Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1806, [2])

Vcm i Octvöer 1826. 
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7) Da die hinterlassene Witwe des verstorbenen hiesigen Ober. Post-Amts-Pedelle« Mestek, 
als bestellte Vormünderin ihrer Kinder erklärt hat, daß sie dessen Erbschaft nicht anders 
als cm« beneLcio ich'u- et inventarii antreten könnte, und in dieser Hinsicht die öffentliche 
Vorladung dessen Gläubiger erforderlich ist: So werden hiermit alle diejenigen, welche an 
des besagten Ober-Post-Amts-Pedellen Mentel Verlasieuschaft gegründete Forderungen z« 
haben vermeynen, angewiesen, in dem aus den 4ten November nächstkünstig hestimmten 
Termin auf Kurfürst!. Hofgericht, entweder in Person, oder durch anreichend bevollmächtigte 
Anwalde zu erscheinen, ihre Forderungen und sonstige Ansprüche gehörig darzuthun, im 
Nichterscheinungs-Fall aber der Praclusion bey diesem .Verfahren und Verwendung des 
Vermögens zu Befriedigung derer erschienenen Gläubiger zu gewärtigen. Cassel den yte» 
Septbr. I8o6. 
MupfüM^ Hess. Hofgericht dase/bft. 
8) Da es nöthig ist den Schuldenzustand des verstorbenen Lramer Martin Lampmann zu un 
tersuchen: Als werden hiermit alle und jede, welche an dem gedachten Cramer Martin 
Lampmann Forderungen und Ansprüche zu haben vermeynen, vorgeladen, indem auf Frey 
tag den rgtrn Oktober d. I. peremtorisch bestimmten Termin vor hiesigem Stadtgericht zu 
früher gewöhnlicher Gerichtszeit zu erscheinen, ihre Forderungen und Ansprüche anzugeben, 
* zu begründen und kechtliches Erkenntniß, im Entstehungsfall aber zu erwarten, daß sie nicht 
weiter gehört, sondern ausgeschlossen werden. Cassel den szten September 1806. 
Bürgermeister und Rath daselbst. 
y) Nachdem durch den in Sachen des Färbermeister August Gröper, wider seine Gläubiger 
ertheilten Stadtgerichts-Bescheid vom rten Julii d.J. die Edictal-Ladung aller derer sämt 
lichen Creditoren des hiesigen Färbermeisters Gröper dergestalt erkannt worden ist, baß die 
jenigen, welche sich noch nicht gemeldet haben, in einem zu bestimmenden Termine ihre For 
derungen bey Strafe der Ausschließung vorbringen und sich aus das vorgeschlagene pactum 
remissorium derer 20 pCt. bey Vermeydung des Rechts-Nachtheils, daß die Nlchterschei- 
«enden als der Majorität beytretend werden angesehen werden, erklären sollen; Als wird 
peremtsrischer Termin auf Dienstag den r?ten Januar k. I. anberaumt, worin alle und jede 
Creditoren des Färber August Gröper vor hiesigem Stadtgericht zu früher gewöhnlicher Ge 
richtszeit erscheinen und obige Auflage unter dem darin angedroheten Rechts-Nachrheil besol, 
grn sollen. Cassel den i8ten September 1806. Bürgermeister und Rath daselbst, 
ra) Da die in der Debitsache der Handelsleute Jacob und Salomon Dodrus Haas zu Frank 
furt a. M. bestellten Curatoren auf die von dem Hof- und Cammeragenten Levi Feidek da 
hier bey hiesigem Oberschultheisen - Amte angestellte Arrestklage in den wiederholt angesetzt 
gewesenen Terminen sich nicht ein- und vernehmen lassen, zugleich aber auch kein Dokument der 
Insinuation des letzteren Dekrets eingegangen ist; so werden dieselben ad instantiam des Jm- 
petranten hierdurch noch ein für allemal edictaliter citirt, !n alio auf den 27ten Oktober be 
stimmt, so gewiß auf die Klage sich ein- und vernehmen zu lassen, als sie widrigenfalls zu 
gewärtigen haben, daß die Forderung für eingestanden gehalten, und weiter W. SR. erkannt 
werden wird. Cassel den 8ten September 1806. 
Rurfürsil. OberschultheißeN'Amt hierselbft. Beermann, 
in) Ob zwar in Debit-Sachen des hiesigen Wollenweberö Christian Müller wegen dessen sei« 
Vermögen weit überwiegenden Schulden, sämmtliche Gläubiger zu Verhütung eines Cou- 
curs.Processes zu Eingehung eines Nachlasses verschiedentlich vorgeladen worden sind; so ist 
doch kein pactum remiiTorium zu Stande gediehen und demnach der förmliche Concurs über 
vorgesagten Christian Müller unterm heutigen Tag erkannt worden. Es werden daher des 
sen sämtliche Gläubigere, sowohl die Bekannte als Unbekannte hierdurch vorgeladen, ln Ter, 
' mino Donnerstag den i6ten Oktober schiersfolgend vor hiesigem Kurfürst!. Amt entweder in 
Person, oder durch ordnungsmäsig zu legitimirende Anwälde zu erscheinen, mrd ihre an dem 
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