Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

814 - L7teZ Stücks 
Z) yzo Rthlr. Pupillengelder, gegen gerichtliche doppelte Verschreibung, sogleich oder auf 
Michaeli. 
Bekanntmachung von verschiedenen Sachen: 
l) Da die Ziehung der iten Classe zrter Lotterie beendiget ist; So werden die Interessenten 
. nicht nur die darinn gefallene Gewinne, nach plansmäßigem Abzug, binnen der bestimmten 
vierwöchigen Frist von denjenigen Collecteurs, bey welchen die Einlagen geschehen, gegen 
die Original-Gewinn-Loofe in Empfang nehmen; sondern auch die Renovation der im Spiel 
verbliebenen Billets um so mehr beschleunigen, als die Ziehung der ztzn Classe am 2yten 
Julii ohnfehlbar geschiehet. Cassel den istcn Iunii 1805. 
Burfürftl. Hess. Lotterie-Direction dass bst. 
s) Nachdem der biöhero hier wohnhaft gewesene Buchbinder Agricola bey seiner veränder 
ten Lage in sein Vaterland gezogen , so wird solches andurch bekannt gemacht, damit fals ein 
tüchtig Subject sich dazu verstehen solte als Buchbinder hierher zu ziehen, es sich bey mir zu 
melden habe. Er findet hier und in den benachbarten Städten hinlängliches Auskommen. 
Spangenberg den i?ten Junil 1805. Bürgermeister und Rath. Nossnblath. 
3) Der unbekannte Ecgenthümer, eines an mich abgegebenen Brandeweinsblasenhulhs, wird 
gebeten, selbigen mit dem daran bestellten Wasserbehälter und den Theewasserkessel, da bey 
des schon beynahe l Jahr fertig und mir lästig ist, längstens bis zur bevorstehenden Michae 
limesse, gegen den accordirten Werth vorig Rthlr. 2 Ggr., abholen zu lassen. Im Fall die 
ses nicht geschiehet, sehe mich genörhiget, den genannten Huth, um wich zu entschädigen, 
zu verkaufen. Cassel den 2Lten Iunii 1805. H. Arendts, Blechschmidtmeister 
in der ElisabetherstraZe. 
4) Montag den iten Julius und folgende Tage von desMorgens 8 bis 12 Uhr und deöjNach- 
mittags von 2 bis 6 Uhr, will die Frau Pfarrin Wepler zu Spieskappell mehrere Effecten 
. . an Silber, Zinn, großen und kleinen kupfernen Kesseln, eisernen Töpfen, Pfannen, Brak- 
ofen und sonstigen eisernen Sachen, Kleiderschränke, Tische, Stühle, Bettstellen, nebst son 
stigem Hausgeräthe, schwarze und blaue Mannskleider, Hüthe, Stiefeln, Mäntel, einige 
seidene Weibeskleider, einige Dutzend Mannshemder, zwanzig Steigen Tuch, zwey Stück 
Bildzeuq, vier Wagentücher, Tischtücher un d anderes Linnen und Bücher, desgleichen auch 
eine Kuh und ein Kalb, öffentlich an den Meistbietenden gegen alsbaldige baare Zahlung 
verkaufen. Wer hiervon zu kaufen Lust hat, kann sich demnach zur bestimmten Zelt un 
Pfarrhause zu Spieskappel einfinden, bieten, und der Meistbietende den Zuschlag erwarten. 
Zur Nachricht dient, daß ohne baare Bezahlung nichts verabfolgt wird. Spieskappel am 
8ten Iunii 1805. 
5) Gegen 62 bis 64 Jesberger und Waltersbrücker Trift - Hämel sollen Freytagö den gten k. 
M. Julii Vormittags von n bis 12 Uhr auf dem Hof bey hiesigem Amt-Haus meistbietend 
verkauft werden. Kauflustige können sich demnach zu gedachter Zeit daselbst einfinden und ha 
ben auf die höchsten Gebote, mit Vorbehalt der Genehmigung Kurfürstlicher Ober-Reut - 
Cammer, Zuschlags zu gewärtigen. Jesberg den 2lten Iunii 1805. 
F. E. Biskamp. 
6) Freytags den rrten Julii d. I. des Morgens 8 Uhr, sollen 34 Stück aus dem hiesigen Amt 
gezogene Triftlämmer versteigert werden, welches Kaufliebhabern andurch bekannt gemacht, 
wird. Wilhelmshöhe am 24ten Iunii 1805. Burhess. Amt hicrsslbst. Brethauer. 
7) Mitwochen den roten Julii sollen auf der neuen Müble zu Gombeth, Amts Borken, zwey 
egale, hellbraune und fehlerfreye Chaisenpferde, meistbietend gegen gleich baarc Zahlung 
versteigert werden. Kaufliebhaber mögen sich deshalb an besagtem Tage daselbst gegen 10 
Uhr Morgens einfinden. L. Möllinghof. 
8 )
        

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