Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

44 tes Stück. 
in langen Cristallen angeschossen; Berliner Blau von allen Sorten, Hamburger Blau; eine 
himmelblaue Farbe in vollen Cylinderstücken, 4 bis 5 Stück aufs Loth; blaue Wasch-Tink- 
tur in schwarz versiegelten 2 Loth-Gläsern; Glauber-Salz; Alaun; grüner Vitriol; weiß 
calcinirte und schwarze Pottasche; und ein schwarzes sehr stark riechendes Knochen-Oel; mit 
freundlichem Ersuchen, den oder die, so dergleichen Sachen zu Kauf oder Tausch anbietet, an 
zuhalten, und mir davon sogleich Nachricht zu geben. Ich erwarte diese Gefälligkeit um s, 
gewisser, da es die eigene Sache eines jeden Hausvaters ist, dergleichen heimlichen Diebe- 
reyen, welchen jeder selbst ausgesetzt ist, so viel möglich zu steuren. 
Georg Evert Habich, in der Salpeter-Siederey am Weser Thor. 
17) Neue von Engl. Callmuck der schönsten Couleuren auf die modernste und bequemste Art 
verfertigte Chenillen sind bey mir, sowohl im Dutzent als auch einzeln zu den billigsten Prei 
sen zu haben. D. I. Feidel, in der Schloßsiraße. 
18) Beym Gärtner Bastard vor dem Frankfurter Thor sind mehrere Sorten der besten Aepfrl 
und Birnen, wie auch Honig zu haben. 
I-) Da zur hiesigen Kurfürst!. Hofhaltung auf künftiges Jahr eine Quantität Leinendamast, 
Bildwerk , feines und ordinäres Leinen und Küchenleinen erforderlich ist; so wird solches 
hierdurch bekannt gemacht, damit diejenigen, welche diese Lieferung zu übernehmen geden 
ken, ihre Erklärung in dem auf Donnerstag den zrten dieses Monats bestimmten Termin, 
bey unterzeichnetem Hofamt einreichen können. Cassel den izten October 1805. 
Aus Rurfürftl. Hofkammerey. 
io) Ein schwarzbraunes Stutenfohlen mit einem weißen Flecken auf der Stirn ist am zttt 
d. M. auf den Wiesen vor Niederzwehren hubelos angetroffen und in den dortigen Pfanbe- 
siall gebracht worden. Da alle Bemühungen den Eigenthümer zu erforschen seither frucht 
los gewesen sind; so wird derselbe andurch öffentlich aufgefordert, sich binnen 14 Tagen bey 
hiesigem Amte zu melden, oder zu gewärtigen, daß das Fohlen öffentlich verkauft werbt» 
Wilhelmshöhe am izten October 1805. Brethauer. 
21) Eine schön gezeichnete dreyjährige Hühnerhündin stehet zu verkauftn. Den Verkäufer er 
fährt man in der Hof - und Waisenhaus-Buchdruckerey. 
32) Drey brauchbare Fenster sinh billigen Preises auf der Oberneustadt in der Königsstrasi 
in Nr. 107. zu haben. 
23) In Nr. 33. in der Martinistraße ist ein Obst-Dörrofen zu verlassen. 
U) Ein großer kompleter Glasschrank nebst 2 kleinen Glasschränken, stehen zu verkaufe». 
35) Da nunmehr mein Obst alle gebrochen ist, so mache ich es meinen Freunden bekannt, daj 
alle Sorten guten Tafel-Obstes um billige Preise bey mir zu haben sind. 
G. Schaumburg, Traiteur vor dem Frankfurter Thor. 
26) Ein tragbares Stuten-Pferd steht zu verkaufen, oder gegen einen Wallach oder Hengst ja 
vertauschen. 
27) Eine im besten Stande befindliche komplette Presse stehet zu verkaufen. 
28) In der Schloßstraße in Nr. röz. ist eine Anzahl alter Fenster und eine Treppe zu verkaufe« 
Sy) Da mein bisheriger Commis, Georg Simmer, seit dem löten Oct. nicht mehr in mein« 
Diensten ist, so werden meine Geschäftsfreunde hiermit gebeten, ihre Bestellungeri^nd Zah- 
lungen nur gegen meine Unterschrift und Quittung zu besorgen. 
Johann Christian Arnold. 
Iv) Viele wegen Jesberger Renterey-Rückstände vou 1804 gepfändete Kühe, Ziegen, kupferm 
Kessel, eisene Töpfen und Kasten, sollen Dienstags den ztenk. M. November, und zwarbir 
Pfänder von Hundöhausen Morgens um 8 Uhr in des dasigen Greben Haus, die von § 1 «.- 
rvde desgl. in des Greben Haus daselbst Morgens um io Uhr, und die von Jesberg i;nb 
übrigen Orten Nachmittags um 2 Uhr im Amthaus zu Jesberg meistbietend verkauft werden, 
welches Kauflustigen andurch bekannt gemacht wird. Jesberg den löte» October 1805.. 
$, E. Biskamp» 31)
        

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