Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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Menschenfreund, dem Mrnöerwohl am Herzen Negt, ergebenst ersucht : auf den Knaben 
Hu achten und ihn ,'wo er sich sehen lagt, zu fassen und seinen Eltern, wenn er solche 
nennt, oder an Unterzeichneten in seine Wohnung in der Unterneustadt zuführen zu-lassen, 
oder Nachricht demselben gefälligst mitzutheilen, der alsdann das Uebrige gerne werter be 
sorgen und wogegen aller Kosten Ersetzen mit dem wärmsten Danke zugesichert wird. Cas- 
sel den sztcn September i8oz. BLschoff. 
io) Peym Reinhard Merckr! hinterm Herrschaft!. Marstall sind Schmalkalder Lalglichter m 
billigem Preis zu haben. 
ii} Gegen Ende Oktobers dieses Jahrs soll in Bremen eine ansehnliche Partie Mahagoniholz,, 
bestehend in ausgesucht schöner geblümter und in ordinairer Waare, doch meistens fringeblümt, 
m Blocken und in Voblen öffentlich verkauft werden. 
12) Ich bin gesonnen, zu den beiden Pensionairs, welche ich schon habe, noch einige aus 
wärtige junge Leute, jedoch nicht über 16 und nicht unter 8 Jahren, welche hier day Lyce 
um besuchen oder sonstige Unterrichtsansialten benutzen wollen, in Kost, Logis und Aufsicht 
miter billigen Bedingungen zu nehmen. Zugleich mache ich bekannt, daß ich auch in den 
AnfangsgrÄnden der französischen Sprache, in dem deutschen Recht- und Schönschreiben, 
wobey auch Uebungen in dem Styl angestellt werden. Unterricht ertheile. Cassel am i^tcn 
September 1805.' Götz, Pfarrer.^ 
13) Ein Reisender hat auf dem Wege von Münden nach Dransfeld bis Güttingen eine rothe 
Brieftasche verlohren, oder irgendwo liegen lassen. Sie enthält unter andern Briefen euren 
an die Frau von Steinberg nach Brügge, auch ein Päckchen Menschenhaare, d:e wegen ih 
rer Bestimmung dem Eigenthümer der erwehnten Brieftasche angelegen sind; es erbietet sich 
deswegen derselbe, durch Herrn Scheffer im Englischen Hof zu Cassel, dem Finder für die 
. Aushändigung der Brieftasche mit denen darin gewesenen Schriften rc. einen Ducaten Beloh 
nung auszahlen zu lassen. 
141 Ein in der Stadt gelegener über § Ack. großer Garten mit guten Obstbaumen und Spar, 
gelbeeten , nebst dem darinnen stehenden Wohnhaus, in welchem unten Stube, Kammer, 
Gesinde-Stube, Küche, 2 trockne Keller, oben ein Salon, uebsi Kammer und Stube, 
Rauch-und Vorraths-Kammer, Boden, Stallung, Waschhaus, Holzremise sich befindet, 
' ist sofort zu vermiethen. In Dienste werden verlangt: Ein Justitzschreiber bey einen Kur- 
' 'hessischen Beamten. Ein Handlungsgehülfe; und ein junger Mensch, welcher die Handlung 
zu erlernen Luft hat. Verschiedene Cüpttalia werden auf gute Sicherheit zu lehnen gesucht. 
' Won der Gücherverlsosrmgs-Lolterie stnd noch Kaufloose zur Zten Abtheilung zu haben. Cast 
^ ftl am AtftssDclobcr'iLoz. - Bröckelmannfcheo Cow.nriss. Bureau.' 
IZ) Unftr Pflegbefohlene, Henrich Golich, iz Jahr alt, frischen Angesichts, schwarzbraunen 
Haaren, welche vorne kahl abgeschoren und hinten rund geschnitten waren, ist ohngefehr 8 
Tage üach Pfingsten dieses Jahres, ohne alle Ursache von hier entwichen. Derselbe trug 
bey seiner Entweichung eine Jacke von dunkelblauen wollenem Tuch mit runden Stahlknö- 
, pfttr'/ dergleichen Weste und Beinkleider, weiffe wollene Strümpfe, Schuhe nnt Riemen 
i aebmiden/ eine gewebte Mütze von hellblauen wollenem Garn.. Da uns nun der Auzent- 
baltsvrt dieses unsers Pflcgbefohlnen unbekannt ist, so werden alle Obrigkeiten pnd Men 
schenfreunde von uns auf das allerangelegentkichste ersucht, uns, wenn thuen der Aufent 
haltsort dieses irrenden Jünglings bekannt ist, hiervon gütigst Nachricht zu ertheilen. Fran 
genberg am 24ten September 180Z. 
. Die Vormündere über den Entwichenen. Martin Schreiber. Peter Golich. 
jö) Es find einige noch im guten Stande befindliche alte Oberofen zu verkaufen. Wo? er fährt 
' mäckirr-drssHsf- rind WaifenhauSbuchdruckerey. . . 
¿7) Beym Hcmdelsgärtner Schellhase am Frankfurterthor sind alle Sorten holländische und hie- 
fige BlumM'Awiebelu, zum Treiben wie auch ins Land, billigen Preises zu haben.
        

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