Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

Dom itìten September 1805. 
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A) 1*8 ist'eine atte silberne Sàckuhr, welche der Angabe nach'vor p Jähren aus der Straßtz 
. zwischen Cassel miö Sandershausen gefunden, und wozu sich der Eigenthümer bisher nicht 
gemeldet hat, an das Waisenhaus abgegeben worden. Dem Eigenthümer, wenn er sich 
- binnen -} Jahr dazu gehörig legttimiren und Kennzeichen angeben kann / stehet solche gegen 
,, Bezahlung der Einrückungsgebühr zu verabfolgen. Nach Ablauf dieser Zeit aber wird solche 
zum Besten des Waisenhauses verkauft. Cassel den Zten Sept. 1805. 
.1 . 1 Aus Rurfürstl. Waisenhaus - Direction. 
Z) Um meine Leihbibliothek noch gemeinnütziger zu machen, zeige hiemit dem werthesten Lese« 
: lustigen Publico an, daß ich die Pränumeration auf einen Monat, so bis jetzt) isj Ggr. des 
e trug, auf 8 Ggr. festgesetzt habe, wofür die Herrn Pränumeranten in der Stadt aber im 
mer nur i Buch, und nur auswärtige nach der Entfernung mehrere erhalten. 
4 ' ' - — i - Griesbach. 
4) Da mein Sohn Lebrecht, der bey dem Hofuhrmacher Thomeyer in Cassel in der Lehr 
stand, mit Zurücklassung einiger Schulden, von da heimlich entwichen ist; so mache ich sok- 
- ches hierdurch zur Warnung bekannt, demselben unter keinerley Vorwand,.es sey was es 
wolle, zu borgen, weil ich für nichts haften werde. Bode, Pfarrer zu Böddiger. 
8) Denen Herren Oberförstern und Förstern, welche auf die gedruckte Bogen zu den Holz- 
verzeichnissen und Forstreglstern über Bau- und Werkholz, desgl. zu Brenn» und Kohlholz, 
bey mir Bestellung gemacht haben, dienet zur Nachricht, daß solche abgeholt werden können. 
Cassel den zoten August i 8 oz. 
Aubel, Kurfürst!. Hess, gnädigst privilegirter Buchdrucker. 
L) Mein Sohn Wilhelm Kothe, 14; Jahr alt, gesetzter Statu?, frischen Angesichts, weisier 
' Haare, an der Seite des rechten Auge mit einer kleinen Narbe versehen , der bey einem hie 
sigen Wollt ntuchmacher in der Lehre war, ist vor 3 Wochen von hier ohne Ursache entwichen, 
und soll im Amt Felsberg auch zu Fritzlar gesehen worden seyn. Derselbe trug bey seiner 
. Entweichung eme rothe wollene Mütze, ein buntes linnenes Halstuch, eine baumwollene 
Jacke mit weissen Knöpfen, ein Leibstück von alten grünen Manschester mit 2 Reihen gleicher 
- Knöfe, eine Hose von weissen wollenem Tuch, und hatte auf den Schuhen kleine gelbe viereckigte 
Schnallen. Mrr dem äußerst bekümmerten Vater ist an der baldigsten Rückkehr dieses irren 
den Sohnes in seine Heimath gar viel gelegen, und hat sich derselbe der beßten Aufnahme 
tzey den Seinigen zu trösten. Obrigkeiten und alle Menschenfreunde werden auf das ange- 
, legentlrchste ersucht, diesen irrenden Jüngling beobachten zu lassen^ und einen tiefgebeugten 
Vater, welcher diese große Vorsorge und Güte stets mit wärmstem Dank erkennen wird, von 
dem Aufenthaltsort seines Sohnes gütigst zu benachrichtigen. Melsungen den 2yten August 
1805. Christoph Rothe, Bäckermeister. 
7) Dem Kaufmann Seitz zu Lichtenau ist vor ohngefehr 3 Wochen ein großer aschgrauer 
Hund, mit abgeschnittenen Ohren, 4 wetzen Füßen, einer weißen Spitze am Schwanz, auch 
. unterm Hals weiß, obngesehr 3 Jahr alt, entlaufen. Wer solchen aufgefangen oder viel 
leicht an sich gekauft hat, wird ersucht, gegen Vergütung aller Kosten, und außerdem noch 
eine Belohnung von 1 Carolin, denselben an den Eigenthümer wieder abzuliefern. Auch er 
hält derjenige 1 Carolin, der sichere und bestimmte Nachricht davon ertheilen kann. Uebri- 
v gens wird versichert, daß alle Mühe angewandt wird, den Hund ausfindig izu machen, und 
man hofft, daß derselbe nach dieser Anzeige nicht weiter zurückgehalten wird. 
5) Es wird der Leyhzettel sub Nr. 19928. d. 6. den 2üten Julii s. c. ,2 Rthlr. Capital 
über 2 schwarze seidene Kleider vermißt, und um die Verabfolgung dieses Pfands vom Ei 
genthümer gebeten ; es wird also zu dem Ende nicht allein für dessen Ankauf gewarnt, son 
dern der etwaige Besitzer, welcher an diesem Pfande Ansprüche zu haben vermeint, aufge 
fordert, sich damit binnen 3 Wochen a dito beym Bancoschreiber Bertrand zu melden, weil 
nach Verlauf tiefer ßeit der Leyhzettel mortificirt und dem angegebenen Eigenthümer aus des- 
NnnnnnnL serr
        

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