Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

Vom 28ten October i8e>Z. 
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5) ein auf Leinen mit Oelfarbe gemaltes Portrait, den Frühling vorstellend, 7 Zoll lang u» 
6 Zoll -reit, ohne Rahmen, und stellt ein Mädchen mit hoher Frisur vor. Ferner wurde 
demselben am 24ten September d.J. wiederum durch Aushebung einer Schalter und Erbre 
chung des Fensters aus besagtem Gartenhaus gestohlen: i) eine Spiegel-Toilette zertrüm 
mert und daraus zwey dunkle Spiegel, i Schuh lang und f Schuh breit, mit genommen. 
2) abermals ein Stück Baumwachs. 3) 2 große Dutten mit weißen Setzbohnen. 4) e P 
kleines linnenesBeutelchen, woraus der Saame auf den Tisch und die übrige geringere Sa» 
mereyen in den Weg geschüttet. 5) abermals ein Portrait wie obiges, aber im schwarzen 
Rahmen, in schwarzem Pelz den Winter vorstellend. 6) von einem Canapee der Ueberzug- 
von der Rückseite, 3 Ellen' lang und 1 Elle breit, von dunkelblau, gelb und grüngeflamm- 
ten wollenen Plüsch abgeschnitten und mitgenommen. Der Bogt Murhard versichert demje 
nigen, welcher ihm von diesem boshaften Diebstahl gewisse Nachricht giebt, bey Verschwei 
gung seines Namens i Lbthlr. zum Douceur. Bemerkt wird noch hierbcy, daß man so weit 
auf der Spur seye, daß der Dieb von großer Statur seye, und einen Zecklgten Hut, einedun- 
krlblaue Jacke, lange weiße Beinkleider und Schuhe ohne Schnallen angehabt habe. 
Il) In dem üblich von Baumbachischen Burghof zu Gemünden an der Wohra sollen Donners 
tag den 7ten November d. I. und an den folgenden Tagen des Vormittags von 8 bis irUhr 
und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr allerley Effecten von Porcellain, Messing, Kupfer und 
Eisen samt 3 Küchen auch Holzern - und anderes Geräthe meistbietend gegen gleich baareZah? 
lung verkauft werden; welches Kauflustigen mit dem Beyfügen bekannt gemacht wird, daß 
die erstandenen Sachen an dem darauf folgenden Samstag oder Mitwochen gegen Bezah 
lung abgeholtwerdenmüssen. Haina denkten Oktober 1805. Exter, Lernst Vollmacht: 
\i) In der Glashandlung vonJoh. Justus Escherichs Witwe sind vrerkantiche Maas-Flaschen 
von starkem grünen Glas, eingerichtet zu denen sogenannten Flafchenkellern, billigen Preises 
zu haben. 
13) Verschiedene große und kleine Capitalia werden auf gute Sicherheit zu lehnen gesucht. Ein 
Gasthaus stehet gegen billigen Preis abzulassen. Ern theoretischer und pracktischer Oeconom 
suchet als Verwalter und ein junger Mann als Rentereyschreiber Dienste. Ein moderner 
Staatswagen und - Reitpferde ohne Fehler stehen aus der Hand zu verkaufen. Weitere Nach 
richt giebt das Bröckelmannsche Comrniff. Bureau. 
14) Alle diejenigen, welche willens sind, an der Lieferung der zu den auf künftiges Jahr 
verfertigt werdenden Livreen für die Kurfürst!« Hoflivreedienerschaft, erforderlichen weißen, 
rothen, blauen und grünen Tücher, Futtermaterialien und anderen Bedürfnisse, Antheil 
zu nehmen, werden hierdurch^aufgefordert, hinlängliche Proben mit schriftlicher Bemer 
kung der Preiße, m dem auf Montag den 28ten dieses Monats bestimmten Termin bey unter- 
terzeichnetem Hosamt einzureichen, und hiernach das Weitere zu gewärtigen. Cassel dem 
izten Octvber 1805. Aus Kurfürst!. Hofkammceey. 
15) Eö sollen Donnerstag den giten Oktober Nachmittags um 2 Uhr allhier in der Unterneu- 
, stadt in der Kreutzgaße, in des verstorbenen Braumeister Minken Behausung verschiedene 
Mobilien an Silber, Zinn, Kupfer, Messing, Eisen, Holzwerk, Kleidungen, Leinen, 
Betten und dergleichen gegen baare Bezahlung an die Meistbietende verkauft werden. Cas 
sel am 23 ten Oktober 1805. 
16) Ich habe einen meiner Arbeiter wegen erwiesener Untreue abschaffen müssen. Um für die 
Zukunft dergleichen Unannehmlichkeiten auch außer meiner genauen Aufsicht noch weiter 
vorzubeugen, ohnerachtet jeder, dem von dergleicherchLeuten, oder ihren Frauen und Kindern, 
solche nicht gewöhnliche Kaufsachen angeboten werden, leicht einsehen kann, baß sie gestoh 
len sind, so zeige doch ferner an, welche Waaren bey mir verfertiget werden, oder durch die- 
Hände meiner Arbeiter gehen; es sind: Salmiak, weißen und schwarzen, fast, wie Alaun 
sublimirt, oder wie Salz kristallisier ; Salpeter rohen, gelben, grauen und feinen weiften 
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