Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

Da nim -ieft für die Armen so HLchstnachtheilige Vorschußzahlungen, auf die wöchentlich 
Armensteuer, durchaus ferner nicht mehr erlaubt werden können; so werden 
l) alle diejenigen , die dergleichen baare Vorschüsse bisher gegeben haben, beym gänzli 
chen Verlust derselben hlerdurck nachdruckl:chjr verwarnt, niemanden auf die Wochensteuen 
aus der Armenkasse Vorschüsse, es seye an Geld oder an Victualien, zu geben. i 
r) wird den Armen-Vögten bey Verlust ihres Gehalts verboten, Assqnationes auf wl 
chentliche Armensteuern anzunehmen oder von jetzt an Zahlung darauf zu leisten, indem di 
Wochensteurrn als Alimente keinem Abzug unterworfen sind; auch lst 
3) bey Auszahlung der Steuern von dreser Woche jedem Armen insbesondere zu bedeuten 
daß er bey Verlust ferner wöchentlichen Steuer, bey niemand keine Vorschüsse darauf suchrk 
dürfe, indem 
4) von dieser Verfügung nur die Hausmiethe, wozu f der Wochensteuer mit besonder,, 
Genehmigung der Direction ausgesetzt werden kann, ausgenommen wird. Cassel den 30t,ij 
September 1805» Rurfürstl. Armen- Verpflegungs- und werkhaus-Corvnristlon 
Fulda. weyell. 
44) Es hat jemand Commission einen ganz eisernen Kasten anzukaufew. 5 
45) Beym Gärtner Völker in der Unterneustadt am Mühlenplatz sind Winter -Krautpflanzer 
vorzüglich weiße, das loo zu 4Ggr., und Grasblumen-Absenker in 50 ächten Sorten naL' 
der Nr. das Dutzent zn 1 Rthlr. zu haben. Unter 6 Stück wird nicht abgegeben. Diejenr 
gen, welche im Frühjahr Bestellung gemacht haben, werden erinnert, ihre Noten einzusen 
den. Briefe und Gelder bitte mir postfrey. 
4$) Eine eiserne Oftnplatte von besonderer Größe zu Confervirung des Feuerherds zu gebra« 
chen, ein großer eichener Kasten, besonders für einen Landmann, das Futter für- Pserde darb 
aufzubewahren, auch weiße ächte Trommeltauben sind zu verkaufen- 
47) Es werden einige Fuder Kuhmist zu kaufen gesucht, im Schirmerschen Garten über dem 
Weinberg. Noch sind daselbst auch bedeutende Vorräthe vonZwetschen, Pflaumen, Aepfelri 
und dergleichen, Baumweise, frisch wegzubrechen, billig zu verkaufen. 
48) .T)ie unterm zten September d. I. in Nr. 38. 39 . u. 40. dieser Zeitung bekannt gemacht'. 
Auktion der Mobiliarverlassenschaft des dahier verstorbenen Bürgermeisters Bvclo wir>« 
hiermit aus.bewegenden Ursachen vom yten dieses , worauf sie bestimmt war, auf den 6 Un 
November und die folgenden Tage verlegt, und solches dem Publico hiermit bekannt gemacht. 
Witzenhausen den 2ten Oktober 1805. 
Oberschultheiß samt Bürgermeister und Rath daselbst. G. L. Frankenberg 
49) Eine beträchtliche Menge von Effecten und Mobilien, an Juwelen, Gold-und Silberns 
und andern Kostbarkeiten, Gefäßen von Zinn, Kupfer, Messing, Erz, Eisen und Btcch> 
ungcmachten seidenen und sonstigen Zeuchen, Betten, Leinewand, als Tafeltücher, Sen' 
vielten, Bettüberzüge, u.s.f. Tischen, Stühlen, Commoden, Comtoirs, Canapeeö, Cof- 
freö, Schränken u. f. w. ferner Porzellain, Spiegeln und Glaswerk von verschiedenen Sor 
ten , lakirten und anderen Gerätschaften, auch Gemählden, Kupferstichen, Büchern, musi 
kalischen Instrumenten und Musik, so wie mehrere Wagen und Schlitten, Pferdegeschirre, 
und Lederwerk, u. s. w. soll Montag den irten im November d. I. und die folgenden Tage, 
Vormittags von y bis 12 Uhr, und Nachmittags von r bis 5 Uhr iw Fürstl. Schlosse zu Barch 
feld, gegen gleich baare Bezahlung im 24 fl. Fuß verauctionirt werden. Gedruckte Catalo? 
gen darüber sind in der Hof- und Waisenhausbuchdruckerey, in der Ettingerschen Buchhand 
lung zu Gotha, desgl. in der Expedition der Reichs-Ober-Post-Amts-Zeitung zu Frankfur! 
am Main, so wie in den Expeditionen des Wochenblattes zu Meinungen und Eisenach, we-' 
Niger nicht bey dem Amtmann Hartert und Herrn Rentmeister Schmidt in Barchfeld, gratii 1 
zu bekommen. Dieser, sowie der Herr Hofgärtner Zinhart, sind auch bereit, von Aus-' 
rvärtigen, die keine nähere Bekanntschaft daselbst haben, Commissionen anzunehmen un$' J 
' ' • •' > '■ ' wer«!
        

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