Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1807, [1])

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Blume garuirt, sämtliche Löffel haben die Probe Mi*, und des Goldschmids Zeichen: bl. G. 8. 
21) ein Vorlege-Löffel von Zinn, mit runder Kelle und krummen Stiel; 24) ein Paar weiße 
wollene Mannsstrümpfe; 25) ein Paar d:to Fraumsstrümpfe; r6) eine Tobackspfeife mit ei 
ner grünen elastischen Röhre und beschlagenen hölzernen Kopf; 27) ein weißes Schnupf 
tuch mit rother Kante. Aller Orts Obrigkeiten, so wie alle Gold-und Kupfer-Arbeiter, 
auch andere Personen, denen von vorbeschriebenen, nicht gewöhnlichen, z:'m Thul sehr kennt» 
lichen Sachen etwas vorkommen'sollte, werden ersucht, darauf genau zu achten, dieselben 
nebst dem Inhaber anzuhalten und dem hiesigen Gerichte unverzüglich Nachricht zu geben, 
welches außer Ersetzung aller Kosten demjenigen nebst Verschweigung seines Vamens eine 
Carolin zuzusichern authorisirt ist, der den oder diejenigen Thäter dermasen nachweisen 
kann, daß er zur gefänglichen Haft gebracht und bestraft werden kann. Völkershausen bey 
Wannfried den-/ten May'807. 
Hessisches Gericht hierftlbft. Hattenbach, Richter. 
Sämtliche sowohl bekannte als unbekannte Gläubiger des in Cvncurs gerathenen Nicolaus 
Anacker von Hainbach werden hiermit nochmals öffentlich vorgeladen, um ihre Forderun, 
gen entweder in Person oder durch hinlänglich bevollmächtigte Mandatarien in dem dazu 
ein für allemal auf den rstenJunii a.c. bey Vermeidung gänzlicher Ausschließung anberaum 
ten Termin vor hiesigem Amte ordnungsmäßig zu liquidiren. Spangenberg am loten April 
1807. - Hess. Amt dahier, in 6äem Lometsch, Amts-Assessor. 
Da sich der im 2ten Hessischen Linien- Infanterie- Regiment angestellte Sous- Lieutenant von 
Dallwigk ohne Urlaub aus der Garnison entfernt, auch wiederhohlt an ihn ergangener Ordres 
ohngeachtet sich noch nicht wieder'beym Regiment eingefunden hat, dessen gegenwärtiger 
Aufenthalt aber unbekannt ist; so wird derselbe hiermit öffentlich aufgefordert, sich so gewiß 
hinnen ^4 Tagen beym Regiment zu melden, als sonsten er als Deserteur augesehn, und 
dyrch Kriegsrecht über ihn gesprochen werden wird. Cassel den 2Zten May 1807. 
Das Kriegs-Gericht des 2ten Hess. Linien-Infanterie-Regiments. 
Schraidt, Oberst. Schreiber, Auditeur, 
Erneuerter Befehl wegen Anhaltung der fremden Deserteurs und 
Landstreicher. 
Da so selten Deserteurs eingebracht werden und daher die Vermuthung entsteht, daß die Be« 
amten und Orts>Vorgesezten es an der nöthigen Sorgfalt ermangeln lassen, um dieselben 
zu betreten und zu Haften zu bringen: So wird in Erfolg des vom Kaiserl. Französ. Gou 
vernement erhaltenen Auftrags der unterm .24WN Januar d. I. dcsfalls ergangene Befehl 
hierdurch erneuert, und sämtliche Beamten auch Magistrate in den Stabten nochmals 
angewiesen, ihren Untergebenen besonders aber den Greben und Vorstehern einzuschärfen, 
daß sie bey Vermeidung harter Strafen ein wachsames Auge auf alle durchkommende Frem, 
de haben, und die Deserteurs ohne Unterschied der Dienste, worin sie gestanden und die sie 
verlassen haben, so wie alle nicht mit Pässen versehene Personen sofort arretiren und vor 
Amt bringen, woraufsie sodann genau zu verhören, mit dem Protokoll anher zu schicken und 
an die Behörde abzugeben sind. Cassel den szten May 1807. 
Hess. Rriegs-Collegii ites Departement. 
Todesfall. 
Mt gerührter Wehmuth machen wir hierdurch unsern geschätzten Freunden und Verwandte» 
bekannt, daß unsere theureste Mutter, die verwitwete Metropolitan^, Catharine Elisabeth 
Münscher, geb. Schröder, zu Hersfeld, am -Ren d. M. zu einem beßren Leben überging. 
Sie
	        

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