Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1806, [1])

Vom rrSltti Msy 1806. 707 
Der bisher bey der Brigade leichter Truppen gestandene Compagnie-Ehir'urgus Chr. Carl Lud 
wig Körner ist zum Prosector bey dem Anatomischen Institute auf der Universität Marburg 
gnädigst ernannt. 
Die durch das Ableben des Pensionair-Landbereiters Demme zu Grebenstein erledigte Stelle 
ist nunmehr dessen Adjuncto Nicol. Jung wirklich gnädigst conferirt. 
Die erledigte Forellenfängerstelle zu Frankenberg, sammt der damit verbundenen Forstaufstcht 
über die Breitestruth, ist dem bisherigen Controleur Wasmuth auf dem hiesigen Fischerhofe 
gnädigstübertragen, und dagegen 
der Ernst Hermann von Jmmenhausen wiederum zum Controlleur auf gedachtem Fischerhofe 
bestellt. 
Gemeinnützige Sache: 
Eine allgemeine Klage der Garten-Besitzer ist über den Schneckenfraß, welche alle Pflan 
zungen verzehren. Solcher Klage abzuhelfen ist nichts vortheilhafter anzuwenden, alseine 
Lauge aus Holzasche mit Kalk bereitet;^ diese tobtet die Schnecken und lößt sie zu einem Schleim 
auf, die aber den vegetabilischen Gewächsen nicht leicht schadet. 
Um diese Lauge sich zir bereiten, ist nicht nothwendig gerade wie der Seifensieder zu ver 
fahren. Man bringt ein Faß mit einem Boden in den Garten, thut nach der Proportion des 
Gartenlandes 2, 4 bis 6 Metzen Holzasche und ohngefehr § &i$ 1 Metze ungelöschten Kalk 
zusammen in dasselbe, alsdann füllet man mit kaltem Wasser das Faß. Hat sich Asche und Kalk 
zu Boden gesetzt, so füllt man von der odenstehenden Lauge in eine Gießkanne, und begießet 
damit entweder das Land vor der Pflanzung stark, damit sie tief bis an die Jnsectcn reichen 
kann, oder sind Pflanzen zu begießen, so kann man nur flüchtig übergießen. 
Wäre die erste Lauge vergoßen, so schüttet man wieder frisch Wasser auf die Asche in dem 
Faß, rührt etwas den Kalk und Asche auf, und läßt sie sich abermal setzen. Das heißt Nach 
lauge. Der endliche Rückbleibsel im Faß kann als gute Dünge genützt werden. 
Warnungs-Anzeige. 
Da der hiesige Bäckermeister Henrich Schmidt seit Kurzem zum stenmal, wegen viel zu leicht 
gebackenen Brods, in 10 Efl. Strafe, mit der Verwarnung, daß ihm bey dem nächsten 
Contraventionsfall das Handwerk n'edergelegt werden soll, condemnirt worden; so wird 
dieses hierdurch zur Warnung öffentlich bekannt gemacht. Cassel den 2iten May 1806. 
Aus Rurfürstl. polizey-Commiffisn. 
Fremde und hiesige Personen, die vom -gten bis den rcten May 
alllüek einvasiirt sind. 
Aum Leipz. Thor : A. 14. Hr. Kammerrath v. d. Decken, in Hannöv. Dienst, k. v. Hannover- 
l. b. Hrn. v. Schachten. Hr. Rittmeister v. Brestmann, und Hr. Lieut. v. Mathae, beyde in 
Preuß. Dienst, k. v. Münden, l. i. K. v.Pr. A. 15. Hr. Hofrichter v. Berlepsch, in Hannöv. 
Dienst, k. v. Münden, l. i. K. v. Pr. Hr. Lieut. von Gumolenzky, in Preuß. Dienst, k.v. 
Münden. A. 17. Hr.Lieut. v. Stockhausen, nebst einem Commando v. Rgmt. Wurmb, k.v. 
Eschwege. Hr.v. Bülow, k.v.Leipzig, l.i.K.v.Pr. Hr.Geh. Rath v. Brandenstein, in 
Anhalt. Dienst, gestand, k. aus Sachsen, l. i. Berliner Hof. A. 20. Hr. Graf v. Hamal, k. v. 
Hriligenstadt, g. d. Hr. Lieut. Holzschue, nebst einem Commando v. Rgmt. Kurfürst, k. v. 
Marburg. 
Aum HoUänd. Thor: A. 14. Hr. Amtmann Caspar!, k. v. Paderborn, l.i. Hess. Hof. Hr. 
v.Heyden, k.v. Hofgeismar, l. das. Hr.Oberst v. Spiegel, v. d. Garde du Corps, k. von 
Helmarshausen. 2 Hrn. Gebr. Grafen v. Bentheim, k. v. Paderborn, l.i. Hess. Hof. Am 
iy. Hr.Hauptmann v.Ende, v. Rgmt. Schenck, k.v.Breuna. 
Zum Zrankfurt. Thor; A. 14» Hr. Geh. Rath v. Löen, in Hesien-Hom bura.
	        

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