Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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VverpostaintA-AeiturrZs-E-pbditor Appel in Cassel gegen ein gutes Doucellr abgeben. Auch 
wird demjenigen ein Douceur versprochen, welcher eme sichere Nachricht zur Wiedererlan 
gung desselben geöen kann. * 
HZ) Zwey Leiter-Magen sind zu verkaufen. Der eine ist alt und noch stark beschlagen, und 
der andere unbeschlagcn und noch nie gebraucht. Man melde sich beym Riemermeister Steg- 
mann in der Dionysienstraße. 
56) Auf das schon mehrmablen bekannt gemachte Sortiment Nelken-Ableger nimmt der Kauf 
mann Grübe auch ferner Bestellungen an. Die Blätterkarte davon kann gefälligst von dem 
selben abgefordert werden. 
-7) In der Nacht vom i8ten auf den lyten September ist auf der Landstraße zwischen Gil 
serberg und Lischeid ein Pferd, so ein Wallach, lichtbraun, 8-lv Jahr alt, groß und ohne 
weiteres Zeichen, aufgefangen und nach Sachsenhausen gebracht worden. Der Eigenthümer, 
der siel) als solcher zu legitimiren vermag, kann sich bey Amt dahier melden, und gegen Er 
stattung der Kosten das Pferd zurücknehmen. Treysa den gtrn October 1805. 
Rurhess. Amt daselbst. L. H. Biskamp. 
38) Ich mache hiermit bekannt, daß ich bereit bin. Jeden auf das beste mit meiner Arbeit, 
welche in Modellstechen oder Formenschneiden besteht, zu bedienen, auch auf Verlangen die 
dazu erforderlichen Zeichnungen nach der neuesten Mode selbst zu verfertigen. In den be 
rühmtesten Cattun- uno Tapetenfabriken habe ich Proben meiner Geschicklichkeit, sowohl im 
Modellstechen als auch Zeichnen, abgelegt, und hoffe auch hier in meinem Vaterlande Bey« 
fall zu finden. <£. £7. Ballifard, Modellstecher und Holz-Graveur, wohn 
haft in derSchlvßstiaße in des Sattlermeifters Breiding Behausung. 
Zy) Es wünscht jemand, dir bey einem hiesigen Collegio angestellt ist, in einigen Nebenstun- 
den im Rechnen nnd Schreiben Unterricht zu geben. Diejenigen, welche ihm zu dem Ende 
Kinder anvertrauen wollen , können das Weitere bey dem Factor Meurer erfahren. 
40) Beym Kaufmann Schneider hinter dem Rathhaus ist ein kleiner eisernerOfen zu verkausem 
4 1) Im Weißenhvf in Nr. srz. siebet eme gute Kuh zur Zucht oder zum Schlachten, und 
eine Parthie alter Fenster und eine Hausthür zu verkaufen. 
42) In der von Roupischen Behausung in der Königsstraße soll den 2iten October d. I. und 
die folgende Tage des Nachnnttags von 2 Uhr an, in der belEtage, ein ansehnliches Meu 
blement, worunter mahagvni- und Kwschholz, Cvlinder-Bureaup, Commoden, Tische, ejn 
Bufet, Kleider- und Glassihränke, verschiedene Sopha und St-chle mit serdenen undzitzex- 
nen Ueberzrigen, sodann Trumeaup und andere Spiegel mit vergoldeten und Mahagoüi- 
Rahmen, eine groß- U're in Marmor, Silberzeug, mehrere Kronleuchter, alabasterne und 
andere Lampen, Berrspanncn mit Zitz-und cattunen Vorhängen, Bette, Matratzen, eine 
Anzahl Fuß-Teppiche , Fenster-Vorhänge von Batist - Mouölin, Roleaux von feinem Hol 
ländischem Trrlch, ein komplettes Service von Berliner Porcellain, em komplettes kristalle 
nes Deseri-Service, einige complette Thee-Services, Caravinen und Gläser, Burgunder 
und Rheinweine in Bouteillen, ferner Kupfer, Mcssmg, Küchen- und anderes Hausgeräthe 
vorkommen, gegen baare Zahlung verkauft werderr. Die Sachen werden von jetzt an bis 
den l6ten October jeden Nachmittag auf Verlangen gezeigt. 
43) Bey Kurfürst!. Arnum-Verpflegungs- und Werkhaus-Commiffron ist die Anzeige geschehen; 
daß viele hiesige Wochcnarme, ihre wöchentlichen Armensteuern an hiesige christliche und jß-- 
dische Wucherer ossigmren, und von denselben sich auf viele Wochen baare Vorschüsse zahlen 
lassen, dabey aber zu ihrem größten Schaden, die unerlaubtesten wuchel lichsten Zins-Ds- 
courte eingehen, mithin sich hierdurch den Genuß ihrer Steuern auf geraume Zeit selbst ent 
ziehen, und denn bey andringender neuer Noth Kurfürst!. Armen- Verpflegungs- undWerlk- 
haus - Commission um Zulagen oder außerordentliche Steucrbewilligungen ansuchen, oder 
dgs Publicum mit Betteln behelligen. •, ^ 
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