Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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de- und unbekannteRösselsche Gläubiger werden daher hiermit vorgeladen, Montag denken 
November d. I. in Selbstperson entweder, oder durch Anwälde mit ordnungsmäßiger« Voll 
macht, zum Rechts - und Vergleichsverfahren dahier vor hiesiger Gerichtssiclle unausbleiblich 
zu erscheinen; ihre Forderungen zur verordneten summarischen Untersuchung deutlich und be 
stimmt sowohl anzugeben, als zugleich durch Documente, wo thunlich, zu bescheinigen, das 
Inventarium und Auctions-Protocoll nicht weniger einzusehen, und Hieraufwegen ihrer Befrie 
digung ein gütliches Auskommen unter sich zu versuchen, und abzuschließen. Däfern eint 
gütliche Uebereinkunft aber nicht zu Stande kommen sollte; so haben die Gläubiger einen Gü- 
ther-Pfleger nicht nur- vorzuschlagen, sondern sich auch zu erklären, ob bey dem geringen 
Vermögensbestand entweder von denen Gläubigern einer oder wer sonst zu soviel thun.'.cher 
Ersparung derer Concurs-Kosten zum Contradictor bestellt werden soll. Die ausbleibende 
Gläubiger sollen widrigens mit chren Forderungen weiter nicht gehört, sondern damit von der 
Masse gänzlich abgewiesen werden. Zwesten den roten August 1805. 
*' • Rosenthal, Justitiariuö. 
4) Es hat der Schutzjud Liepmann Berlin allhier, gegen welchen verschiedene Schuldposten 
ausgeklagt sind, bey der Jnsüfficienz seines Vermögens gerichtlich vorgestellt, wie er, zu 
Vermeidung eines Concurseö, seinen Creditoren Vergleichsvvrschläge zu machen gesonnen 
sey, und um deren öffentliche Vorladung gebeten. Nachdem nun deshalb Termin auf den 
zoten Sept. d. I. anberaumt worden; so werden alle und jede Gläubiger des genannten 
Schutzjuden edictaliter citirt, alsdann Vormittags 10 Uhr vor Kurfürst!. Oberschultheißen- 
Amte allhier unfehlbar zu erscheinen, und sich auf die Vergleichspropositionen vernehmen 
zu lassen, indem die Nrchterscheinenden zu gewärtigen haben, daß sie demjenigen, wozu der 
größere Theil sich verstehen wird, 'sich ebenwohl zu fügen angewiesen werden sollen. Cassel 
den lyten Aug. 1805. Rurs. Hess. Oberschultheisen-Amt Hierselbst. Beermann, 
z) Nachdem zur Untersuchung des Schuldenzuftands des des Schutzes verlustig erklärten und des 
Landes verwiesenen Juden Joseph Dannebergs von hier Termin auf den Zoten k. M. anbe- 
- räumt worden ist; So wird allen und jeden bekannten und unbekannten Gläubigern des er, 
sagten Joseph Dannebergs aufgegeben, in dem bezcrlten Termin vor Kurfürst!. Amte allhier 
zu erscheinen und ihre Forderungen mit den nöthigen Bewerßmitteln zu Protokoll so gewiß 
anzuzeigen, als gewiß auf sie bey dieser Untersuchung ansonsten nicht wertere Rücksicht ge, 
nommen werden soll. Iiegenhain am 22ten Aug. 1805. 
Rurfürftl. Hess. Oberschultheißen-Amt daselbst. Günther, 
ib) Alle und jede, welche an Johann George Christian Jäger, jezt dessen Sohn Henrlcus Jä 
ger zu Lamerden gegründete Forderungen zu haben vermeinen, werden hiermit edictaliter ci» 
tirt, Donnerstag den raten September Vormittags y Uhr vor Kurfürst!. Amt zu Trendel 
burg zu erscheinen, ihre Forderungen bey Vermeidung des Präjudizes nachheriger Enthörung 
nicht nur zu lrquidiren , sondern sich auch aus den nach Maasgabe der Verordnung vorzulegen 
den Massenbeftand und darnach von Amtswegen zu thuende Vergleichsvorschläge zu Abwen 
dung eines kostspieligen Concursverfahrens zu erklären. Carlshafen den yten August 1805. 
Aus Rurfürstl. Amt Trendelburg. Collmann. 
2) Alle bekannte und unbekannte Gläubiger des in Concurs gerathenen Hans George Koch 
zu Dudenrode werden hierdurch edictaliter vorgeladen, um indem ad liquidandum credita auf 
den zoten Oktober a. c. siür Fürst!. Amt dahier präfigrrten Termin Morgens 9 Uhr so gewiß zu 
erscheinen; ihre Forderungen zu liquidiren und des Versuchs .eines Vergleichs,zu gewärtigen; 
als sie widrigenfalls die unfehlbare Präclusion zu erwarten haben. Abterode den zoten Jur 
Uus 1805. F. H. R. Amt daselbst. Uckermann. In 6dem Rastenbein. 
-) Da die über des am iten August a. c. verstorbenen Herrn Raths und Amtmanns Curtzen 
zu Pyrmont nachgelassene Kinder angestellte Curatoren bey Hochfürstl. Regierung zu Arolsen 
erklärt haben, die väterliche Erbschaft ihrer Curanden cumibendkio Jcgi» ct inventarü ant«.- 
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