommen gleich 
kommen. Sr virtet um geneigten Zuspruch und verspricht billige Preise. 
Ioh. Henrich Berg, B. und Lichtermacher, wohnhaft in der Dionysienstraße 
in der Frau Rärhin KlelshanS Behausung. 
5) Unterzeichneter empfiehlt sich dem geehrten Publtco bestens mit seinen Fabrikaten, beste 
chend in schöner marmorirten Seife und wohlriechender Kugelseife, wie auch vorzüglr, 
chen schönen stets hellbrennenden Unschlittlichtern. Er wünscht jehr, daß das Publicum sich 
bald durch einen Versuch von der Güte feiner Waaren überzeugen möge, und verspricht die bil 
ligsten Preise. Ioh> Georg Maret, Seifensieder und Lichtermacher. 
wohnhaft in der Dionysienstraße tn Nr. iir» 
7) Wenn Städte, Gemeinden oder ganze Aemter bey vorkommenden Lieferungen von Hafer, 
Heu und Stroh in die hiesige Fourage. Magazine, ihre Quanta gegen äuferst billige Preise 
und hinlängliche Dilation wegen der Zahlung zn veraccordiren wünschen ; so ist das Weitere 
bey dem Serident Bödicker zu Cassel, wohnhaft in der Moritzfiraße zu erfragen. 
8 ) Madame Marchand in der Königsstraße har eine Partiefranzösischer Bücher, welche sie zum 
Lesen ausgiebt. Sie macht dem Publicum auch bekannt, daß sie ihr Pvrzellain für den Ein 
kaufs'Preis verkauft, und bittet um geneigten Zuspruch. 
y) Den Hrn. Julius de la Lande angeblich aus Magdeburg und vorgeblich Neffe des jüngst 
v/rstorbenen berühmten Astronomen gleiches NamenS in Paris lernte ich auf meiner Reise 
kennen und nahm ihn weil er zu Fuse nicht fortkonnte, ohnentgeltlich bis Cassel in meinem 
Wagen mit. Ich erfahre nun , daß sich derselbe bey einigen meiner Bekannten meines Na 
mens auf eine ihn entehrende Art bedient hat, und warne also Jeden, unter keinem Vor 
wand ihm auf meinen Namen daS Geringste anzuvertrauen. 
Ioh. Chr. Rrieger , Universität-- Buchhändler zu Marburg« 
16) Nachdem zu Verpachtung des diesjährigen Stadt Obstes an der Frankfurter und Hol 
ländischen Straße Termin auf Donnerstag den öten August dieses JahrS angefezt worden, 
so wollen fick in demselben Liebhaber des Vormittags auf hiesigem RathhauS einfindev, 
und das Weitere erwarten. Cassel den rften Julii ,307. 
Bürgermeister rrnd Rath daselbst. 
11) Da von den bereits angezeigten mir remittirten Loosen zur hiesigen zftrn Lotterie noch ei 
nige vorräthrgsiud, so verfehle nicht solches bekannt zu mache», und sind also zur zten Classe 
de»
	        

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