Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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47"es Stück. 
tiaá> einem iftäqigen Nervenfieber am 9ten sanft entschlief. Alle die sie näher kann, 
werden mit uns fühlen, was sie unö war, wie viel wir mit ihr verlieren, und uns 
Ihre aütiae Theilnahme, ohne weitere Bezeugung im stillen widmen. Cassel den Uten 
vember i8o^ àaelhardt, Oberst und Commandeur des Kurfürst!. Hess. Artillerie-Re- 
* ' gimentö und dessen Frau, geb. Schwarzenberg. 
. «ì^wichenen Sonnabend, Abends um 7 Uhr, als den sten dieses Monats schlug die «n, 
^„tücksschwere Stunde, welche einer unglücklichen Familie den härtesten Schlag menschlichen 
Ecbicksalö ruiüate, und 6 Mutterlose Kinder auch noch zu Vaterlosen machte. Unser un- 
veraeñlicke theuerer Vater, der bisherige Pfarrer Thomas Walper »u Sippershausen, en 
fiate am oben genannten, von uns nie genug zu beweinenden Tage, fern edles Leben plötzlich 
l f.ntn Scklaassuß. Wir, die nun vollends verwaisten 6 Kmder verlieren an ihm un. 
Ììlt ©t&lj« unsern Erhalter und Versorger, und werden durch diesen so höchst traurigen 
^desfall in tiefen Kammer versetzt. Unser, in ein besseres^ von allen Leiden frepcö Leben 
^dcrreaanaenrr Vater, warein Mann, dem wir nicht Thränen genug -nachweinen können, 
k-nn er besag einen jetzt leider! höchst seltenen wahrhaft moralischen Character, eine Den- 
" S Handlungsweise, wie fie nur der echt rellgil.se Chr.st besitzt. Der Verewigt, 
adiate nickt nur die lautern Lehren eines reinen Christenthums, sondern er lebte und han. 
rJívi auch seinen gepredigten Christuslehren in allen Stucken gemäs. Er war stets damit 
beschäftigt seine Kinder , welche er mit wahrer Vaterlrebe liebte, mit Gott und ihrem Er- 
iSser immer besser bekannt zu machen, ihren Herzen die heiligen Wahrheiten unserer beglük- 
kenden Religion immer lebhafter einzuprägen, sieden Weg der Wahrheit und Tugend zusüh. 
* und sie auf diesem schönen Wege wahrhaft zu beglücken. Seine Gemeinde liebte er eben 
so redlich , denn er suchte nur ihr Heil, ihre ewige Wohlfahrt zu begründen, kurz, er war 
ein Muster eines echt evangelischen Predigers,, welches Zeugnis ihm jedes Glied der Gemein 
de deren Lehrer und Freund er war, geben muß. Ach, es ist ein hartes Leiden, das Gott 
lins ruaefügt hat! — Ein alter Lajähnger Grosvater verliert an ilmr, dem zu früh, ach! 
ru früh Verstorbenen seine Stütze, seinen kinolichen Versorger und Pfleger im kraftlosen Al 
ter- seine 6, größtenteils noch unmündigen Kmder stehen laut jammernd an der entseelten 
hülle ìckres theuren sin einem Alter von 51 Jahren dahingeschiedenen Vaters und weinen 
ibm nach hülflos und verwaist. — Diesen unaussprechlich großen Verlust machen wir im 
böcksten Gefühl unseres tiefsten und gerechtesten Schmerzes allen Gönnern, Verwandten und 
freunden von dem Seligen und von uns schuldigst bekannt, und verbitten uns, von Ihrer 
Theilnahme überzeugt, alle Beyleidsbezeugungen. Sippershausen am 4ten November 1805. 
^ Ded Verstorbenen 6 Kinder: I-D. walper, Theolog.Studios. Anastasia 
walper. Ieanwalper. Reinhard walper. Dorothea walper. 
George Wilhelm walper. 
Bucher zu verkaufcn. 
, __ à„„ Sckiminck. in der obcrsien Petrisirasie Nr. -68. Aollsi-ndiges Handl.mgè- ke- 
o D.V Ad-M,. Don H°I,b»g, Land und F.ldl-bm ,n,t Kupf. F°I. - Nd. 
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