Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

Mit Kurfürstlich. Hessischem gnädigsten Privilegio. 
Montag den 2^ December. 
General-Pardon für die Deserteurs der Kurhessischcn Armee. 
Von GotteS Gnaden Wir Wilhelm der Erste, deö heiligen Römischen Reichs Kur 
fürst, Landgraf zu Hessen, Fürst zu Hersfeld, Hanau und Fritzlar, Graf zuCatzen- 
elnbogen, Dietz, Aiegenhain, Nidda und Schaumburg rc. rc. 
f^a Wir häufig von denen Landeskindern, welche leichtsinniger Weise Unsere Kriegsdienste 
verlassen und von Unsern Kriegsvölkern weggegangen sind, um Gnade und Verzeihung 
angegangen werden; So haben Wir, auslandesväterlicher Milde,, beschlossen: allen und 
jeden Unterofficiers, Gemeinen, beeidigten Rekruten und Knechten, welche von Unserer Ca- 
vallerie, Infanterie, Artillerie, Jägern und Füsiliers, auch Garnisons-Regimentern rc. mit 
hin überhaupt von Unsern Kriegsvölkern, bis zum heutigen Tag descrtirt sind, und denen, 
außerdem Verbrechen der Desertion, kein weiteres Vergehen zu Schulden kommt, dergestalt 
einen gänzlichen Pardon zu ertheilen, daß, wenn selbige binnen Sechs Monathen und zwar 
vom izten d. M. bis zum iZten May k. I. bey ihren Regimentern und Corps, oder auch bey 
den Gouvernements im Lande sich wieder einsinden und als treue Unterthanen ferner dienen 
wollen, sie ohne einige Bestrafung wieder aufgenommen und ihnen ihr außerdem verfallenes 
Vermögen geschenkt und freygelassen werden soll. 
Wir hegen dabey das gerechte Zutrauen zu Unsern getreuen Unterthanen: daß sie, soviel 
an ihnen ist, zur Rückkehr ihrer desertirten Anverwandten mitwirken, des Endes denselben 
Ccc cccccc vv»
        

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