Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1806, [2])

12 ,24 
qotes Stück. 
ganze Frevgebraue hergebracht hatten , eben falls mit einem halben Frevgebraue, nach der Ord 
nung des gezogenen Looses, begnügen, und das andere halbe Looö, gegen eine nach dem rei 
nen Ertrage des letzten Loosgebraues ein fürallemal zu bestimmende billige Vergütung, nicht 
an einzelne Brauer, sondern an die ganze Braugesellschaft, welcher dagegen die auf diesen hal 
ben Freygebrauen haftende Accisfreyheit zu Statten kommen soll, überlassen müssen. Wor, 
nach also Alls, die es angeht, sich untertänigst zu achten haben. 
Urkundlich Unserer eigenhändigen Namensunttrschrift, und beygedruckten Kurfürst!, gehei 
men Siegels. Cassel den rten September 1806. 
Wilhelm Kurfürst. (h. 8.) vt. Eaumbath. 
RegierungS - Ausschreiben. 
Unsern rc. rc. 
Es ist in der Testamentsordnung vom aten August r8or. §. 2. vorgeschrieben, daß bey Auf 
nahme gerichtlicher Testamente oder andrer letzten Willensverordnnngen außer den übriaenGe- 
richtspersonen ein Aktuarius gegenwärtig seyn, dafern aber bey dem Amte oder Gerichte kein 
Actuarius angestellt ist, in den Städten die Zuziehung eines Rathsverwandten und tn den 
Dörfern zweyer Gerichtsleuten geschehen soll. Ob nun zwar nach der aus dem Inhalt und Zu« 
sammenhaug des Gesetzes hervorgehenden Absicht unter dem Actuario nur ein solcher verstan 
den wird, welcher öffentlich und zwar bey den herrschaftlichen Aemtern von dem Landesherren 
und den Patrimonialgerichttn von der Gerichtsherrschaft angestellt ist, und in Pflichten steht' 
so ist jedoch in vorkommenden Fällen der Sinn des Gesetzes verfehlt und dafür gehalten wor! 
den, daß auch d-e von den Beamten auf ihre Kosten angenommenen Schreiber, oder sogenann- 
te Privat. Actuarien, zur ordnungsmäßigen Aufnahme der Testamente, und anderer letzten 
Wtllensverordnungcn, hinzugezogen werben könnten. Um daher einer solchen uririchtraen Erklä 
rung nicht weiter statt zu geben; so wird auf höchsten Befehl Sr. Kurfürst!. Durchlaucht Unsers 
gnädigsten Landesherren hierdurch ausdrücklich und bestimmt verordnet, daß künftig tan der 
gleichen Privat-Actuarius, wenn er gleich verpflichtet ist, bey Errichtung der letzten Wlllens- 
verordnunzen die Stelle eines Actuarii versehen, widrigenfalls dies, als ein Mangel der vor« 
geschriebenen auffern Solennitäten, angesehen und nach dem §. 8. eingangs demelbeter Ver 
ordnung verfahren werden soll. Wir befehlen Euch daher, dieses Ausschreiben nicht nur in 
gewöhnlicher Masse zu publiciren, sondern auch bey Errichtung der Testamente und Codicille 
hiernach zu verfahren. In dessen rc. Cassel den Löten August l8o6. 
Rurfürstl. Hess. Regierung hjerselbst. 
Edrctalvorladunqen 
I) Nachbenahmte, gegen die gnädigst erlassene Landesordnnngen ausgetretene junge Mann. 
schaftr 
3) aus dem Amt Gudensberg: Johannes Bernhard, aus Niedenstein; und Johann 
George Klöppel, aus Sand; 
d) aus dem vonDalwigkschen SamtgenchtHof: Wilhelm Hildebrand, Johannes Gabel, 
Nicolaus Grimme!, und Bernhard Hrldcbrand, aus Hof; Philipp Kraft, Martin Rost 
und Philipp Kraft, aus Breitenbach; Conrad Schaub, und Johann Daniel Engelbrecht! 
aus Grosenbof Martinhagrn; 
werden von Amtswegen dergestalt öffentlich citirt, daß sie sich binnen Jahresfrist, und resp« 
vor zurückgelegtem röten Jahre ihres Alters, wiederum einstellen, oder grgenfalls zu gewär. 
tigen haben sollen, baß mit ihrem Vermögen der Verordnung vom ixten April 1805. ze. 
mäs verfahren werde» 
S)
	        

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