Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

zg- 2ytes Stück. 
4 ) 
A) Nachbenahmte, gegen die gnädigst erlassene Landesorbnuttgen ausgetretene junge Mann- 
^aus^dem von Diedtschen Gericht: Curth Henrich Franck, Conrad und Johannes 
Gebrüder Jung, Henrlch und Curth, Gebrüder Jung, und Joh. Henrich Mohr, aus Im 
michenhain ; 
werden von Amtswegen dergestalt öffentlich citrrt, baßste sich binnen Jahresfrist, und resp. 
vor zurückgelegtem Löten Jahre ihres Alters, wiederum einstellen, oder gegenfalls zu gewär 
tigen haben sollen, daß mit ihrem Vermögen, der Verordnung vom 191m April 1805, ge 
rn äs, verfahren werde. 
Vorladungen der Gläubiger. 
1) Alle diejenigen, welche an dem hiesigen Bürger und Schuhmacher Jakob Weimar und dej- 
sen Ehefrau gegründete Forderungen zu haben glauben, werden hiermit aufgefordert, im Ter 
min Dienstag den löten Julii d. I. solche nebst den dazu nötigen Beweißmrtkeln bey hiesigem 
Stadtgericht anzuzeigen; widrigenfalls sie zu erwarten haben, daß sie damit nicht mehr ge 
hört werden können. Neukirchen am i4ten Junii 1805. 
Von hiesigen Stadtgerichtswegen. Wangemann. 
2) Da man wegen einer, zwischen dem Einwohner Barthold Ritter zu Löhlbach und dessen 
bereits gegen ihn klagbar gewordenen Gläubiger in Antrag gebrachten Befriedigung und son 
stigen pacti remiflorii, zu Abwendung eines förmlichen Concurfeö, zu wissen nöthig findet, 
ob derselbe nicht noch mit mehreren Schulden beschwert ist, so werden sowohl dessen be, 
kannte als unbekannte Gläubiger zu dem Ende edictaliter hiermit vorgeladen, daß letztere 
ihre an demselben habende Forderungen annoch in Termins den soten August nächstkünftig 
ebenwohl behörig anzeigen und begründen, als auch sämtliche Gläubiger nach Vorlegung 
des ganzen Vermögens und Schuldenbestands sich über die. allenthalbigen Anträge erklären 
oder in Entstehung dessen, gewärtigen sollen, daß sie nachher damit nicht weiter gehört son 
dern abgewiesen werden. Haina den Uten Junii 1805. 
Rurfürstl. Hess. Justiz-Amt alhier. wachs. 
3) Des Durchlauchtigsten Kurfürsten und Herrn, Herrn Wilhelms I. des heiligen Römischen 
Reichs Kurfürsten, Landgrafen zu Hessen, Fürsten zu Heröfeld, Hanau und Fritzlar, 
Grafen zu Catzen«lnbogen, Dietz, Ziegenhain, Nidda und Schaumburg rc. rc. Sr« Kur 
fürst!. Durchlaucht, Wir zu HöchstDero Regierung in Marburg gnädigst verordnete Gehei- 
merrath und Director, Regierungs-Räthe, Justiz-Rath und Assessores fügen hiermit zu 
wiffen, daß, nachdem sich bey dem gewesenen Postscribcnt, Johann Philipp Leonhard all- 
hier so viel Schulden hervorgethan, daß nach untersuchtem ttatu aüivorum & passivorum 
dessen Vermögen zu deren Bezahlung nicht hinlänglich ist. Wir demnach den Concurö-Pro 
zeß erkannt, und zu Liquidirung der Forderungen termmum prLiuäicialem auf Donnerstag 
den irten Sept. d. I. anberaumt haben. Es werden demnach alle und jede, welche an 
dem gedachten Postscribcnt Leonhard etwas zu fordern haben, hiermit öffentlich citirt und 
vorgeladen, in besagtem Termin, welcher ihnen hiermit pcremtorie präfigirt wird, zu er 
scheinen, und ihre Forderungen durch genugsam bevollmächtigte Anwälde gegen den Comradicto- 
rem zu liquidiren, und was sich sonst nach Recht und Ordnung gebührt, zu verhandle«, unter 
der Commination, daß die Zurückgebliebene auf Reproduktion dieser behörig zu verkündi 
genden Edictal - Citation weiter nicht gehört, sondern von diesem Concurs abgewiesen in 
Ansehung der Erschienenen aber auf das Verhandelte rechtlich erkannt werden solle. Wor- 
nach sich zu achten. Urkundlich des hierunter gedruckten Kurfürst!. Hess. Marburaer Re- 
-ierurrgsstegelö. So geschehen zu Marburg am -4ten May 1805.
        

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