Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

Vom ^ten November 1805. 
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Nahmen, kn' schwarzem Pelz den Winker vorstellend. 6) von einem Canapee der Ueberzug 
von der Rückseite , Z Ellen lang und i Elle breit, von dunkelblau, gelb und grüngeflamm-- 
tcn wollenen Plüsch abgeschnitten und mitgenommen. Der Vogt Murhard versichert demje 
nigen, welcher ihm von diesem boshaften Diebstahl gewisse Nachricht giebt, bey Verschweu 
gung seines Namens i Lbthlr. zum Douceur. Bemerkt wird noch hierbei), daß man so wert 
auf der Spur seye, daß der Dieb von großer Statur seye, und einen Zeckigren Hut, einedun- 
krlblaue Jacke, lange weiße.Beinkleider und Schuhe ohne Schnallen angehabt habe. 
Ii) Jy dem adlich von Baumbachischen Burghof zu Gemündeu an der Woyra sollen Donners 
tag den 7ten November d. I. und an den folgenden Tagen des Vormittags von 8 bis 12 Uhr 
und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr allerley Effecten von Porcellain, Messing, Kupfer und 
Ersen samt 3 Kühen auch Hölzern - und anderes Gerathe meistbietend gegen gleich baareAah- 
lung verkauft werden; welches Kauflustigen mit dem Beyfügen bekannt gemacht wird, daß 
die erstandenen Sachen an dem darauf folgenden Samstag oder Mitwochen gegen Bezah 
lung abgeholt werden müssen. Haina den i7ten October 1805. Extee, Rraft Vollmacht. 
rr) Allen meinen hiesigen und auswärtigen Freunden mache bekannt, daß ich mein Logis in 
derJacoböstraßs verlassen und mein gekauftes Haus hinterm Marstall, naheander Johannes- 
straße, bezogen habe, wo ich jeden mit Kleiderarbeit und Schabaracken zu machen , billigen 
Preises meine Dienste pfferire. Caspar -Hofmann, Schneidermeister. 
13) In einem gewissen Hanfe hierftlbst ist ein Tischtuch von Bildwerk mit Rosen und schmalen 
Streifen facvnirt, und blau gezeichnet mit dem Buchstaben K. Nr. 1., entwendet wor 
den. Wem solches zu Gesicht kommen möchte, wird gebeten, in die Hof-und Waisenhaus 
buchdruckerey Nachricht zu ertheilen, sollte das Tischtuch aber schon veräussert seyn, so ist 
man auch gerne eröötig, gegen die Auslage, solches wieder an sich zu bringen. 
14) Ein Fußpedal soll Sonnabends den azten November im Hinterhause des Lycei, an den 
Mehrsibretenden verkauft werden. Liebhaber können sich alödann des Nachmittags 4 nhr 
daselbst einsinden, und der Mehrsibietende nach eingeholter Genehmigung des Zuschlags ge 
wärtig seyn. Cassel den zoten October i8oz» Büchling. 
IZ) Da ich außer meinem stets führenden Meubelshandel ein Meublement gekauft habe, und 
wegen Mangel an Platz dasselbe wieder verkaufen will: so mache ich solches bekannt, und 
können Kauflustige sich bey mir, dem Schutzjuden Benedix Marcus in der obersten Jacobs, 
flraße rnNr. 241. einsinden. Es bestehet in Sophas, Otomanstühlen mit Ueberzügen, Spie 
gel -Commoden von Mahagoniholz, Kommoden von Kirschholz, Schreib-Bureaux, Spie 
geln, Tischen, Thee- und Arbeitstischen, und Küchengerathe, auch ein Fortepiano voriger 
besten Sorte» 
is) Ich habe einen meiner Arbeiter wegen erwiesener Untreue abschaffen müssen. Um für die 
Zukunft dergleichen Unannehmlichkeiten auch außer meiner genauen Aufsicht noch weiter 
vorzubeugen, ohnerachtct jeder, dem von dergleichen Leuten, oder ihren Frauen und Kindern, 
sticke nicht gewöhnliche Kaufsachen angeboten werden, leicht einsehen kann, daß sie gestoh 
len sind, so zeige doch ferner an, welche Waaren bey mir verfertiget werden, oder durch die 
Haube meiner Arbeiter gehen; cs sind: Salmiac, weißen und schwarzen, fast wie Alaun 
sublimirt, oder wie Salz crisiallisirt; Salpeter rohen, gelben, grauen und feinen weissen 
m langen Cristallen angeschossen; Berliner Blau von allen Sorten, Hamburger Blau; eine 
himmelblaue Farbe in vollen Cylinderstücken, 4 bis 5 Stück aufs Loth; blaue Wasch-Tink- 
tur in schwarz versiegelten 2 Loth-Gläsern; Glauber - Salz; Alaun ; grüner Vitriol; weiß 
caUinirte und schwarze Pottasche; und ein schwarzes sehr stark riechendes Knochen-Oel; mit 
freundlichem Ersuchen, den oder die, so dergleichen Sachen zu Kauf oder Tausch anbietet, an 
zuhalten, und mir davon sogleich Nachricht zu geben. Ich erwarte diese Gefälligkeit um so 
gewisser, da es die eigene Sache eines jeden Hausvaters ist, dergleichen heimlichen Diebe- 
reyen,Jvelchen jeder selbst ausgesetzt ist, so viel möglich zu steuren. 
Georg Evert Habich, in der Salpeter-Siederey am Weser Thor. 17)
        

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