Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1806, [2])

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zrtes Stück. i(c " 
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genöthigt, andere kommen zu lassen. Er macht solches feinen Freunden mit der Bemerkung' 
zugleich bekannt, daß, wenn Blumen-Liebhaber besondere Sorten zu haben wünschen, und 
sich nicht selbst damit befassen wollen, sie ihre beliebigen Aufträge in frankirten Briefen mit 
beygelegtem Gelde bis Ende August an ihn senden können, wobey er die reelleste Besor 
gung verspricht. * 
35) Es stehet eine gsitzige Chaise, welche noch recht gut ist, billig zu verkaufen. Bey Hm. 
Schumann in der obersten Johannesstraße ist das Weitere zu erfahren. 
Zü) Beym Kramer und Saamenhändler Krollpfeiffer sind alle Sorten Winter-Pflanzen-Saa- 
men, wie auch Winter-Kopf-Salat, und rundblatiger alter Winter- Spinat - Saamen zu 
haben. 
57) Es ist ein falscher Nachschlag älterer Kurhessischen Conventions-Münzen zum Vorschein ge 
kommen, und zwar: i) 8 Albus- oder l Rthlrstücke mit der Jahrzahl 1767«, deren Com« 
Position aus weißem Kupfer bestehet, die aber daran leicht zu erkennen: daß die Buchstaben 
des Gepräges sehr ungleich und schlecht geschnitten, das Laubwerk in einander geflossen, auch 
der Löwe in dem Wappenschilde ganz schief stehet, wobey selbige zugleich etwas dünner wie 
die ächten £ Rtblrsiücke sind, und bey dem Abschleifen eine röthüche Farbe haben. 
2) 4 Gutegroschen- oder ^ Rthlrstücke mit der Jahrzahl 1769. von eben der Composition, 
die etwas kleiner und dünner wie die ächten Stücke, dabey das Gepräge derer Buchstaben, 
welche nicht in die Stempel, wie gewöhnlich eingesenkt, sondern darein geschnitten, sehr 
ungleich, und so wie der Löwe des Wappenschildes mit dem Namenszuge FL. schlecht gra- 
virt. 
z) 4 Albus- oder f Rthlrstücke mit der Jahrzahl 1760. in welchem Jahre noch gar keine 
Conventions - Münze geschlagen worden, woran das Gepräge ebenfalls sehr ungleich und 
schlecht. Jedes Stück dieses nachgeschlagenen Geldes aber ist beynahe i Loth am Gewicht zu 
leicht, mithin vorzüglich dadurch, auch an dem blaurothlichen äußern Anschein, und klap 
pernden Ton beym Auswerfen, von denen guten Sorten zu unterscheiden. 
Dem Publico werden dahero die Merkmale dieser falschen Münzen hierdurch bekannt ge 
macht, und daßelbe vor deren Annahme gewarnt. Cassel den zoten Julii 1806. 
D. H. Fulda, Münzrath. 
38) Es sind in meinem Laden 6 St. silberne Eßlöffel liegen geblieben. Wer sich dazu legirimi- 
ren kann, kann solche in Empfang nehmen. Mourguet. - 
39) Am raten Julii Nachmittags nach 3 Uhr ist von der Meyerey bis den halben Weg nach Nie 
derzwehren, auf der Frankfurter Straße, ein brauner großer Arbeits-Beutel grün- u. gelb 
gestreift quarirt, worin folgende Sachen befindlich waren, verlohren gegangen: t) an baa- 
rem Geld 2I Lbthlr., 5 bis 6 Lbthlr. an Münze, in Groschen, und - Albus-Stücken; 2) 
eine rothe lederne Schreibtafel , worin eine Quittung von 52 Rthlr., eine Rechnung von 
37 Rthlr., eine Bleyfeder mit silbernem Beschlag, und ein Brief, worin der Name des Ei 
gentümers befindlich; 3) ein goldenes Epaulet; 4) Dutzent große, und i§ Dutzeut 
kleine Försters Uniform-Knöpfe; 5) carmoisinrothes Tuch zu Kragen und Aufschlägen; ü) 
4 Ellen carmoisinrvthen Chalon zu Unterfutter; 7) ein großes dunkelgrün changirtes 
Manteltuch, eine Seite braun, die andere Lilla-Kante; 8) ein kattunen Frauenskleid, ver 
deckten Grunds mit gelb und braunen Müschen; y) ein aschgrauer seidener Arbeits-Beutel mit 
rothem Futter, gelber Litze und Glocken'; 10) rin weißes halbes kattunen Tuch mit N. ge 
zeichnet ; 11) rin Chemisettchen; 12) ein Paar baumwollene Strümpfe mit N. gezeich 
net; 13) «in Paar leinene dito; 14) 5 Hausmiethe-Contracte, welche am yten d. M. auf 
gestellt sind, und der Name des Eigenthümers darin befindlich ist. Wer hiervon Nachricht in 
der Hof -und WaisenhauSbuchdruckrrey geben kann, erhält mit Verschweigung seines Namens 
- Carolins.
	        

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