Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

537 ° 45tes Srück. 
2) Nachdem das dem hiesigenWaisenhause, über den alleinigen Verlag und Debit der Kalender, 
gnädigst verliehene Privilegium von Sr. Kurfürst!. Durchlaucht, auf fernere io Jahre, un 
ter dem 24ten v. M. huldreichst erneuert worden ist, und daher das Einbringen fremderKa« 
lender, wenn solche mit dem Stempel nicht versehen worden, bey einhundert Goldgulde« 
Strafe verboten bleibt; so wird dieses dem Publicum zur Nachachtunq bekannt gemacht. Cas 
sel den söten Oktober 1805. - Aus Rrrrfurftl. Regierung. 
Todesfälle. 
I) Ich mache hiermit denssür mich' so schmerzhaften Tod meines geliebten Gatten, des Bur 
gers und Hof-Messerschmidtmeifters Franz Steinhäußer bekannt, und empfehle mich, nebst 
meinen zwey noch unerwachsenen Kindern, dem fernern Wohlwollen meiner Verwandten und 
Freunde. Uebrigens werde ich die Fabrick durch geschickte Gesellen fortsetzen, und verspre 
che die beste und billigste Bedienung. Zugleich bitte ich Alle, welche noch an meinen ver 
storbenen Mann Zahlungen zu leisten haben, solche doch baldmöglichst zu berichtigen, indem 
ich dessen sehr bedürftig bin, und mit Mahnen mich nicht gerne abgebe. Cassel den 27ten 
Oktober 1805. Des Verstorbenen hinterlassene Witwe Marte Magdalene Steinhäußer. 
-) Sanft entschlummerte heut Morgens zu einem bessern Leben meine innigstgeliebte Mutter, 
Frau Marie Elisabeth Engelbrecht, geb. Behme, nach dem sie 4 Monate am Verlust ihrer 
Kräfte gelitten, im üZten Jahre ihres sehr thätigen Lebens. — Sanft ruhe ihre Asche! 
Von der Theilnahme meiner werthen Freunde und Verwandten, an dem für mich äußerst 
schmerzlichen Verlust, überzeugt, verbitte ergebenst die gewöhnlichen Beyleidsbezeugungen. 
Cassel den 28ten Oktober 1805. 
Der Raufmann Engelbrecht allhier. 
3) Mit tief verwundetem Herzen und thränenvollem Auge mache ich den, nach Gottes uner- 
forschlichem Rathschlusse beschlossenen, mir bittern und herben Verlust meiner durch den Tod 
mir entrissenen Ehegattin bekannt, welche am s/ten dieses Abends gegen 10 Uhr, nach ei 
nem kaum ztägigen Krankenlager, so unerwartet in die Wohnungen der Seligen hinüber 
gieng. Drey noch unmündige Kinder, welche mit mir an ihrem Sarge den Verlust bewei 
nen, und welche ich mit mir, unter Verbittung aller schriftlichen Beyleidsbezeugungen, 
allen Verwandten und Freunden zu fernerer Liebe hiermit empfehle, hinterließ sie mir. Cast 
fei den tzLten Oktober 1803. I. Rnieft, Handelsmann. 
Bücher zu verkaufen. 
Fllnli Secundl Naturalls HistorbejOpra dcc. ist Folio 2 Rthlr. J. M. Conradi optica & P. Wol- 
fart Physica, Castellis 1712 ist 4to 12 Ggr. Wechsel-Arbitragen von Wierz, mit Gewicht 
und Ellenmaaß versehen von Westenburger, Bafel 1761. ingto t2Ggr. blonumenta Pader- 
dornensta &c. Francofurti & Lipfixs7i3. Eisenmengers entdecktes Judenthum 2 franzb. 1700. 
ist 4. 3 Rthlr. Agenda, das ist Kirchenordnung, wie es mit Verkündigung des göttlichen 
Worts gehalten werden soll, Cassel 1763. in 4. 12 Ggr. Biblia Saera ex Sebastian! Castellio- 
siis interpretatione, Lipsiae 1750. l Rthlr. 4 Ggr. Schellers Anleitung die alten lateinischen 
Schriftsteller philosophisch und krittisch zu erklären, Halle 1783. 12 Ggr. Desselben kurz 
gefaßte lateinische Grammatik für die Schüler, Leipzig 1785. 8 Ggr. Haasens selbstlehrende 
Rechenkunst, Frans, u. Leipzig 1787. 6 Ggr. Gerstners Elemente für die ersten Anfänger 
der lateinischen Sprache, Stuttgard, 1794. 6 Ggr. Abhandlung von der Welt, derer Him 
mels und Erdkugeln, mit Anmerkungen und Kupfern versehen von Bergert, Lemgo 1736. 
ia Ggr. Das gelehrte Deutschland, Lemgo 177s. idGgr. VulcsnusFabulans, oder sonder-
        

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