Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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Vom L 5 ren August 1505. 
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48) Die von der verstorbenen Frau Steuerrathm Gottsched hinterlassenen Effecten, bestehend 
in Meubels, Hölzergerathe, Zinn, Kupfer, Messing, Glas, Porcelain und Bettwerk, sol- 
' len Montags.den Lten Septbn d. I. und die folgende Tage Nachmittags von z Uhr an, in 
der. Behausung des Herrn Kriegsraths Lorenz in der Frankfurterstraße, meistbietend verkauft 
. werden, welches Kaufliedhabern hierdurch zur Nachricht bekannt gemacht wird. Cassel den 
roten August 180.5. - . 
49) In' der Kisterschen Weinhandlung sind mehrere Sorten Weine von vorzüglicher Güte neu 
angekommen und zu den billigsten Preisen, sowohl stNi Ganzen als Einzelnen, zu haben, 
wie auch verschiedene Sorten feine Weine, Bourgvgner, Champagner, Rum, Arrac, Franz 
brandewein und fein Provenceröhl. Es wird um geneigten Zuspruch gebeten. Man ver 
spricht eine promte und reelle Bedienung. . - . 
zy) Bey dem Brandeweinschenker Diebel in der Martinistraße ist guter Franzbrandewem 
die Bouteille zu 14 Albus zu haben. 
Zt) Die Veränderung meiner Wohnung vom Markt in die Schloßstraße, vhnweit der lutheri- 
. scheu Kirche, in die Brvck'elmannische Behausung zeige ich hiermit schuldigst allen meine» 
s geehrten Kunden und überhaupt dem Publico ergebenst mit. der Versichrung an, daß 
! ich das mir bishero erwiesene geneigte Zutrauen durch reelle und prompte Bedienung immer 
. mehr zu erhalten und befestigen mich äußerst bestreben werde. Caffel am röten August 1805+ 
!>> Schneidermeister Eubek. 
52) Eine Parthie Eichenbohlen von verschiedener Starke stehen einzeln oder beysammen billi 
gen. Preises zu verlassen. Auch kann man einem Bierbrauer auf Verlangen mit einem Stück 
Eichenholz zu einer großen Hefemulte, -oder einem Färber mit einem Stück zu einer starken 
Presse, nach Erfordern aushelsen. 
Kz) Wer vor ungefähr 6 Wochen zwischen Cassel und Hannoverisch Münden einen mit Silber 
beschlagenen meerschaumeuen Pfeifenkopf nebst Röhre verlvhren hat, der wolle sich in Zeit von 
^Wochen bey hiesigem Amt melden, und sich als Eigenthümer desselben legirimiren; indem 
solcher von einem Bauren hiesigen Amts gefunden wordcn. Lichtenau den 7ten Aug. 1805. 
Rnrhess. Amt daselbst. G. Mölter. 
54) Unterzeichneter bezieht zum erstenmale diese Messe mit Manufaktur - Bijouterie - und Ga 
lanterie-Waaren; er versichert die billigsten Preise, und hat fein Gewölbe dem Meßhause 
gegenüber. Christ. Fried. Melzer aus Nürnberg. 
55) Eine gute Anchtdocke I Jahr alt mit 8 Forkeln, wie auch 3 Bürgel von gleichem Alter, 
einzeln oder beysammen, stehen aus freyer Hand zu verkaufen. 
5.6) Ein Korbwagen mit Verdeck steht um einen billigen Preis aus der Hand zu verkaufen. 
Die Hof-und Waisenhausbuchdruckerey sagt wo. ; . . .. —, 
57) Ich habe das Unglück gehabt, daß mir mein dreyzehnjährlger Sohn, Jacob Schaake, 
von untersetzter Statur, großen schwarzen Augen und schwärzlichem Ansehn, ein weiße halb 
wollene Jacke mitzwey Reihen Knöpfen besezt, eine grüne Weste, weisse leinene Beinkleider, 
weiffe Strümpfe, stumpfe Schuhe und eine blaue wollene Mütze tragend, den syten Jul. a. c. 
aus einer mir. unbekannten Ursache, von der hiesigen Dörfweide entlaufen ist. Da ich nun 
seinen dennaligen Aufenthalt ausfindig zu machen bis hierhin vergebens bemüht gewesen; 
so ersuche ich hiermit einen Jeden, der mir hierüber hinlängliche Auskunft zu geben, uNd 
sich in meine betrübte Lage theilnehmend zu denken vermag, aufs höflichste und angete- 
gentlichste, nicht zu säumen, durch die baldmöglichste Mittheilung dieser trostreichen Nach 
richt an mich den Unterzeichneten, oder an den zeitigen Grebe Bornscheier zu Alten-Hab 
na, Amts Kloster Haina, die Thränen eines tief bekümmerten. Ihn dankbar segnenden Va 
ters, zu trocknen. Altcn-Haina den iZten August 1803. Conrad Schaake.
        

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