Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1807, [1])

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ii) 
.) Montag den izten d. M. und die folgende Tage Nachmittags nach zwey Uhr sollen in der 
Frankfurter Straße in der Behausung deö Seifensieders Schumann verschiedene Effecten, an 
Gold, Silber , Tisch - Bett- und Lelblinnen, und Frauenskleidungsstücke, auch jonftige Sa 
chen, gegen sofortige baare Bezahlung verauctionirt werden. Es wwd daher solches mit dem 
Beyfügen bekannt gemacht , daß die erstandene Sachen jedesmal den darauf folgenden Mit 
wochen oder Sonnabend unfehlbar abgeholt werden müssen, indem solche sonst auf Gefahr 
und Kosten der Käufer gleich darauf anderweit ausgeboten werden sollen. Eassrl am tten 
April L807. ^ Haußmann, vig. comtnisls. 
Da ich so eben eine Partie neuer Pettinet und Kreutz-Flor-Spitzen, auch moderne Gar« 
"dinen-Frangen erhalten habe: so mache dies hierdurch schuldigst bekannt, und bringe bey 
dieser Gelegenheit meine Farbekugeln denen DamenS in Erinnerung, womit man in einer 
Viertelstunde alle Couleuren mit leichter Mühe färben kann. Gebrauchzettel hierzu sind bey 
mir unentgeltlich zu haben. 3. PH. Roch, in der Schloßftraße in Nr. 18z. 
6) Beste Ostheimer Kirschstämme, t* und 2jährig, zu 1 und r Ggr. das Stück, sind in mei 
nem Berggart en wieder, sobald das Wetter das Ausgraben erlaubt, zu haben. 
I. PH. Roch, in der Schloßstraße in Nr/igz. 
7) Es werden noch verschiedene Anlehn für Städte und Gemeinden in Hessen, unter den 
vorcheilhaftesten Bedingungen gesucht. In eine der angesehensten Speerrey- und Speditions- 
Handlung allhier, wird ein auswärtiger junger Mensch von guter Familie und Erziehung, 
der Caution machen kann, auch die gehörige Vorkenntmße besitzt, als Lehrling sogleich 
verlangt. In eine auswärtige berühmte Apothecke, kann ein junger Mensch von erforder 
lichen Eigenschaften, unter Aufsicht eines der geschicktesten Männer als Lehrling angestellt 
werden. Weitere Nachricht giebt 
das Bröckelmannsche Commissions-Bureau, am Brink Nr. ;i8. 
K) In dem Hessischen ersten Linien - Infanterie-Regiment sind gegenwärtig die beyden Aide- 
Chirnrgen-Stellen vacant. Brauchbare Subjecte, welche sich dazu fähig halten, ftl)vn meh 
rere Jahre im vormal. Kurfürst!. Hessischen Militair als Compagnie, Chirurgen gedient, zu 
Marburg oder sonst wo studirt, und zu diesen äußerst Vortheilhaften Stellen Lust haben, kön 
nen sich deshalb bey dem Regiments-Chirurgo Gottschalck zu Cassel melden, 
y) Nachdem auf Befehl der Hessischen Oberrrnt - Cammer die Gräserey von dem zwischen 
Haddamar und Wehren dahiesigen Amts gelegenen sogenannten Wehren-Tejch, Theilweist 
von Petritag d. I. an aus ein, drey oder mehrere Jahre öffentlich an den Meistbietenden 
verpachtet werden soll, und dazu Terminus licitationis in loco bey dem Wehren-Teich auf 
Montag den Loten dieses bestimmt worden; Als wird solches, und daß die Gräserey zu 
Dienst gemähet, trocken gemacht und r Stunden weit gegen Entrichtung der Dienstgelber 
durch die dienstbaren Haufen des hiesigen Amts angefahren werden müsse, des Endes hier 
durch bekannt gemacht, damit diejenigen, welche solche Gräserey zu pachten gesonnen, ge 
dachten Tages Morgens 9 Uhr bey gedachten Wehren. Teich sich einfinden, und bieten kön 
nen, und hat der Meistbietende salva ratìLcatlone Hessischer Oberrrnt - Cammer des Zuschlag 
sich zu gewärtigen. Gudensberg den 4ten April 1807. Lrümper. 
io) ES sind hier aus einem Kaufmarrns-Hause am-Montag nach der Messe zwey Stücke Tuch 
gestohlen. Ein Stück ist blau das andere schwarz, zusammen 54! Elle. Wer so menschen 
freundlich ist, etwas von diesem Diebstahl anzuzeigen und gewisse Auskunft zu geben, erhält 
50 Rthlr oder den Werth der Tücher. 
u) Am dritten Oftertage Abends spät ist bey Hrn. Schaumburg ein feiner großer runder Huth 
verwechselt mit genommen worben. Derjenige, welcher denselben hat, wird gebeten, ih« 
gegen seinen heraus zu geben, und erfährt in der Hof- und Waifenhausbuchdruckerep dee 
Eigenthümer,
        

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