Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

Vom 7kn Octskcr 1805. ,'rzz 
18) In dem Weinberge der Frau Räthin Wittichist die Ern die mehrerer mikKartoffelss bestell 
ter Stücke billigen'Preises zu überlassen, auch sind noch stäche sowohl als Berggartetz zu 
4 und resp. 6 Rthlr. zu vermiethen. Man melde sich in der Elisabetherstraße in deö. Kauf 
manns Hrn. Schweinebraden Behausung. 
ly) Auf der Oberneustadt in der Franksurtcrstraße in Nr. 2y. stehen 2 Pferde , welche für einen 
Fuhrmann oder Landmann schicklich sind, um billigen Preis aus der Hand zu verkaufen.'Man 
melde sich beym Hauswirth. 
2o) Ein alter aber noch brauchbarer kleiner eiserner Wind- oder anderer Ofen, ystrd zu kaufen 
gesucht, und ist sich desfalls bey der Frau Schaub in Nr. 6çç, auf dem Markt zu melden. 
-l) Es wird ein eiserner Waagebalken, woran 7 bis 8 Centner gewogen werd.en können, ge 
sucht. Auch wünscht man, wenns seyn kann, Waageschalen und Gewichtstücke dabey zü ha 
ben. ' 
-2) Zu Hohenborn stehen 2 Goldfüchse mit Abzeichen, 6- und 7jährig, gut gebaut und ohne 
allen Fehler, zu verkaufen, wie auch verschiedene gute Meubels. 
rz) Zwey kupferne Kessel, so gut wie neu, 80 bis 100 Eimer haltend, welche sowohl in ei 
ner Färberey als auch auf dem Lande zur Brauerey können gebraucht werden, stehen zu ver- 
kaufen. , -^ 
24) Da bey der Eckhardifchen Vormundschaft die Einrichtung getroffen, daß jedem Eurarrhe« 
ein Bestimmtes zu Bestreitung des Nöthigen ausgeworfen worden ; so wird jedermann gewarnt, 
ohne Vorwissen des unterzeichneten Curators nichts an Einen oder den Andern verabfolgen zu 
lassen. Reichensachsen am aoten September 1805. 
P. Schirmer, Eckhardischer Curator. 
-5) Die Bekanntmachung: ein Mittel in Händen zu haben, wohlfeileres und doch kräftiges und 
wohlschmeckendes Brod zu backen, deucht mich, würde nicht ganz zwecklos seyn. Ich of 
ferire mich deswegen, das sogenannte Englische Brod, welches ein Engländer zu Dourham 
in England erfunden hat, großen Oekonomien und Haushaltungen gegen geringe Vergü 
tung zu lehren. Dies Brod wird nicht mit gewöhnlichem Wassers aber eben so wohlfeil ge 
säuert. 6 Vrtl. ohne gewöhnliches Wasser geben eben so viel Brod ais 7 Vrtl. mit Was 
ser. Auf diese Weise Brod gebacken ist von jetzo an alle Tage bey mir der Leib zu Pf. 
für 4! Ggr. zu haben. Wilhelm Semmler, Bäckermeister in der Martinistraße in Cassel. 
26) Bey des Gärtners Johannes Claus Wittwe vor dem Holländischen Thore sind allerhand 
gute Sorten gebrochener Winteräpfel um die billigsten Preise zu haben. 
Vs) Es wird ein Garten mit einem Häuschen zu miethen gesucht, der aber vor dem Königs- 
oder WilhelmSöher-Thor liegen muß. Wer einen solchen zu verrmethen gesonnen ist, derbes 
liebe dröfallsige Nachricht in die Behausung deS Goldfabrikanten Hrn. Wagner 2 Treppen hoch 
zu geben. 
23) Auf ein Sortiment von 100 Sorten vorzüglich schöner Nelken-Ableger, wovon die aufge 
legte Blatterkarte bey mir einzusehen ist, als auch auf ein Sortiment von 25 Sorten Engl. 
Plnks oder Federnelken, nehme ich Bestellung an. Münch, Kaufmann.. 
29) Wenn in kurzem Jemand von hier über oder nach Marburg zu reisen willens seyn sollte, 
so wird ihm bis dorthin eine Chaise ohnentgeltlich zu leyhen hiermit angeboten. Das Nä 
here erfährt man in der Hof- und Waisenhausbuchdruckerey. 
30) Da nunmehro der nach wissenschaftlicher Ordnung verfertigte Catalog, über die von dem 
allhier verstorbenen Geheimen Rath und Professor medicina Baldinger hinterlassene ansehn 
liche, zum medicimschen Fach gehörige Bibliothek, fertig gedruckt ist , und eingebunden in 
2 Bänden in groß Octav, auf feinem Straöburger Papier, für den geringen Preis a 1 Rthlr. 
8 Ggr. sowohl in der neuen akademischen Buchhandlung allhier in Marburg, als auch in al 
len andern soliden Buchhandlungen gegen haar« Bezahlung zu bekommen ist; so wird sol 
ches, und daß diese Bibliothek, welche aus lZSZy St. ohne di.e große Anzahl der Disserta- 
Izrzzzzr tionen
        

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