Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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er angehöre? fs hat er gesagt: erware aus Carlshafen, seine Eltern waren tob, er wäre bey 
einer Base gewesen, wo er es schlimm gehabt hatte, und aus dem Grunde wäre er wegge 
gangen. Da man ihm nun von Eiterhagen nicht weiter auf die Spur gekommen ist, den 
Eltern aber wegen Erziehung des Knaben viel daran gelegen ist, denselben wieder zu erhal 
ten; so wird jeder Menschenfreund ergebenst ersucht, ans den Knaben zu achten, und wo er 
sich vorfindet, aufzunehmen und Unterzeichneten, gegen Erstattung der Kosten, davon gü 
tigst zu benachrichtigen oder zuzuführen, der alsdann das Weitere gern besorgen wird. Cas 
sel den l9ten December 1805» Bischofs, wohnhaft in der Unterneustadt 
in der Waisenhausstraße. 
so) Sechs Stunden von Cafsel stehen vier zur Oeconvmre und für einen Fuhrmann brauch 
bare Pferde zu verkaufen. Die Hof- und Waisenhaus-Buchdruckerey sagt wo. 
ri) Beym Bäckermeister P. Keßler in der Königsfiraße sind viele Sorten Honigkuchen, wie 
auch weiße und braune Mandel- und Gewürzkuchen zu haben. 
HS) Dem Kaufmann Balthasar Grübe auf dem Carlsplatz sind für das bevorstehendeJahr aber» 
mals sehr schöne Neujahrs-Wünsche auf Atlas von vielen Sorten zugeschickt worden. Mit 
diesen sowohl, als auch Pomeranzen-Eztract, Wachslichtern, Engl. Nachlichtern in Schach 
teln, Hamburger Neublau und blauer Tinztur, Braunschwerger Cichorien rc. empfiehlet sich 
derselbe neben seiner Specerey- und Saamenhandlung. 
SZ) Auf der Oberneustadt in der Frankfurter Straße in Nr. 27. sind 2 fette Schweine zu ver 
kaufen. 
24) Ich habe seit geraumer Zeit eine Garküche und außer dem Hause Essen gegeben. Wegen 
des Ausmarsches des hiesigen Militairs aber sind einige von meinen Kunden abgegangen, 
und wie ich in Erfahrung gebracht habe, glauben Andere ich betrieb dies Geschäfte nicht 
mehr. Ich sehe mich daher genöthigt, hierdurch bekannt zu machen, daß ich nach wie vor 
koche, und außer dem Hause Mittags, und wenn es verlangt wird, auch Abends Essen gebe. 
Ich bitte deswegen um ferner gefälligen Zuspruch, und versichere billige und gute Behand 
lung. Frau Lachmann, wohnhaft in der obersten Johanuessiraße in des Schuhma 
chermeisters Schumann Haus neben dem Kaufmann Hr. Willius. 
25) Dienstag den 2ten Januar Nachmittags um 2 Uhr sollen im Civil-Gefangenhaufe 2 silberne 
Uhren, einiges Bettwerk, Frauenskleidungöstücke und etwas weniges an Hausgeräth meijs- 
bietend verkauft werden, welches hiermit zur Nachricht bekannt gemacht wird. Caßel den 
i8ten December 1305. Rurfürstl. Hess. Criminal-Gericht daselbst. Beermann. 
-6) Eine fünfjährige lichtbraune Stute mit z weißen Füßen, weißer Blesse und frhlerfrey, steht 
zu verkaufen. In der Hof- und Waiftnhaus-Buchdruckerey erfährt man wo. 
-7) Dem geehrten Publicum mache ich bekannt, daß junge Frauenzimmer von guter Erziehung 
bey mir Unterricht haben können im Sticken, sowohl auf dem Tambvurin als im Rahmen, 
in Baumwolle, Seide und Gold. Auch alle Gattungen Französischer Blumen machen. Seide 
und Flor neu zu waschen. Nahen, Stricken und andere weibliche Handarbeit. Ich ver 
spreche den genauesten pünktlichsten Unterricht, und sehr billige Bedingungen. Mem Logis 
ist bey Hr. Matthieu am Friedrichsplatz. E. Haßlinger. ° 
88) Aus der Oberneustadt in der Frankfurter Straßein Nr. 29. stehen 2 Pferde, dre zum Rei 
ten und besonders zum Fahren zu gebrauchen sind, und eine gsitzige offene Chaise, hinten 
und vorn mit Verdeck, nebst 2 Kummetgeschirren, zu verkaufen. Beym Hauswirth ist sich 
zu melden. 
29) Dem geehrten Publicum mache ich hierdurch bekannt, baß bey mir alle Sorten Honigku 
chen, braune und weiße Mandel- und Gewürzkuchen von gutem Geschmack, billig zu haben 
sind. Anton Sieberth, Bäckermeister in der Frankfurter Straße. 
30) Neue Holländische Heringe, Bückinge und Scheelfische, Citronen und Frankfurter Spelzen- 
gries offerire ich neben meinen führenden Specerey - Waaren zu billigen Preisen. 
-Heinrich Ruhl, wohnhaft in der Elisabether Straße. 
Rrrrrrrrr 2 gr)
        

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