Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1806, [1])

Vom zOttn December LKss. 
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-) Nachdem höchsten Orts, zu beßerer Beförderung der Correspondenzien auf dem Nürn-er- 
ger Cours, besonders der Herrschaftlichen und Commercial-Briefe nach und von der Stadt 
Hersfeld, gnädigst resvlvirt worden, die wöchentlich zweimalige ordin. reitende Post zwi 
schen hier und Schmalkalden, so hin-als herwärts, über'Hersfeld zu leiten, und des En 
des solche an jedem Dienstag und Sonnabend, statt um n bis ir Uhr Vormittags, früh 
Morgens um 9 Uhr abgehen zu lassen; so wird solches, und daß demnach die mit dieser Nürn 
berger Post abzusendende Briefe nicht später als um 8 Uhr an selben Tagen Morgens früh 
zum Post-Cvmtoir allhier zu liefern sind, dem Publicv hierdurch bekannt gemacht. Cassel 
den 2iten December 1805. Aus Kurfürst!. <L>ber-post-2lmt. 
10) Diejenigen von meinen Herrn Interessenten, welche zur hiesigen Zaten Lotterie Loose von 
folgenden Nr. als: 1282, 8z, 87, 2308, 13, 14, 15, 12716, 17, 22, 27, 3^, 32, 35, 
41, 43, 45, 46, 68, 81, 83, 85, 88, yo, 94, 14927 und 14930. in den 5 Classen gespielt 
haben, und gesonnen sind, solche in der 6ten Classo fort zu spielen, wollen die Renovation der 
6ten Classe vor dem zten Januar 1806 gegen die Einlage, und Abtragung der Rückstände, 
bewürken, widrigenfalls sie keinen Anspruch weiter daran haben, und ich die Loose an andere 
Spiellustige verkaufen werde. Uebrigens bleiben die ersten Interessenten mir wegen des 
Rückstands verbindlich. Cassel den i9ten December »805. Isaac Hertz Wallach. 
ji) Es sind Sonnabends de»7ten huj. von einem hiesigen Gerichts-Eingesessenen, 2 dem An 
sehen nach polnische Pferde, welche wahrscheinlich irgend einem Preußischen Cavallerie- 
Regiment entlaufen, eingefangen worden. Wer sich dazu, durch Angabe der näheren Kennt- 
zeichen und sonst als Ergenthümer legitimirt, kann solche gegen Erstattung der Fütte- 
rungs-Bekanntmachungs- und sonstiger Kosten binnen 14 Tagen in Empfang nehmen, wi 
drigenfalls dieselben nach Verlauf der gesetzten Frist öffentlich meistbietend verkauft und 
das dafür gelößte Geld in gerichtliche Verwahrung genommen werden soll. Arnstein den 
9teuDecember 1805. 
Adlich von Bodenhaufisches Gericht. Chr. Lud. Collmann. 
12) Nachdem das Landgräfliche Oberbergamt Brilon angewiesen worden ist, die-auf 8oooPf. 
gröftentheils sehr reine nicht silberhaltige Bleyerze so sich auf der Herrschaftlichen Eisenhüt 
te zu Silbach, ohnweit der Stadt Winterberg vorräthig finden, dem Meistgebot auszuse- 
zen, und dem Meistbietenden ftlva ratltìcatione camera: ber Zuschlag geschehen soll; so wird 
allen Kauflustigen der auf den zoten Decbr. dazu bestimmte Verkaufs-Termin hierdurch 
öffentlich bekannt gemacht, und haben selbige auf der Herrschaftlichen Hütte zu Silbach, 
wo der Verkauf geschieht, die nähern Kaufbedingungen bey dem dortigen Landgräflichen Herrn 
Hütten-Administrator Blumbof einzusehen. Brilon im Herzogthum Westphalen den 26ten 
Nov. 1805. Von Landgräflich Hessischen Gberbergamtswegeri. 
13) Mit dem izten Januar fängt die Ziehung der 6ten Classe hiesiger zrten Lotterie an, wv 
bey mir das Schicksal einer jeden Nummer durch eine Haupt-Controlle zu erfahren ist. 
Isaac Hertz Wallach, wohnhaft in der Lazarusstraße in Nr. 934. 
14) Vor dem Friedrichs-Platz in Nr. 100. sollen Donnerstag den rten Januar k. I. die nach 
gelassenen Effecten der verstorbenen Demoiselle Morrien meistbietend verkauft werden. 
15) Aus einem gewissen Hauseist eine doppelte Jagdflinte, welche damascirte Läufe hat, ganz 
neu und wenig gebraucht ist, mit einem neuen Riemen und 2 neuen Steinfuttern von grünem 
Saffian versehen, auch die Schlosse mit dem Namen Berleur bezeichnet, diebischer Weise 
entwendet worden. Da nun zu vermuthen ist, daß solche irgendwo verkauft worden, dem 
Eigenthümer derselben aber an der Wiedererhaltung äußerst viel gelegen; so wird dieses hier 
durch bekannt gemacht, und gebeten solche gegen das Kaufgeld >nd ei» angemesse A s Dou- 
l ceur, in der Hof- und Waisenhauö-Buchdruckerey gefällig wieder abzugeben. 
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